MGB Visp - Zermatt (Fahrkarten und Angebote)

ThomasK, Donnerstag, 02.08.2018, 11:54 (vor 2792 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von ThomasK, Donnerstag, 02.08.2018, 11:56

Ich glaub, ausserhalb der Strecke Visp-Zermatt gehen die DB-Sparpreise auch weiterhin. Was die Strecke Visp-Zermatt betrifft, so kann ich dir versichern, dass die MGB gar nicht auf Sparbillette angewiesen ist, um die Züge gut zu füllen. Auch zur Nebensaison hat man da unter Tags eine verhältnismässige gute Auslastung und die fahren da mit sieben Wagen durchgehend im Halbstundentakt. In Zermatt gilt sowieso ein ganz anderes Preisniveau.


Ja, die Strecke Visp - Zermatt ist sehr gut ausgelastet.

Ich gehe davon aus, dass, wenn am 28.09.2018 die neue 3S-Bahn in Zermatt eröffnet wird, die Fahrgastzahlen zwischen Visp und Zermatt nochmals anziehen werden. Zwischen Täsch und Zermatt wird ja die Strecke um eine weitere Doppelspurinsel ergänzt werden. Diese zusätzliche Doppelspurinsel ist ja im Ausbauschritt STEP 2035 ebenso wie der 15-Minuten-Takt Täsch - Zermatt bereits enthalten. Auch zwischen Visp und Stalden-Saas wird wohl eine weitere Doppelspurinsel realisiert werden.

Dringend notwendig ist auch eine Abzweigstrecke von Stalden-Sass nach Saas Fee. Die Eisenbahn nach Saas Fee hat man immer wieder diskutiert, aber weil die Ausfädelung aus der bestehenden Strecke in Stalden-Saas sehr teuer ist und man auch zwischen Saas Grund und Saas Fee sehr teure Kunstbauten benötigt, ist diese Strecke leider nicht in Step 2035 enthalten.

Vermutlich wird diese Abzweigstrecke Stalden-Saas - Saas Fee erst dann realisiert werden, wenn die Seilbahnverbindung Saas Fee - Oberrothorn - Zermatt in Betrieb sein wird. Aufgrund des heftigen Widerstandes einiger Umweltgruppen wird das aber wohl noch 20 Jahre dauern, ehe sich die Bergbahnen Saas Fee durch alle Instanzen durchgeklagt haben, um vom BAV eine Konzession zu bekommen. Leider wurde vor ein paar Jahren die bereits erteilte Konzession für eine PB auf den Feekopf widerrufen.

Gleichwohl glaube ich, dass in jedem Fall eine Volksabstimmung notwendig sein dürfte, um den Bau der Eisenbahn nach Saas Fee politisch durchzusetzen. Das scheint genauso eine jahrzehntelange Geschichte zu sein, wie der zweigleisige Ausbau Tutzing - Garmisch. Da aber im Hinblick auf die neue dreifache Weltrekordbahn auf die Zugspitze die Touristenzahlen in Garmisch mittlerweile um 30 % angezogen haben, hoffe ich, dass es in den nächsten Jahren jetzt irgendwann doch mal etwas wird mit dem zweigleisigen Ausbau Tutzing - Garmisch. In der Schweiz ist es ja so, dass bei mehr als 8000 Fahrgästen täglich das BAV von einem 15-Minuten-Takt ausgeht. Leider ist das BAV für die Strecke Tutzing - Garmisch nicht zuständig, denn dann wäre die Strecke längst zweigleisig.


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