Ohne Monopolzerschlagung kein fairer Wettbewerb (Allgemeines Forum)

flierfy, Samstag, 28.07.2018, 17:13 (vor 2842 Tagen) @ Christian_S

Die Rahmenbedingen sind eben nicht für alle gleich, da ein Konzern das von Steuermitteln unterhaltene und ausgebaute Netz zu seinen Gunsten betreiben darf und alle anderen EVUs dem Preisdiktat des Monopolisten ausgeliefert sind. Der Zugang kann erst dann diskriminierungsfrei für alle werden, wenn der Monopolist zerschlagen wird.


Das ist zu einfach gedacht. Auch z.B. DB Fernverkehr hat für Einzellagen z.T. schon Trassen hinnehmen müssen, die alles andere als schnell und gut waren, aber sie mussten sich eben dem Takt fügen ...
Es ist also eine zu einfache Erklärung, weil DB und DB erstmal gleich klingt, das die sich dann auch ihre Trassen aussuchen können.

Praktisch können sie es aber. Die DB Töchter zahlen sich gegenseitig die Trassengebühren. Damit kann DB Netz irrwitzig hohe Trassenpreise verlangen, ohne dass sich das im Konzernergebnis widerspiegelt. Und wenn DB Fern das einzige EVU ist, dass die überteuerten Expresstrassen bestellt, werden sie bevorzugt bedient, bei der Trassenvergabe als auch im laufenden Betrieb.

Das liegt aber daran, das diese eher kleinen, abgelegeneren Flughäfen etwas tun müssen, um überhaupt Kunden zu bekommen, um sich selbst zu erhalten. Also müssen sie den Unternehmen was bieten, das diese sich auf das unternehmerische Risiko einlassen, dort zu landen.

Diese Flughäfen gehören geschlossen. Das sind reine Subventionsschleudern, an denen sich Raubtierkapitalisten mästen. Es gibt keinen Grund, so etwas zu erhalten.


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