CH: Bahn 2035: vernünftiges Zukunftspaket für 2035 (Allgemeines Forum)

sb, Montag, 02.10.2017, 11:53 (vor 3107 Tagen) @ Alphorn (CH)

Herzlichen Dank, dass Bahn 2035 (CH) hier angesprochen wird:

Hauptprojekte:
- Brüttener Tunnel nördlich Zürich für Vierspurausbau Zürich-Ostschweiz

Wiki/OSM-Karte zum Brüttener Tunnel

...überfällig, um schnelle und langsame Zugläufe zu entmischen (und damit faktisch eigene Gleise für den langsamen S-Bahnverkehr zu erhalten).

- Zimmerberg-Basistunnel II Zürich-Zug für Zweispurausbau

(ZBT II)

...und ergänzend mittels kleiner Beschleunigung Zug – Arth-Goldau auf eine ITF-kompatible Kantenzeit des Fernverkehrs Zürich HB – Arth-Goldau von 30' (vgl. Beitrag vom 22.10.2016).

- Viertes Gleis Bahnhof Zürich Stadelhofen (Nadelöhr der S-Bahn-Stammlinie)

zzgl. Doppelspurausbau Stadelhofen – Tiefenbrunnen

...überfällig, womit der damalige Schildbürgerstreich eines dreigleisigen Bahnhofs Stadelhofen mit eingleisiger Bestandsstrecke nach Tiefenbrunnen damit endlich behoben wird.

- Ausbau Genf-Lausanne für 4 IC und 4 RE pro Stunde und Richtung

...naheliegend, entsprechend der weiteren Nachfragesteigerung.

- Sehr viele Viertelstundentakte auf Hauptstrecken und regionalen Stichbahnen

...konsequent gemäß eidgenössischer Fahrplan- und Infrastruktur.

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Nicht in der Planung:
- Die S-Bahn-Stammlinie Basel ("Herzstück", erübrigt Wende in Basel SBB für viele S-Bahnen)

...war –vernünftigerweise– zu erwarten, siehe Beitrag vom 20.10.2016.

- Der Tiefbahnhof Luzern (momentan nur zwei [!] Normalspurgleise in der Zufahrt)

...war angesichts des enormen Investitionsaufwands für einen Tief-/Durchgangsbahnhof Luzern, der einen Großteil des Budgets für Bahn2035 belastet hätte, ebenfalls zu erwarten.

- Der direkte Tunnel Neuenburg - La Chaux-de-Fonds

...auch dies entspricht meiner Skepsis .

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(...) aber noch keine Netzgrafik.

Wie am Beispiel ZBT II geschildert, liegen den Ausbauplanungen aber bereits ITF-Konzepte zu Grunde, welche dank der in der Schweiz bereits mehrfach iterativ erfolgten Optimierungen wesentlich leichter implementierbar sind als in einem noch viel zu großem "Fahrplandurcheinander" wie in Deutschland.

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Bahnprojekte (und die Diskussion darüber) brauchen eine lange Vorlaufzeit. Ich bin gespannt, wie sich autonome Fahrzeuge (die es dann sicher gibt) auf diese Projekte auswirken werden.

Die Wünsche nach autonomen Zügen hätten im allgemeinen Bahnverkehr auf Bahn2035 (CH) keine besonderen fahrplantechnischen Auswirkungen; sehr wohl aber Maßnahmen wie ZLO/ADL (Zuglaufoptimierung, adaptive Zuglenkung) oder optimierte Zugabfertigungen, welche auch ohne autonomen Zügen möglich und im Regelbetrieb schon partiell realisiert sind.

Apropos Realisierung:

Dass in der Schweiz die Finanzierung bereits ein obligatorischer Teil solcher Investitionspakete ist, zeigt, warum dortige Projekte auch verlässlich und – anders als beim ÖPP/PPP-"finanzierten" Eurotunnel – ohne privatwirtschaftlichen Schaden realisierbar sind.


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