OT: "Profiling" und Rassismus (Reiseberichte)

musicus, Sonntag, 07.01.2018, 20:29 (vor 2999 Tagen) @ FrankenBahn111
bearbeitet von musicus, Sonntag, 07.01.2018, 20:30

Aber in vielen Situationen ist entscheidend, inwiefern sich jemand "verdächtig" verhält

Volltreffer! Verhalten ist sehr wichtig, ich glaube zu verstehen, was du mitteilen willst.

und das muss oft an äußeren Merkmale festgemacht werden.

Rohrkrepierer. Aussehen und Verhalten auf kurzem innerem Dienstweg gleichzusetzen ist Rassismus per Definitionem und par excellence.

Und die Zahlen und Statistiken zeigen, dass die Methode durchaus eine gute Erfolgsquote hat.

Der Zweck heiligt die Mittel?

Ein paar Fallbeispiele zur Erläuterung:

  • Im Bahnhofsumfeld soll sich um das Drogenmileau "gekümmert" und Dealer dingfest gemacht werden. Die Beamten machen eine Gruppe männlicher, schmal aussehender, etwas ungepflegter Personen mit Bauchtasche und Rucksack aus, die längere Zeit an der Rückwand eines Kiosk stehen. Sollen sie kontrolliert werden?
  • Die Bundespolizei soll sich um illegale Einwanderung an der österreichisch-bayerischen Grenze "kümmern" und eventuelle Grenzüberschreiter identifizieren. In einem Zug aus Zagreb in Richtung München haben sie 10 Minuten Zeit für die Kontrolle am Salzburger Bahnhof und entdecken unter den Reisenden zwei schwarzhaarige, arabisch aussehende Männer. Sollen sie kontrolliert werden?

Das sind ein paar Fallbeispiele für Symbolpolitik für die dümmliche Sorte Wähler. Weder wird man am Bahnhofskiosk einen Drogenring sprengen noch in Salzburg binnen 10 Minuten die Migration nennenswert regeln. Die "Dealer" haben es kaum nötig selbst in der Gosse Stoff unters Volk zu bringen und zum illegalen Grenzübertritt ist die deutsche Grenze löchrig genug.

In welchen Fällen dürfen Äußerlichkeiten einen Verdacht begründen, und in welchen nicht?

In (fast) keinem. Blutüberströmte, offensichtlich bewaffnete oder maskierte etc. nehme ich mal aus.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum