ET 425 in München (Allgemeines Forum)

IC2083, Dienstag, 05. November 2019, 09:59 (vor 17 Tagen) @ Henning

Das meiste dazu ist schon gesagt, aber dennoch muss ich auch noch meinen Senf dazugeben:

Wenn nicht so viele 423er auf einmal zum Redesign gehen würden, gäbe es dieses Problem ziemlich sicher nicht. Insbesondere dass die Fahrzeuge teilweise nach Krefeld geschickt werden und dass die Teile dafür vom Hersteller in Ybbstal ebenfalls teilweise dorthin gebracht werden, halten ich und ein Freund von mir für eher unsinnig, da es ziemlich große Entfernungen sind.

Diese Ausführungen sind im Zeitalter der Globalisierung sehr realitätsfern. Was meinst Du woher die Dinge kommen, die Du kaufst? Das sind nicht nur die Lebensmittel (Tomaten und Tiefkühlbrötchen kommen schon teilweise aus China..). Und wer kauft seine Schuhe schon beim Schumacher, um die Ecke? Nein die kommen aus Fernost, werden dann in irgendein Lager in Europa geschickt, dann zum Kunden nach Hause, der tauscht sie um und schickt sie wieder zurück, und im Zweifel landen sie gleich anschliessend auf einer Müllhakde in der dritten Welt.

BMW und Mercedes produzieren Autos in den USA, die nach Deutschland importiert werden. Die Teile -kommen genauso wie für hier produzierte Autos. aus Mexiko, Fernost, Polen, der Türkei. Teilweise werden die Teile dann in eine Aggregatefabrik (z.B. ein Motorenwerk in Ungarn) geliefert, dann baut man die Teile in der Endmontage in einem anderen Werk irgendwo auf der Welt...
Nicht ganz so extrem gab es das schon vor der Globalisierung. Die Deutsche Beamtenbahn hat ihre Fahrzeuge in bestimmten Werken unterhalten. So wurden die V200 und VT08 in Nürnberg unterhalten, obwohl die Fahrzeuge nur in NRW, NI und SH eingesetzt wurden. Münchener 103 gingen nach Opladen, dafür andere Elloks nach Freimann usw. Als die Hamburger 471 nochmal untersucht wurden, wurden diese nach Stuttgart-Cannstadt geschleppt (und wieder zurück). Und sicherlich wurden auch viele Ersatzteile von Ohlstedt nach Cannstadt transportiert. Aber Cannstadt war nicht ausgelastet und Ohlstedt zu klein...


Aus diesen Gründen empfinde ich, dass das gesamte nicht optimal organisiert ist. Wenn man die 423er nur in Nürnberg umbauen würden und die Modernisierung dafür aber zwei Jahre länger dauern würde, gäbe es das ganze hin und her ziemlich sicher nicht. Was meint Ihr dazu?

Wenn die Welt so einfach wäre..
Werden die 423 eventuell auch hauptuntersucht? Wenn das der Fall wäre, dann würde ein Verschieben der Modernisierung entweder doppelte Abstellzeiten und teils doppelte Arbeiten bedeuten -bzw. die Fahrzeuge werden so lange abgestellt (bis zu 2 Jahre?).. Dann sollen also 425er in Frankfurt herumstehen, damit auch 423 im München herumstehen können? Ich weiß nicht, ob die 423 auch hauptuntersucht werden, ich nehme es aber an. Dann müssen Modernisierung und Hauptuntersuchung in einem bestimmten Zeitfenster erfolgen, und da müssen freie Kapazitäten gesucht werden. In der Schweiz werden jetzt Wagen (EW IV?) für weitere Einsätze (bis über ihr 50.Lebensjahr hinaus) generalüberholt. Dabei wird eine größeres Los der Wagenkästen in Neumünster aufgearbeitet... Und dabei gibt es das in Italien bestimmt näher und günstiger, aber auch besser?


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