CH: Bahn 2035: Zürich/Genf gewinnen, Basel/Luzern verlieren (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 02.10.2017, 00:08 (vor 3108 Tagen)

Der Bundesrat (Exekutive) hat seine Empfehlung für den Ausbauschritt 2035 abgegeben. Die Sparvariante mit 7 Millidarden ist vom Tisch, es sollen 12 Milliarden ausgegeben werden. Das reicht aber bei Weitem nicht für alle Wünsche. Alle grösseren Ausgaben stehen im Zeichen der Kapazitätserweiterung und werden dort getätigt, wo eine Überlastung vorhanden oder absehbar ist.

Hauptprojekte:
- Brüttener Tunnel nördlich Zürich für Vierspurausbau Zürich-Ostschweiz
- Zimmerberg-Basistunnel II Zürich-Zug für Zweispurausbau
- Viertes Gleis Bahnhof Zürich Stadelhofen (Nadelöhr der S-Bahn-Stammlinie)
- Ausbau Genf-Lausanne für 4 IC und 4 RE pro Stunde und Richtung
- Sehr viele Viertelstundentakte auf Hauptstrecken und regionalen Stichbahnen

Nicht in der Planung:
- Die S-Bahn-Stammlinie Basel ("Herzstück", erübrigt Wende in Basel SBB für viele S-Bahnen)
- Der Tiefbahnhof Luzern (momentan nur zwei [!] Normalspurgleise in der Zufahrt)
- Der direkte Tunnel Neuenburg - La Chaux-de-Fonds

Eine gute Übersicht findet sich in diesem Dokument (PDF), auf der Homepage des Verkehrsministeriums gibt es ausführliche Unterlagen, aber noch keine Netzgrafik.

Bahnprojekte (und die Diskussion darüber) brauchen eine lange Vorlaufzeit. Ich bin gespannt, wie sich autonome Fahrzeuge (die es dann sicher gibt) auf diese Projekte auswirken werden. Ich denke, Bahnen im Innenstadtbereich und/oder auf hochbelasteten Korridoren werden ihre Bedeutung behalten, insofern ist glaube ich die Stossrichtung relativ zukunftssicher.


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