...finde ich durchaus vergleichbar [Parallelen] (Fahrkarten und Angebote)

musicus, Montag, 04.07.2016, 14:56 (vor 3614 Tagen) @ Colaholiker

Aber um diese Bereiche, bei denen es von vorneherein zu erwarten ist, daß man mehr zahlt (sowohl auf der Schiene wie auch in der Luft) ging es mir gar nicht.

Ok. War mir nicht klar, dass es dir darum ging, bei gleichem Entgelt Sonderkonditionen zu erheischen.

Im Zug sind aber abgesehen von der Unterscheidung Großraum/Abteil/Tisch die Plätze weitestgehend gleich gut. Im Flugzeug ist dies, bedingt durch mehr Plätze pro Reihe, eben nicht der Fall.

Das ist doch beides subjektiv...

Kann man aber nicht buchen, anders als bei der Bahn, wo man pauschal "Fensterplatz" sagen kann

...was bei der Bahn zunächst auch nicht entgeltfrei (Ausnahme "Inklusivreservierungen") und auch nicht immer erfüllbar ist.

Mir ging es um den Grundsatz "Mehr Platz" - sonst nichts.


Und um diesen Punkt ging es eben nicht.

Das wird mir erst jetzt klar.

Es ist nicht überraschend, daß die Plätze, die mehr Platz bieten, mehr Geld kosten. Daß aber "Standardplätze" auch extra kosten, schon.

Ich versteh' die Aufregung echt nicht. Wenn der gewünschte Sitz ohnehin nicht mehr Platz als ein anderer bietet, aber extra kostet, warum nimmst du nicht den der gratis ist? Du bekommst ja ein aufpreisfreies Angebot, es heißt nur nicht "Freie Auswahl für den Frühbucher-Sparfuchs" - damit muss man in Zeiten werbewirksamer Lockvögel und intransparenter Preisbildung eben leben.

Eine normale Fahrkarte der Bahn berechtigt erstmal zur Nutzung gar keiner Plätze, es sein denn, sie sind gerade zufällig frei - Stichwort "kein Sitzplatzanspruch" - ansonsten gibt's eben den Steh- oder Gangplatz. Wenn der Zug überbesetzt ist, müssen die Leute ohne Reservierung zuerst wieder raus.


Wenn der Platz frei ist, ist man auch berechtigt, ihn zu nutzen.

Du wiederholst meine Worte.

Und wie gesagt, zum Befördertwerden ist der Sitzplatz bei der Bahn auch keine notwendige Voraussetzung.

Meist nicht, das stimmt. Dennoch halte ich deine Pauschalaussage in diesem Punkt für simplifizierend. Weiter unten kommst du ja selbst zur Einsicht:

Zumal man bei der Bahn immer noch die Möglichkeit hat, auf Risiko zu spielen, nicht zu reservieren, und eben schlimmstenfalls [...] in einem späteren Zug zu hocken/stehen/wieauchimmer

Aber ungeachtet dessen hinkt der Vergleich, da Flugpreise ohnehin yieldgemanagte Kontingentlotterien sind.

Er hinkt nicht. Bahnpreise sind ebenfalls "yieldgemanagt" (vom Flexpreis, wiederum mit Ausnahme des "Differenzierten Flexpreis", mal abgesehen), auch wenn das den Farbton der verkehrsrosarot getönten Brille changieren lässt.

derartige Durchsagen habe ich im Zug noch nie vernommen. Wieviel Promille aller Fernzugleistungen, die im Jahr in Deutschland erbracht werden, betrifft es also? Oder sinds schon ppm?

Wenn ich den, zugegebenermaßen seltenen, Zirkus nicht aus eigener Anschauung kennen würde, wär mir der Punkt wohl gar nicht eingefallen...

Bei meinem Flugbeispiel hingegen bleibt einem, wenn die Gratisplätze weg sind, nur noch die Zahlung des Aufpreises für die restlichen 75% aller Sitze.

Ich zitiere dazu mal einen gewissen Colaholiker:

Bei der Bahn wird wenigstens kommuniziert, daß es [...] kostet. Ob man, wenn beim Flugzeug der besagten Fluggesellschaft die Gratisplätze schon alle wegreserviert sind, diese Tatsache bereits vor der Buchung mitgeteilt bekommt, und direkt hingewiesen wird, daß nur noch zuzahlungspflichtige Plätze zu bekommen sind, oder man dies erst als Überraschung nach Ende der Buchung und dem Login im Reservierungsportal sieht, weiß ich nicht.

...was dein Argument als mutmaßende Unterstellung entlarvt. Ich mutmaße mal dagegen: Wenn die Plätze weg sind, werden die zweitschlechtesten als Gratiskontingent nachgeschoben. Wer früh superbillig bucht, bekommt ohne Aufpreis eben nur einen schlichten Platz. Wer später und/oder für mehr Geld bucht hat mehr Auswahl. Könnte schon so laufen.

Dir anscheinend den Kern des Problems nicht begreiflich machen könnende Grüße,

naja - mittlerweile schweifst du ganz schön ab. Interessanterweise schießt du dich auf Fluggesellschaften und ihr Geschäftsgebaren ein, verteidigst aber jeden Ansatz der Bahn in eine ähnliche Richtung mit vollem Eifer oder behauptest schlichtweg die Fälle seien nicht vergleichbar. Aber ich weiß schon, was du sagen willst: Woanders ist es noch viel schlimmer, also jammer nicht, bevor du Nordkorea nicht kennst - oder sinngemäß so ähnlich. Leider ein sog. Totschlagargument, das nicht wirklich Anreize für Verbesserungen setzt.


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