Seltsames [SK]-Schlängeln im saublöden Seuchenjahr – Kap 3/5 (Reiseberichte)
In der Slowakei bin ich wirklich krass unterwegs. Ich versuche nicht nur, möglichst viele Bahnstrecken zu befahren (egal ob Vollbahn, Kleinbahn oder Tram^^), sondern möchte auch möglichst viele Landkreise besuchen. Einer der Kreise, die mir noch fehlten, war Veľký Krtíš. Dorthin fahren keine Züge. Deshalb startete ich zunächst mit dem Bus ab Zvolen. Da mir im Zweifelsfall sogar eine Durchfahrt ausreicht, plante ich nicht, dort groß Zeit zu verbringen (ich konnte partout keinen Anlass finden :p), sondern stieg bloß um. Lt. App konnte ich statt in der Kreisstadt bereits in Modrý Kameň kurz nördlich davon umsteigen und in den folgenden Bus gleich an der ersten Station einsteigen. Von Zvolen bis Modrý Kameň fuhr ich 70 min, dort wartete ich eine knappe halbe Stunde, dann fuhr ich 80 min weiter bis Lučenec. Später erfuhr ich: Die Kreisstadt Veľký Krtíš ist von allen slowakischen Städten (nicht nur Kreisstädten) die mit dem größten Einwohnerverlust im Zeitraum 2011 – 2019. Fast jeder 10. Bewohner zog hier weg. Das Problem des Wegzugs betrifft die Städte im Osten des Landes nicht so arg, wie ich angenommen hatte (dort wahrscheinlich weniger die Städte, sondern eher die Dörfer), sondern überall im Land abgelegene Regionen, die schlecht an die Verkehrsachsen des Landes angebunden sind... Gut, dass ich mich nicht in der Kreisstadt aufhielt, die sah auch wirklich nicht schön aus.^^ Vom Zuzug profitiert indes erwartungsgemäß die Hauptstadt Bratislava und v. a. ihre Vororte. Viele Slowaken gehen auch ins Ausland, aber insgesamt ist die Einwohnerzahl des Landes weiterhin leicht gestiegen.
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158 Viel schöner als der Bahnhof ist der Busbahnhof von Zvolen auch nicht :D
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159 Paprikakirche. Auf der anderen, auf der dunklen Seite… Da wo Ausländer nicht hindürfen…
Von Lučenec fuhr ich mit dem Zug eine Stichstrecke Richtung Norden. Beim Blick auf die Karte hatte ich mir eine schöne, kurvige Bergstrecke vorgestellt. Tatsächlich war die Fahrt landschaftlich wenig spannend, dafür umso langsamer: Für die 41 km bis Utekáč brauchte der Zug 1:20 h. Ich hatte die Wahl, ob ich 3 oder 123 min dort verbringen wollte, und entschied mich direkt für die Rückfahrt. :p Wie viele slowakische Tfs, die auf den schlechten Nebenstrecken unterwegs sind, wohl einen Wackeldackel im Führerstand haben? :-s
Am Nachmittag war ich dann wieder in Lučenec, beschaute die Stadt und ging futtern.
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160 Huch, bin ich jetzt im falschen Land!? Nein, der Zusatz bezieht sich auf den Aufenthalten von Hussiten in dieser Gegend im 15. Jahrhundert. Lt. Zensus wohnte 2011 genau ein Tscheche im Ort (genauso viele Ungarn, 453 Slowaken und 50 Personen, die keine Angabe machten ;-) ).
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161 – 162 Utekáč, die Endstation in den Bergen
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163 Die Synagoge in Lučenec
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164 – 167 Impressionen von Stadtplatz in Lučenec
Nach 2 h Aufenthalt fuhr ich zurück nach Zvolen. Leider hetzte ŽSSK mir schon wieder eine Brotbüchse auf den Hals... Wenigstens gab es einen Beiwagen, und für 1:07 h war das ganze auszuhalten.
Am Abend blieb ich in Zvolen. Mein Herz schlug höher, als ich Döner für 3 € sah. Mit Käse für 3,20 €! *‿* Freilich konnte er es nicht mit einem Berliner Döner aufnehmen, aber mit einem für Münchner Verhältnisse guten Döner durchaus! :p
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168 Zurück nach Zvolen
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169 Geschafft!
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170 Die evangelische Kirche in Zvolen am Abend…
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171 …oder am Morgen
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172 Die Nordende vom Platz des Slowakischen Nationalaufstandes steht die katholische Kirche der Hl. Elisabeth
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173 Sonst hat der Hauptplatz der Stadt zwar ein paar nette Cafés, aber keine weiteren Baudenkmäler
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174 Einziges architektonisches Highlight in Zvolen: Die Häuser des Architekten D. Jurkovič entstanden in den 20er Jahren.
Mit nur drei Bahnfahrten (alle pünktlich) war das der Urlaubstag in der Slowakei mit dem zweitgeringsten Bahnanteil. :D
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