Mein Bericht zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnel (m.56B.) (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 19.06.2016, 14:22 (vor 3677 Tagen) @ Twindexx

Weiter gehts im zweiten Teil:


Neben dem Periskop gab es auch eine Plakatausstellung, einmal eines ausgewählt:

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Im Zielkonzept nach allen Ausbauten ab Dezember 2020 wird man Luzern-Milano dann in unter drei Stunden fahren. Wenn man daran denkt, dass sechs Stunden mal schnell waren, dann wird einem der Fortschritt erst richtig klar.


Auf dem Festplatz in Pollegio gab es diverse Zelte und Veranstaltungen, unter anderem wurden auf der aufgebauten Bühne auch Aufführungen gezeigt, zum Beispiel diejenige vom Eröffnungstag mit den Staatsgästen.

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Ich entschied mich zur Mittagszeit etwas zu essen. Ich wählte etwas Lokales aus dem Tessin aus:

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Aber nun wollen wir uns doch endlich mal dem widmen, wofür wir eigentlich da sind: Der Gotthard-Basistunnel, mit 57.1 km der längste Eisenbahntunnel der Welt. Da ich allerdings Richtung Norden durch den GBT fahre, werde ich durch die knapp hundert Meter kürzere Weströhre fahren. Die andere Röhre hole ich mit dem Gottardino in zwei Monaten noch nach.


Am Südportal des GBT wurde ein provisorischer Fest-Perron errichtet, von dem die Züge während des Festes abfahren. Normal wird dieses Gleis künftig für Güterzüge genutzt, die vor dem Tunnel nochmal einem schnelleren Personenzug Vorrang gewähren werden.
Am Zugang wurden noch die Billette kontrolliert. Als GA-Besitzer kostete mich eine Fahrt 8.- CHF.

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Das vordere Gleis mit dem Perron ist also das Überholgleis für Güterzüge Richtung Norden, danach die GBT-Doppelspur gefolgt von der Doppelspur der Altstrecke. Die Altstrecke wurde in diesem Bereich verlegt und führt nicht mehr der ursprünglichen Trasse, um die Weichenverbindung aus dem GBT nach Biasca zu realisieren.


Nun folgt der Extrazug für meine Premierenfahrt durch den Basistunnel, ein IC2000-Pendel, gezogen von Re 460 100:

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Die Shuttlezüge fuhren im 15-Minuten-Takt zwischen Pollegio und Rynächt durch den Tunnel.
Die IC2000 haben eigentlich keine Zulassung für den Gotthard-Basistunnel, für diesen Event erhielten sie allerdings eine Ausnahmegenehmigung. Es ist auch nicht geplant, IC2000 GBT-tauglich herzurichten.

Nun aber ging die Fahrt los:

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Über den Portalen ist hier jeweils die Bergstrecke zu sehen.

Die Züge dürfen derzeit mit bis zu 160 km/h durch den Tunnel fahren. So dauerte die Durchfahrt ziemlich genau 24 Minuten. Später soll der Tunnel für bis zu 250 km/h freigegeben werden, wobei diese Geschwindigkeit planmässig nicht ausgefahren werden soll, da höhere Geschwindigkeiten der Personenzüge die Güterzugtrassen zerstören würden. Die IC und EC werden im Zielkonzept mit 200 km/h trassiert, die zweistündlichen IC Basel-Luzern-Lugano mit zusätzlichem Halt in Altdorf sollen etwas schneller fahren, um diesen Zusatzhalt zeitlich vollständig auszugleichen. Pro Stunde werden so fünf bis sechs Güterzugtrassen je Richtung verfügbar sein.


Am Fest-Perron in Rynächt stellt man immerhin fest, dass diesmal das Wetter im Norden nicht schlechter als im Süden ist:

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Etwas später meinte es der Himmel dann aber doch nicht mehr so gut mit mir:

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Der Regenschauer verging dann aber wieder. Der Festplatz in Rynächt wurde auf dem Bauinstallationsplatz eingerichtet. Im Prinzip gabs hier fast dasselbe Festangebot wie am Südportal, nur in der Urner Version. Das ganze Gelände wird dann später abgebaut und renaturisiert.

Bei einer Stärkung mit Älplermagronen sass mir dann auch noch die Leiterin SBB Personenverkehr mit, soweit ich weiss, ihrer Tochter gegenüber:

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Dem BAV-Direktor bin ich auch noch über den Weg gelaufen. Da mischten sich also auch die ein oder anderen Verantwortlichen in guter Schweizer Manier unters Volk.


An dieser Stelle unterbreche ich den zweiten Teil. Der dritte und letzte Teil folgt gleich im Anschluss.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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