Kap. 2/4: (Früh-)Sommer in Südwesteuropa [FR] (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Mittwoch, 03.06.2020, 20:31 (vor 2119 Tagen)

Hallo liebes Forum,

im ersten Kapitel hatte ich schon einen groben Überblick über meine geplante Tour gegeben.
Bisher ging es von Malta über Sizilien nach Rom und schließlich im Thello bis Nizza. Dort machen wir nun weiter.

Planungsfehler der gröberen Art: Ich plante, in Nizza zu sein, während in Monaco die Formel 1 stattfand. Mit Einschränkungen in Nizza rechneten wir deswegen nicht, aber die Veranstaltung führte in der gesamten Umgebung zu Hotelpreisen, die irgendwelchen ganz kruden Fantasien entsprangen. Drei Nächte für zwei Personen waren selbst in den schäbigsten Pensionen nicht für unter 300 € (plus ähnlich hohe Kaution) zu bekommen, für vernünftige Unterkünfte hätten wir min. 450 € hinblättern müssen. Gern hätte ich ja in Monaco übernachtet, aber da reichten die Hotelpreise in den einschlägigen Portalen von 1.000 bis 3.500 € – pro Nacht! Ventimiglia war uns zu weit weg, gerade am letzten Tag.^^ Deshalb nahmen wir ausnahmsweise eine Unterkunft über Airbnb. Für die komfortable Wohnung in Bahnhofsnähe zahlten wir nur 190 €.

Nachdem ich meine Sachen morgens in die auf Russisch beschriftete Waschmaschine geschmissen hatte (bloß Waschpulver konnten wir leider nicht finden ^^), gingen wir zum Bahnhof. Blöderweise waren wir dort nicht die einzigen, sondern mehrere hundert Stinktier-Fanatiker wollten nach Monaco, um zu beobachten, wie die Objekte ihres Fetischs im Kreis fuhren. Wir waren freilich zu einem anderen Zweck dort: Wir wollten den nur zweimal wöchentlich verkehrenden Russenzug begutachten. Doch leider kam man ohne Ticket-Kontrolle gar nicht erst zu den Gleisen, also mussten wir unser Objekt der Begierde durch die Glasscheiben der Bahnhofshalle fotografieren. -.-
Kurz danach fragte ich im Reisezentrum, ob ich meine bei der DB gekaufte Reservierung Paris – Mannheim ändern konnte. Und die SNCF konnte tatsächlich für eigene Züge die Reservierung nicht ändern. -.-
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174 Sooo viele Leute wollten beobachten, wie Stinktiere im Kreis fahren
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175 – 178 Getrieben von der Kraft des Wodkas :-)
Vormittags war der Himmel bedeckt, erst gegen Mittag klarte es ein wenig auf. Nach der Enttäuschung am Bahnhof liefen wir die berühmte Uferstraße Promenades des Anglais entlang. An deren östlichem Ende erhebt sich der Schlossberg. Das namensgebende Schloss gibt es schon seit 1706 nicht mehr, doch die Erhebung bietet phantastische Ausblicke auf die Küstenpromenade & Altstadt im Westen sowie auf den Hafen im Osten.
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179 Leider nicht unsere Absteige
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180 – 182 Der Strand von Nizza
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183 Nahe der Altstadt
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184 – 185 Die Promenade des Anglais von oben
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186 Die Altstadt von Nizza
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187 Das Quartier du Port im Osten von Nizza
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188 Da hab ich mein Schiffchen gut eingeparkt B-)
Anschließend nahmen wir Teil am Touri-Gewühl in der Altstadt. Auch Nizza schaut nicht wirklich französisch aus – kein Wunder, gehörte die Stadt doch bis 1859 zum Piemont. Nachmittags zog es sich wieder zu, just nachdem wir uns für irgendwas knapp unter 6,90 € ein Eis geholt hatten, fing es an zu regnen.^^ Zurück in die Unterkunft wollten wir noch die Tram testen, welche in der Innenstadt faszinierenderweise über längere Abschnitte ohne Oberleitung auskommt.
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189 – 191 Nicht gerade typisch französisch
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192 – 194 Welch billige Fälschung einer Tram – die hat ja nicht einmal ne Oberleitung!
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195 Huch!
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196 Wenn der Chef sich meldet (mein Chef fand den übrigens ziemlich gut^^)
Abends wollten was futtern. Die parallel zur Promenade des Anglais verlaufende Rue de France war eine regelrechte Fressgasse, Dutzende von Restaurants reihten sich aneinander, was sich aber leider kaum auf die Preise auswirkte. Irgendwann fanden wir ein Restaurant, bei dessen Preisen wir das Gesicht nur so weit verziehen mussten, dass es gerade noch zum Essen reichte. 0,5 l Bier gab es für 7,50 € – das war ja teurer als auf dem Oktoberfest! Dennoch ließ ich mir die Froschschenkel nicht nehmen.
Gesättigt, aber fast pleite liefen wir noch über den Strand.
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197 Traumfrösche
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198 Abends am Strand
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199 Wenn man zu viel Geld übrig hat
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200 Die Zimmerpreise des Hôtel Negresco
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201 Falls jemand 4.800 € für Rotwein ausgeben möchte, hat er hier tatsächlich eine Gelegenheit dazu. 15 % Trinkgeld nicht vergessen. ;-)
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202 Die Menükarte. Preise ganz unten.

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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