Das einzige was unglücklich ist, wenn ein Zugteil fehlt (Aktueller Betrieb)

Mario-ICE, Freitag, 29.05.2020, 18:50 (vor 2334 Tagen) @ Paladin

Ich habe die Aussage mal für die Überschrift gekürzt, denn ich finde, dass dies genau die EInstellung ist, die zu einer Abwärtsspirale in der Transportdienstleistung führt.

"Dies ist ja nciht so schlimm." - "Ach das macht nichts, da kann man ja das und das machen."

Das sind alles Ausreden für eine Minderleistung. Wenn jemand nicht so schnell ist, oder viel Gepäck hat, oder selten Bahn fährt und daher generell überfordert ist, oder oder oder ... dann ist eine 'kleine' Abweichung eben schon ein Problem.

Wenn ich einen Apfel bezahle, möchte ich keine Tomate erhalten.

Wenn ich einen Satz M-16 Schrauben aus Aluminium bestelle, möchte ich keine M8 Schrauben aus Kobalt-Chrom.

usw.

Fakt ist doch: Menschen erhalten Informationen und Menschen möchten sich auf diese Informationen verlassen können, dazu gehört:

Wagenreihung: -> Wenn es auf Dauer nicht möglich ist, diese wie angegeben bereitzustellen, dann müssen halt digitale Wagenstandsanzeiger her. Ggf. mit einer Benachrichtigung bei Online-/Mobiltickets (E-Mail/Push-Benachrichtigung). Ich verstehe bis heute nicht, warum das nicht möglich ist.

Zug fährt früher, aber Baustelle war ja bekannt und es stand ein "!" in der Buchung: So what? Wenn die Fahrt buchbar ist, dann ist zumindest der Beförderer dafür zuständig, dass der Kunde korrekt über Änderungen informiert wird, soweit möglich. Nicht der Kunde hat da hinterherzulaufen. Ich erinner mich noch gut, dass ich mal einen Nachtzuganschluss wegen sowas verpasst habe als ich von Rostock nach Rimini mit dem Zug gefahren bin (Magdeburg-München mit CNL, wenn ich mich richtig erinnere).

Verzögerungen im Betriebsablauf -> Wir sind zu spät, weil wir zu spät sind. Diese Nicht-Info kann man sich auch gern klemmen.

Verspätete Bereitstellung -> Hatte ich vor kurzem erst mein Unverständnis für ausgedrückt, muss ich ja nicht wiederholen.

Es gibt mit SIcherheit ein Finanzierungsproblem seitens des Bundes, ein NIMBY-Problem seitens der Bürger und Bürgerinitativen, aber die "Das ist doch alles gar nicht so schlimm"-Einstellung macht es halt nicht besser, im Gegenteil.

Und an vielen Dingen wird gearbeitet. Die Umsetzung wünschte man sich manchmal schneller, aber es gibt halt viele Schnittstellenpartnet und leider völlig veraltete Systeme, die einer wünschenswerten Flexibilität im Wege stehen.


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