Colaholikers Comeback: Der Epilog (Reiseberichte)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 26.10.2017, 14:03 (vor 3077 Tagen) @ Colaholiker

Wieder in Deutschland angekommen, gab es doch noch einiges zu erledigen. Schließlich hatte ich am Anreisefreitag "geringfügig" mehr als 2h Verspätung, am Anreisesamstag ist der Zug komplett ausgefallen, und ein Vierteltank voll Diesel steht auch noch zur Debatte.

Also habe ich dem Reisezentrum im Hildesheimer Hbf einen Besuch abgestattet. In Hildesheim hat dieses Reisezentrum einen schlechten Ruf - jetzt weiß ich auch, wieso. Eine der zwei zu meinem Besuchszeitpunkt dort arbeitenden Damen hat ihren Lebenssinn offensichtlich darin gefunden, jede Anfrage abzubügeln, egal wen sie vor mir bediente, es hieß immer nur "geht nicht, gibts nicht, machen wir nicht, ...". Leider kam ich bei ihr dran, schilderte ihr zuerst das Malheur des Samstags - da hatte ich nämlich eine Papierfahrkarte (gebucht via comfort-Hotline, da anders keine zusammenhängenden Plätze mehr zu bekommen waren, gezahlt per Kreditkarte, abgeholt als BahnTix. (Steht sogar drauf.)
Ich lege die Fahrkarte und die Reservierungen hin. Erste Reaktion "Da müssen Sie dahin gehen, wo Sie die gekauft haben." Ich hatte bereits zuvor die telefonische Buchung erklärt, weshalb ich mir ein "Ich kann die Fahrkarten leider weder in mein Telefon noch zurück in den Automaten schieben." nicht verkneifen konnte. Sie schaut sich die Karten erneut an, nur um mir ein "Kreditkarte" entgegen zu schnauzen zu bekommen. Ich zücke die verwendete Kreditkarte "Falls sie meinen, mit welcher ich bezahlt habe - das war diese hier." - "Zahlungsbeleg!" Wenn ich über die Agentur meines Vertrauens buche, kommt beim Abholen der BahnTix in der Tat immer ein Zahlungsbeleg mit. Bei der Buchung kam nichts, also fragte ich freundlich, was sie meinte, denn abgesehen von der Verbindung, die ich nicht dabei hatte, kamen nur diese drei Zettel raus. "Ohne Zahlungsbeleg geht da nix," pampte sie mich an, "dann bringen Sie eben die Kreditkartenabrechnung mit." (Klar, ich warte jetzt erst mal auf die Abrechnung, drucke sie aus, tigere wieder hin, vielen Dank auch.)

Ich leite über zum FGR des vorherigen Tages, zücke mein Handy um das Handyticket anzuzeigen "Wenn Sie erst was suchen müssen, gehen Sie auf die Seite!!!" Das war der Moment, wo mir dann der Kragen platzte. "Erstens habe ich hier schon gefunden, was ich suche, zweitens steht keiner an, und drittens bin ich jetzt dran!". "Handyticket machen wir hier eh nicht", brüllt sie mir entgegen und wirft mir ein Fahrgastrechteformular hin. Ich habe ihr dann noch nahegelegt, wenn sie keinen Bock auf ihre Arbeit hat, soll sie gefälligst zu Hause bleiben, statt dem Ansehen der DB zu schaden. Schriftliche Beschwerde wird es jedenfalls in den nächsten Tagen noch geben. Daß man sowas auf die Kunschaft losläßt, ist wirklich das letzte, zum Glück aber meiner Erfahrung nach ein Ausnahmefall.

Bei Europcar wurde mir dann zumindest freundlich erklärt, daß das nur die vermietende Station regeln könnte, und ich dort anrufen sollte - aber auf meine Nachfrage konnte man mir wenigstens bestätigen, daß die Rückgabe sauber geklappt hat. Wenigstens etwas. Letztlich landete ich statt bei der angerufenen Station -mal wieder- bei der Reservierungshotline, die mich an den ausgesprochen freundlichen Kundenservice weiterleitete und alles zur Klärung aufnahm. Warten wir mal ab.

In Puncto Service bei Problemlösungen geht der Sieg diesmal also ganz eindeutig an Europcar. Mal schauen, ob, wie und wann ich das Geld von der DB, das mir in beiden Fällen ja zusteht, wieder bekomme. Angesichts der "Höhere Gewalt"-Debatte anderenthreads könnte sich für ersteres ja noch was ändern, aber eine Erstattung (die keine Entschädigungsleistung ist) für eine bereits bezahlte, aber nicht erbrachte Leistung kann man nicht von höherer Gewalt abhängig machen.

Fingerspitzen kühlen müssende Grüße,
der Colaholiker

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