...finde ich durchaus vergleichbar [Parallelen] (Fahrkarten und Angebote)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 04.07.2016, 15:15 (vor 3615 Tagen) @ musicus
bearbeitet von Colaholiker, Montag, 04.07.2016, 15:16

Kann man aber nicht buchen, anders als bei der Bahn, wo man pauschal "Fensterplatz" sagen kann

...was bei der Bahn zunächst auch nicht entgeltfrei (Ausnahme

"Inklusivreservierungen") und auch nicht immer erfüllbar ist.

Aber: Und ich wiederhole mich zum x-ten Male: Es ist vor der Buchung bereits klar, daß diese Reservierung 4,50€ kostet. Sowohl die Tatsache als auch der Betrag sind ganz offen kommuniziert. Es wird nicht nach erfolgter Buchung auf einmal noch ein dreisteliger Eurobetrag aufgerufen.

Ich versteh' die Aufregung echt nicht. Wenn der gewünschte Sitz ohnehin nicht mehr Platz als ein anderer bietet, aber extra kostet, warum nimmst du nicht den der gratis ist? Du bekommst ja ein aufpreisfreies Angebot, es heißt nur nicht "Freie Auswahl für den Frühbucher-Sparfuchs" - damit muss man in Zeiten werbewirksamer Lockvögel und intransparenter Preisbildung eben leben.

Er bietet nicht mehr Platz. Aber stell Dir den Unterschied mal vor - Du reist mit einem Kumpel. Es sind, wie in der Bahn zwei Plätze zwischen einer Außenwand und einem Gang. Bei Neuneinhalb Stunden Reisezeit ist es doch recht wahrscheinlich, daß man mal unterwegs auf den Thron gehen muß oder sich ganz einfach mal die Beine im Gang vertreten will. Also kannst Du, wenn Du am Fenster sitzt, deinem Kumpel sagen, daß Du mal auf die Schüssel gehen willst, und er wird Dir sicher gerne Platz machen.
Wenn Du aber in der Mitte zwischen irgendwelchen Fremden Leuten sitzt, kannst du es ihnen zwar auch sagen, aber die Hemmschwelle, gerade wenn die betreffenden Personen schlafen, ist wesentlich höher.

Meist nicht, das stimmt. Dennoch halte ich deine Pauschalaussage in diesem Punkt für simplifizierend. Weiter unten kommst du ja selbst zur Einsicht:

(nicht nur) In Deutschland ist der Sitzplatz grundstzlich keine notwendige Voraussetzung. Anders als im Luftverkehr, wo es rechtliche Vorschriften gibt (Gesetze!), daß Fluggäste einen Sitzplatz haben müssen, und dieser auch während bestimmter Flugphasen eingenommen werden muß, gibt es allenfalls bei bestimmten Bahngesellschaften hausinterne Regeln, daß in gewissen Zügen nicht mehr Fahrkarten als Sitzplätze verkauft werden. Eine Pflicht, diesen Sitzplatz einzunehmen, gibt es nicht.

Er hinkt nicht. Bahnpreise sind ebenfalls "yieldgemanagt" (vom Flexpreis, wiederum mit Ausnahme des "Differenzierten Flexpreis", mal abgesehen), auch wenn das den Farbton der verkehrsrosarot getönten Brille changieren lässt.

Fahrpreise in beiden Fällen ja. Reservierungen jedoch bei der Bahn nicht. Ich wiederhole mich: 4,50€. Klar und transparent kommuniziert.

Wenn ich den, zugegebenermaßen seltenen, Zirkus nicht aus eigener Anschauung kennen würde, wär mir der Punkt wohl gar nicht eingefallen...

Mehr als die Durchsage, daß es zum Ende des Zuges hin leerer ist und die Leute sich verteilen sollen, habe ich noch nie erlebt...

...was dein Argument als mutmaßende Unterstellung entlarvt. Ich mutmaße mal dagegen: Wenn die Plätze weg sind, werden die zweitschlechtesten als Gratiskontingent nachgeschoben. Wer früh superbillig bucht, bekommt ohne Aufpreis eben nur einen schlichten Platz. Wer später und/oder für mehr Geld bucht hat mehr Auswahl. Könnte schon so laufen.

Flashc. Ich habe mittlerweile recherchiert. Die kostenpflichtig zu reservierenden Flugzeugsitzplätze sind grundsätzlich im Vorfeld kostenpflichtig zu reservieren. Wenn die wenigen Gratissitzplätze weg sind, kann man nur noch bis zum Einchecken warten und wird dann eben irgendwie quer durch die Maschine gewürfelt plaziert. Zusammen sitzen? Am Fenster sitzen, wenn man das möchte? Weiter vorne/hinten, je nach Präferenz sitzen? Nope.

naja - mittlerweile schweifst du ganz schön ab. Interessanterweise schießt du dich auf Fluggesellschaften und ihr Geschäftsgebaren ein, verteidigst aber jeden Ansatz der Bahn in eine ähnliche Richtung mit vollem Eifer oder behauptest schlichtweg die Fälle seien nicht vergleichbar.

Sind sie auch nicht. Oder um es noch einmal so zu kommunizieren, daß Du es hoffentlich endlich begreifst:

Bahn: Kommuniziert von Anfang an: "Reservierung kostet 4,50€, wenn Sie eine haben möchten" Kann man gut finden oder nicht, ist aber transparent.
Besagte Fluggesellschaft kommuniziert vor der Buchung "gegen Aufpreis können Sie preferred seats mit mehr Platz buchen", wenn man aber nach abgeschlossener Buchung mit dem Buchungscode sich einloggt und die Sitzplätze reservieren möchte (was bei Langstreckenflügen grundsätzlich üblich ist), sieht man plötzlich, daß die Reservierung selbst bei Plätzen mit normal wenig Platz einen signifikanten Betrag extra kostet.

Aber ich weiß schon, was du sagen willst: Woanders ist es noch viel schlimmer, also jammer nicht, bevor du Nordkorea nicht kennst - oder sinngemäß so ähnlich. Leider ein sog. Totschlagargument, das nicht wirklich Anreize für Verbesserungen setzt.

Was zum Henker stört Dich denn daran, daß eine Reservierung bei der Bahn 4,50 kostet?

Das Problem als Kunde am anderen Zugende sowieso nicht habende Grüße,
der Colaholiker (Wagen 14, Platz 11. Grundsätzlich.)

PS: Wenn es jetzt immer noch nicht klar ist, ist für mich trotzdem an dieser Stelle EOD. Dein lächerlicher Nordkoreavergleich zeigt ja Deine Einstellung zum Thema.

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