"Profiling" ist Kern von Polizeiarbeit (Reiseberichte)

FrankenBahn111, Sonntag, 07.01.2018, 18:31 (vor 2995 Tagen) @ Blaschke

Da hab ich ja durch einen Nebensatz in einem Reisebericht eine ordentliche Diskussion angefeuert ;)

Meines Erachtens ist aber "Profiling", wenn auch das eingedeutschte Wort nicht immer dafür verwendet wird, ein durchaus wichtiges Element im Polizeialltag. Ich habe im Freundeskreis ein paar Polizeibeamte. Klar ist, dass reines "racial profiling" nicht erlaubt ist. Aber in vielen Situationen ist entscheidend, inwiefern sich jemand "verdächtig" verhält - und das muss oft an äußeren Merkmale festgemacht werden. Bei Personenkontrollen oder z.B. bei Schleierfahndung auf der Autobahn (in Bayern) müssen die Beamten in Sekunden entscheiden, wen es nun erwischt, und wen nicht (weil alle zu kontrollieren geht einfach nicht). Und die Zahlen und Statistiken zeigen, dass die Methode durchaus eine gute Erfolgsquote hat.


Ein paar Fallbeispiele zur Erläuterung:

In beiden Fällen würde eine Kontrolle ausschließlich an äußeren Merkmalen festgemacht. Im ersten Fall ist das Vergehen, das geahndet werden soll, illegaler Handel mit Betäubungsmitteln; im zweiten Fall der illegale Grenzübertritt. Die Frage ist nun: In welchen Fällen dürfen Äußerlichkeiten einen Verdacht begründen, und in welchen nicht?

Ich möchte darauf jetzt keine Antwort geben, aber eine gewisse Diskussionsgrundlage sollen die Beispiele liefern. Polizisten, die mit Grenzkontrollen beauftragt sind, haben da sicherlich keine einfache Aufgabe, wenn sie ihre Entscheidungen und Taktiken festlegen und rechtfertigen wollen.

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Einfahrt IC2082 "Königssee" in Würzburg Hbf


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