I Bimz nicht überzeugt (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 08.03.2020, 09:43 (vor 2272 Tagen) @ 218 466-1

Warum nicht in denen? :P


Nah, RJ kommt nicht an den MET heran, ausser in der Vmax. Eigentlich auch nicht an Bimz. Auf der Arlbergbahn den direkten Vergleich im Jahr 2014 Bimz (IC 1218 München - Frankfurt) und Afmpz (RJ 362 Innsbruck - Blundenz (-Zürich)... ersterer hat gewonnen, zwecks Möglichkeit zum Rübe rausstrecken bei der Landschaft. ;)

Wieso findest du den RH scvlechter als den MET? :(

Eh, die Flixkiste wäre wohl am ehesten was für mich, bloß graust's bei mir noch immer, bei 200 km/h am offenen Fenster zu sitzen.


Wieso? Das war zu IR-Zeiten ganz normal u.a. zw. Stuttgart und Mannheim.

War normal, is es nicht mehr. Und das ist auch gut so.

Eigentlich sehr gut beschrieben und ich frage mich, wieso ich ernsthaft Flix als Konkurrenz angesehen hab... denn ich weiß, wie Konkurrenz richtig läuft - ob in Tschechien oder Österreich.


Wirtschaftlicher Bahnverkehr ist in Deutschland nicht möglich. Selbst DB schafft das nur auf wengen Strecken in der HVZ unter extremem Sparzwang und diese Züge müssen das Defizit anderer FV-Züge ausgleichen.

In Österreich und Tschechien werden bei der Staats/Bundesbahn Fernverkehre teilweise auch bestellt, das ist in Deutschland ja aus Gründen nicht erlaubt.

Private EVU müssen sich daher ein paar wenige luktrative Strecken zu den besten Reisezeiten aussuchen. Wenn man ganztags im Taktverkehr fahren würde, wäre das bereits eine Fahrt direkt zur Insolvenz.

Aber warum funktioniert es in Tschechien und in Österreich (letzteres für eine Zeit sogar im Halbstundentakt) sehr sohl?

Anders als DB, werden Flix & Co nicht vom Staat unterstützt.

Allerdings nicht due h Bestellungen im Fernverkehr.


Da das daher ein sehr riskantes Geschäft ist, macht es auch Sinn, günstige Gebrauchtfahrzeuge einzusetzen, die man im Fall des scheiterns zum Bender überführen kann, statt teure, fast nagelneue Züge unter Wert verkaufen zu müssen. Die werden nur beschafft, wenn sich Flix dauerhaft etabliert.

In Tschechien dettt Regiojet von vornherein auf gebrauchte, klimatisierte Wagen. Teils auch auf neue aus Rumänien. Warum kann das Flix nicht?

Die Trassengebüren in Deutschland sind eine Farce, da der Staatskonzern DB diese an sich selbst zahlt.

In Österreich das selbe, trotzdem funktioniert der Wettbewerb.

Ob DB Fernverkehr oder DB Netz - unterm Strich egal. Ohnehin eine miese Idee der EU mit dem "Wettbewerb". Nur bei GZ funktioniert das, weil sich DB Cargo mehr oder weniger freiwillig, weitgehend zurückgezogen hat.

Wenn es um Taktfahrpläne ginge, wäre ein freier Netztugang ohne Priorisierung solcher natürlich ein Problem. Aber anderswo, mit entsprechendem Angebot, kann man im Fernverkehr zumindest einen Wettbewerb in gewisser Hinsicht schon etablieren.

Ich lege Wert darauf, von bestimmten Tfz gefahren zu werden, auch wenn ich nicht in der Lok selbst fahre. Eine 182 statt einer 101 am IC wäre für mich Grund gewesen, Fahrten abzusagen, oder zu verschieben. Z.B. die Gäubahn wäre heuer nichts mehr für mich. Ich hatte mich aber stets über Umlaufpläne informiert.

Dabei hat die 182 so eine schöne Tonleiter bei der Anfahrt... was magst du daran so wenig?

Vor dem Jahr 2000 gab es solche Probleme nicht, da alle Züge bequem waren und hässliche Loks bis auf BR 232 noch nicht existierten.

Ich finde die meisten Züge ja immer noch bequem...

In NJ ist es wieder so. Es gibt keie unbequem und/oder hässlichen Züge. Siemens kann so

viel schönere Loks produzieren, als den Schienen-LKW Vectron in Europa mit dem komischen Kühlergrill.

D'accord, das Design des Vectron war für mich auch erstmal gewöhnungsbedürftig. .

Eisenbahn ist ja auch am Ende Massenbeförderung. Was ich unnötig finde ist, dass man dann immer noch mehr Geld verlangt als für den Regionalverkehr. Ich glaube bei gleichem Preisniveau würde man eher den Komfort eines ICE wertschätzen.


Es gibt leider zu wenig Geniesser, die Luxus schätzen und bereit sind, dafür mehr auszugeben bzw. die meisten von denen bevorzugen die S-Klasse...

Das sieht man im Railjet, die Business-Klasse wurde bei den neueren Zügen abgespeckt, es gibt einfach nicht viele Menschen, die das nutzen.

Wieso nicht die S-Bahn nehmen?


Was in AT S-Bahn war, ist in DE nun IC. Das sagt alles, über das Niveau der DB. ;)

Nicht nur der DB. Ich sehe keine Privatbahn, die im Regionalverkehr in der zweiten Klasse durchgängig auf verstellbare Sitze setzen würde.

Oder in einem Wagen made in Romania?


Wäre ich sehr gerne gefahren. Das ist für DB aber leider zu komfortabel und zu zuverlässig.

Für Regiojet halt Standard-Klasse. Das ist eigentlich interessant, wenn eine Privatbahn mehr Beförderungsqualität zum günstigeren Preis bietet als die Staatsbahn, nicht?

Hätte man diese Wagen, statt ICE4 und IC2 beschafft, gäbe es nicht so viele Zugausfälle und dafür besseren Komfort, aber so weit zu denken, kann man von den Managern nicht erwarten, oder es wurde gezielt vermieden, da das vmtl. weniger Prämien bedeutet hätte.

Dafür hat man halt jetzt die Züge der WESTbahn. Also durchaus komfortable Ledersitze in der zweiten Klasse.

Und sagen wir es mal so, ich halte den ICE-T für komfortabler als den Railjet oder den gesamten Fernverkehr der ČD.
Die DB hat im Vergleich zu einigen Nachbarländern eben sehr wohl einen Komfort, auf den andere neidisch hinaufblicken würden...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum