Flixtrain geht gegen Trassenvergabe vor (Link) (Allgemeines Forum)

agw, NRW, Freitag, 27.07.2018, 17:21 (vor 2843 Tagen) @ Christian_S

Erhalten Ryanair und Co die Flugslots bzw Landegebühren auch ermäßigt, weil sie Kampfpreise anbieten wollen?^^

Es ist durchaus üblich, dass Fusionen zur einer größeren Marktbeherrschung nur zugelassen werden, wenn den übrigbleibenden Mitbewerbern Sonderrechte eingeräumt werden. Meist muss das neue größere Unternehmen den kleineren etwas abgeben und die kleineren bekommen weitere Vorzüge.
Das können Flugslots sein (schon so oft gelaufen).

Andere Beispiele wären, dass bei einer Fusion Tankstellen abgegeben werden mussten. Im Beispiel der DB hätte das geheissen, dass sie z.B. die Linie 10 inkl. Züge an einen kleineren Mitbewerber abgeben/verkaufen muss.

Ich habe jetzt kein konkretes Beispiel im Kopf, aber ich meine, es gab auch schon Fusionen, wo den kleineren Vorteile bei den Lohnzahlungen gegeben wurden.

Eine letzte Fusion war ja O2/E-Plus (die damit nur ca. ein drittel des Markts beherrschen, nicht 99%), wo ein fünftel der Netzkapazität an Drillisch ging (und noch weitere Sachen). Am Beispiel der DB könnte man vielleicht sagen, dass die DB 20% ihrer FV-Trassen hätte abgeben müssen. Also wenn die neue DB 33% des Marktes beherrschen würde. 99% würde keiner erlauben.

Als internationales Beispiel vielleicht noch der Alpha-Prozessor. Als Intel den Besitzer des Alpha-Prozessors gekauft hatte, musste Intel es einer Konkurrenz ermöglichen, dass sie den Prozessor ebenfalls herstellen kann, um weder den Preis bestimmen zu können, noch ihn einfach einstampfen zu können.
Ein Vergleich zur Eisenbahn ist schwierig, aber bei der DB hätte es vielleicht geheissen, dass die Konkurrenz den Siemens/DB-ICE4 zum gleichen Stückpreis wie die DB hätte kaufen können.


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