...finde ich durchaus vergleichbar [Parallelen] (Fahrkarten und Angebote)

musicus, Montag, 04.07.2016, 16:44 (vor 3613 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von musicus, Montag, 04.07.2016, 16:45

Aber: Und ich wiederhole mich zum x-ten Male: Es ist vor der Buchung bereits klar, daß diese Reservierung 4,50€ kostet. Sowohl die Tatsache als auch der Betrag sind ganz offen kommuniziert. Es wird nicht nach erfolgter Buchung auf einmal noch ein dreistelliger Eurobetrag aufgerufen.

Ich wiederhole mich ebenfalls: Den gratis reservierbaren Platz wolltest du aus persönlichen Gründen nicht haben.

Wenn Du aber in der Mitte zwischen irgendwelchen Fremden Leuten sitzt, kannst du es ihnen zwar auch sagen, aber die Hemmschwelle, gerade wenn die betreffenden Personen schlafen, ist wesentlich höher.

Meine nicht. Wegen Mitreisender mache ich mir nicht in die Hose.

Er hinkt nicht. Bahnpreise sind ebenfalls "yieldgemanagt" (vom Flexpreis, wiederum mit Ausnahme des "Differenzierten Flexpreis", mal abgesehen), auch wenn das den Farbton der verkehrsrosarot getönten Brille changieren lässt.


Fahrpreise in beiden Fällen ja. Reservierungen jedoch bei der Bahn nicht.

Das Reservierungsentgelt im von dir geschilderten Fluggesellschaftsfall ist eine Preiserhöhung, weil scheinbar der yieldgemanagte Preis zu niedrig angesetzt war. Und wenn hier wie dort zweistellige prozentuale Aufschläge für Reservierungen draufgehen, dann ist das durchaus eine Parallele. Man kann sich natürlich auch Colaholiker nennen und behaupten 50% Aufschlag beim Flieger wären zu viel und 32% bei der Bahn nicht vergleichbar. Du hast noch nicht kapiert, dass es um die Relationen und die Verteilung der Erlöse aus Ticket- und Reservierungspreis geht und eben *nicht* um dein konkretes, persönlich traumatisierendes Flugbuchungserlebnis.
Ganz nebenbei: was mache ich mit einem zuggebundenen SP ohne Reservierung für einen ausreservierten Zug?

Ich habe mittlerweile recherchiert.

Hättest du das bloß mal vor deinem Flug getan.

Wenn die wenigen Gratissitzplätze weg sind, kann man nur noch bis zum Einchecken warten und wird dann eben irgendwie quer durch die Maschine gewürfelt plaziert. Zusammen sitzen? Am Fenster sitzen, wenn man das möchte? Weiter vorne/hinten, je nach Präferenz sitzen? Nope.

Sparen oder nicht sparen - das ist hier die Frage. Wie bei der Bahn, da sind die Präferenzen ohne Reservierung auch beim Teufel, zumal man anders als beim Flieger ohne Reservierung nicht einmal berechtigte Hoffnungen auf einen Sitzplatz hegen kann.

Besagte Fluggesellschaft kommuniziert vor der Buchung "gegen Aufpreis können Sie preferred seats mit mehr Platz buchen", wenn man aber nach abgeschlossener Buchung mit dem Buchungscode sich einloggt und die Sitzplätze reservieren möchte (was bei Langstreckenflügen grundsätzlich üblich ist), sieht man plötzlich, daß die Reservierung selbst bei Plätzen mit normal wenig Platz einen signifikanten Betrag extra kostet.

Aber nicht alle Plätze kosten extra. Wie bei der Bahn: normaler Platz in der 2. Klasse kostet einen signifikanten Betrag extra. Oder man knausert und "würfelt" sich "quer durch" den ICE.

Was zum Henker stört Dich denn daran, daß eine Reservierung bei der Bahn 4,50 kostet?

Dass es für die gebotene "Reservierungsleistung" und deren Imponderabilien zu teuer ist. Ich kauf' sie so ca. 2-3 mal jährlich, wenn's gar nicht anders geht. Wenn ich für jede meiner Fahrten eine Reservierung wünschte, läge ich bei 300-400€ p.a. Finanzierungmehrbedarf bzw. einem um 10-13% vergrößerten Finanzrahmen für Bahnfahrten. Aber vermutlich ist dem Herrn Colaholiker so ein "dreistelliger Eurobetrag" "nach erfolgter Buchung" im Zug nicht "signifikant" genug.


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