Nur kleine Beschleunigungen (Allgemeines Forum)

MartinN, Fricktal, Schweiz, Freitag, 15.09.2017, 15:47 (vor 3128 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo

Die SBB werden können schon jetzt den Andrang kaum bewältigen. Deswegen sind auch keine nennenswerten Beschleunigungen geplant, welche den Andrang noch erhöhen (und das unerwünschte Langstreckenpendeln fördern) würden. Zusätzliche Kapazität ist dringender.

Zu HGV zwischen Genf und Zürich gibt es nur Träumereien. Die Schweiz ist zu klein, um einen HGV-Zug auszunützen.

Wobei ein zusätzlich schnelles Trassee sehr wohl auch Kapazität bringen würde. Dass die Schweiz zu klein ist für HGV ist vielleicht so, wobei St.Gallen-Genf und Basel - Lugano doch auch Strecken sind wo Hochgeschwindigkeitsverkehr möglich ist. Die Schweiz sollte hier ein wenig über die Landesgrenzen hinausschauen. TGV wie auch ICE fahren schon seit Jahrzehnten weit in die Schweiz hinein, können ihre Geschwindigkeit aber ab der Grenze nicht mehr ausfahren. Ausserdem wären auch attraktivere Reisezeiten ins Ausland möglich oder als Transit durch die Schweiz.

Beschleunigungen im kleinen Stil gib es in den nächsten 15 Jahren nur bei folgenden FV-Strecken:

Träumereien naja, das Ingenieurbüro, dass dieses Buch herausgebracht hat besteht keineswegs aus Träumern.

Im Bau:

Zürich-Konstanz/Romanshorn: Einige Minuten schneller, um die Einrichtung eines früheren ITF-Knotens zu ermöglichen (spart Umsteigern 15 Minuten).

Bellinzona-Lugano: Ceneri-Basistunnel, hauptsächlich für Güter, reduziert Fahrzeit von 27 auf 13 Minuten.

Hier denke ich, ist auch Geld am falschen Ort gespart worden denn hätte man die Tunnels Gotthard und Ceneri gleich mit einer neuen Hochgeschwindikeitsstrecke verbunden, wäre die Zeitersparnis noch besser gewesen und die Kapazität wäre auch erhöht worden. Die Güterzüge hätte man nach den Tunneln auf das Altnetz leiten können, so dass die HGV Züge auf dem Abschnitt überholen hätten können.


Bern-Lausanne: Ausbau für Wankkompensation, 5 Minuten Gewinn. Keine ITF-Verbesserung.

Winterthur-St. Margrethen: Ausbau für Wankkompensation, einige Minuten Gewinn und Ermöglichung der ITF-Knoten zwischen St. Gallen und München.

In Planung:

Zürich-Winterthur: Kapazitätsausbau durch Brüttener Tunnel, 2-3 Minuten Fahrzeitgewinn. Verbessert ITF-Knoten Winterthur und St.Gallen

Idee:

Zürich-Aarau: Bau eines direkten Tunnels. Bringt Kapazität und 4 Minuten Zeitgewinn. Dieser würde zusammen mit einer späteren zweiten Etappe nach Mattstetten den ganzen Fahrplan in der Schweiz auf den Kopf stellen: Alle ITF-Knoten westlich von Zürich würden 15 Minuten vorverschoben. Ist Kandidat für die Etappe 2035, aber die Chancen stehen schlecht.

Ich denke das kommt wahrscheinlich auch drauf an wie Liquid die Schweiz 2030 ist. Da kann sich noch eine Menge ändern. Eine Vorschau soweit hinaus ist eh nur sehr schwer und mit einer Fehlerquote behaftet.


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