einige Aspekte zum NS-IC (Allgemeines Forum)

Holger2, Mittwoch, 19.05.2010, 00:43 (vor 5820 Tagen) @ Fabian318

Hallo,

Enschuldigung, aber wäre es nicht geschickter beispielsweise das Regionalnetz eines beliebigen deutschen Bundeslandes mit dem niederländischen IC - Netz zu vergleichen?
Ein ICE von Berlin nach Basel hat mehr als 1000km hinter sich, diesen Zug dann als Nahverkehrszug nach Lörrach weiterzuführen, wäre einfach Blödsinn.
Das niederländische IC - Netz kommt dem deutschen Regionalnetz aber sehr nahe.

Beispiel Hessen:
RE F - Treysa: Der Zug hält bis Gießen nur in F. West, Friedberg, B. Nauheim und Butzbach (vgl. NL-IC), danach überall (vgl. stoptrein). Außerdem wird der Zug in Gießen geteilt (vgl. Sittard)
RE Frankfurt - Kassel: Der Zug hält bis Marburg nur in Friedberg und Gießen.
RE Frankfurt - Fulda: Der Zug hält bis Wächtersbach nur in Gelnhausen, L.selbold, Hanau, Offenbach und F.Süd, danach überall.

Ich will garnicht abstreiten, dass mir das niederländische Eisenbahnnetz sehr gut gefällt. Die deutschen IC(E) - Verbindungen würde ich jedoch eher mit dem internationalen Verkehr der NL vergleichen.

Und da (beim echten Fernverkehr) sieht es in den NL doch eher mau aus. Es gibt nur Fernzugverbindungen Richtung Hannover, Köln und Brüssel(-Paris). Diese sind nicht nur selten, sondern großteils auch langsam. Fernverbindungen von Rotterdam Richtung Deutschland fehlen ganz, ebenso Direktverbindungen Richtung Hamburg.

Der ICE von Amsterdam nach Arnheim benötigt 1 Stunde, für gerade einmal 100km. Es mag ja sein, dass der Boden für den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken schlecht geeignet ist und dass NL sehr dicht besiedelt ist. Dieses Argument trifft aber eigentlich nur für die Randstaad zu. Zwischen Utrecht und Arnhem oder zwischen Breda und Venlo ist die Besiedlung längst nicht so dicht und der Boden auch nicht so schlecht.

Holger


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