Oder... (Allgemeines Forum)

Ösi, Sonntag, 20.05.2018, 20:50 (vor 2877 Tagen) @ musicus

Das glaube ich nun nicht so ganz. Man weiß lediglich, wie viele Menschen zuggebunden mit den jeweiligen Zügen reisen. Nachdem Flexpreise und Zeitkarten ein - völlig zu Recht - gänzlich offenes System schaffen, kann man eben nicht „mit ziemlicher Sicherheit“ (was heißt hier eigentlich „ziemlich“) und „im Vorhinein“ (wie weit eigentlich?) wissen, wie viele Reisende einen konkreten Zug besetzen werden, sondern bestenfalls auf Grundlage längerfristiger Erfahrung zu Schätzungen kommen.

Da Flexpreis- und Zeitkartenfahrer die Minderheit darstellen, sind verkaufte Sparpreise ein guter Gradmesser. Der Rest sind Schätzungen aus Erfahrung.

Mit welchem Nutzen? Der/Die zuggebunden Reisende wird wohl aus tariflichen wie auch reiseplantechnischen (Reservierung, Anschlüsse...) Erwägungen nicht vom gebuchten Schema abweichen. Und geübte Flexfahrende hat „seine“ Verbindungen oft im Kopf und rechnet nicht mit spontan aufpoppenden Zusatzleistungen (die oft genug mit altem IC-Material gefahren werden und daher einigen schon deswegen nicht gefallen dürften).

Man kann auch für Zusatzzüge zu vorher feststehenden Ereignissen (Ostern, Weihnachten, Messe, ...) zuggebundene Tickets verkaufen. Auch Flexpreis-Reisende können eine kleine Abweichung verkraften, wenn sie dafür einen Sitz- statt einen Stehplatz brauchen.

So oder so bräuchte es Reserven an Personal und Rollmaterial, da wären geplante Verdichtungen im Fahrplan mMn nachhaltiger.

Der Vorteil ist: Bei der Bahn geht beides.


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