HSL-Zuid Seifenoper (178): noch schnell+billig nach Belgien? (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 01.11.2015, 17:52 (vor 3847 Tagen)
Vorherige Folgen: 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177.
Hallo ICE-Fans,
nachdem ich in Folge 177 die politischen Entwicklungen schilderte, jetzt mal ein Blick in eine mögliche Zukunft.
Die parlamentäre Untersuchungsgruppe fordert eine schnelle und bezahlbare Verbindung Amsterdam-Brüssel, ohne Reservierungspflicht. Sie soll schneller sein als der Benelux-IC und preiswerter als der Thalys.
Das aktuelle Bahnangebot wird niedergemacht. Auch wenn man der Benelux-IC via HSL-Zuid fahren lasse, wäre man mit einem Bus schneller unterwegs als mit der Bahn. NS möchte einen "Benelux-Plus" Amsterdam-Den Haag-Rotterdam-Breda-Antwerpen-Brüssel haben, mit Anbindung von Brüssel Flughafen. Dieser Zug soll nicht schneller als 160 km/h fahren.
Die parlamentäre Untersuchungsgruppe möchte lieber eine 200 km/h Verbindung haben. Denn die neuen IC-Triebwagen sollten ja auch 200 km/h fahren. Nur so kann man einigermassen eine Verbindung darstellen, wie damals in den 1990ern/2000ern geplant: schneller als der Benelux, preiswerter als der Thalys, keine Reservierungspflicht.
Interessant ist diese PDF Datei (eigentlich eine Leistungspunkt-Präsi). Hier wird klargestellt, dass der Benelux-IC zweimal von einem Thalys überholt wird. Nicht weil der Thalys so schnell (AMS-BRX 1:51) ist, sondern der Benelux so langsam (3:23).
Warum ist/wird der Benelux so langsam?
a. Amsterdam-Rotterdam via Altstrecke.
Die Idee ist, nur jeder vierte Zug des Stundentaktes in Den Haag beginnen/enden zu lassen (vermutlich Linientausch Amsterdam/Den Haag - Brüssel/Venlo?)
b. Fahrtrichtungswechsel in Breda
Kann man dadurch lösen, dass der Noorderkempen-Shuttle nicht mehr in Noorderkempen endet, sondern in Breda. Mit 2 Garnituren sollte man einen Stundentakt fahren können; diese 2 Garnituren sollten mit dem neuen Benelux-Konzept frei werden. Weitere Ansätze sind Verlängerung nach Brüssel und/oder weiter in Noord-Brabant (kann Eindhoven-Venlo sein oder Den Bosch-Nijmegen-Arnhem).
c. Bedienung Zaventem (Brüssel Flughafen)
Dieser Umweg ist eher pragmatisch; die Alternative wäre eine längere Wendezeit in Brüssel.
d. vmax 160 km/h
Sollte man doch auf 200 km/h anheben.
Soll-Zeit Amsterdam-Brüssel 2:10-2:15 und Den Haag-Brüssel 1:50-1:55.
Auch interessant ist diese aus 2013 stammende Datei. Alle Fyra-Surrogate bis 2021, wenn die neuen IC-Triebwagen kommen.
Immerhin bleibt die Frage, ob dieser beschleunigte Benelux-IC kommt. 2013 gab es nich keine Fernbusse, und inzwischen sind die auch eine Konkurrenz. Dennoch ist Thalys gewinntreibend und das wäre mit einem beschleunigten Benelux-IC zu bezweifeln.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
HSL-Zuid Seifenoper (178): noch schnell+billig nach Belgien?
4652, Sonntag, 01.11.2015, 19:34 (vor 3847 Tagen) @ Oscar (NL)
Die parlamentäre Untersuchungsgruppe fordert eine schnelle und bezahlbare Verbindung Amsterdam-Brüssel, ohne Reservierungspflicht. Sie soll schneller sein als der Benelux-IC und preiswerter als der Thalys.
Reservierungspflicht ist halt ein Merkmal des Thalys-Konzeptes. Wenn ein ICE fahren würde, hätte man dieses Problem nicht gehabt. Das bisherige Konzept des Beneluxzuges ohne jegliche Zugbindung und (seit einigen Jahren) auch ohne Reservierungsmöglichkeit wäre im ICE allerdings wohl auch nicht beibehalten.
Das aktuelle Bahnangebot wird niedergemacht. Auch wenn man der Benelux-IC via HSL-Zuid fahren lasse, wäre man mit einem Bus schneller unterwegs als mit der Bahn. NS möchte einen "Benelux-Plus" Amsterdam-Den Haag-Rotterdam-Breda-Antwerpen-Brüssel haben, mit Anbindung von Brüssel Flughafen. Dieser Zug soll nicht schneller als 160 km/h fahren.
Nach dem Ausscheiden der V250 kommt kurz-/mittelfristig nur mehrspannungsfähiges Altmaterial im Frage. In den nächsten Jahren werden aufgefrischte ICR mit Loks der Reihe 186 zum Einsatz kommen, schneller als 160 km/u geht es dann eben nicht. Schnellere und komfortabelere Eurofimas für Tempo 200 wären ggf. zu haben gewesen, mangels NL-Zulassung der Reihe 182 bzw. 1116/1216 wüsste ich allerdings keine passende Loks.
b. Fahrtrichtungswechsel in Breda
Kann man dadurch lösen, dass der Noorderkempen-Shuttle nicht mehr in Noorderkempen endet, sondern in Breda.
Welches Problem löst man damit? Mit Halt in Breda kann den HSL nur mit Fahrtrichtungswechsel befahren werden. Alternativen: ohne Halt in Breda durchfahren (dann wird das östliche Teil der Niederlande weitgehend abgehängt) oder wie gehabt über die Altstrecke fahren mit Halt in Roosendaal.
Zum aktuellen Fahrplan des Beneluxzuges sei noch gesagt, dass mit dem gleichen Wagenmaterial über die selbe Strecke (außer Halt am Brüsseler Flughafen) bereits erheblich schneller gefahren wurde: etwa 2:50 Stunden gegen 3:20 heute.
HSL-Zuid Seifenoper (178): noch schnell+billig nach Belgien?
thelasse, Utrecht(NL), Sonntag, 01.11.2015, 20:08 (vor 3847 Tagen) @ 4652
Die parlamentäre Untersuchungsgruppe fordert eine schnelle und bezahlbare Verbindung Amsterdam-Brüssel, ohne Reservierungspflicht. Sie soll schneller sein als der Benelux-IC und preiswerter als der Thalys.
Reservierungspflicht ist halt ein Merkmal des Thalys-Konzeptes. Wenn ein ICE fahren würde, hätte man dieses Problem nicht gehabt. Das bisherige Konzept des Beneluxzuges ohne jegliche Zugbindung und (seit einigen Jahren) auch ohne Reservierungsmöglichkeit wäre im ICE allerdings wohl auch nicht beibehalten.
Aber das war ja im Fyra nicht anders. Und das fanden die Fahrgäste nicht gut und sind eben auf Stoptrein und Auto umgestiegen. Deshalb muss der Zug eben die oben genannten Merkmale erfüllen. Sonst hat man im Hinblick auf die Auslastung die gleichen Probleme wie beim Fyra oder Thalys.
Das aktuelle Bahnangebot wird niedergemacht. Auch wenn man der Benelux-IC via HSL-Zuid fahren lasse, wäre man mit einem Bus schneller unterwegs als mit der Bahn. NS möchte einen "Benelux-Plus" Amsterdam-Den Haag-Rotterdam-Breda-Antwerpen-Brüssel haben, mit Anbindung von Brüssel Flughafen. Dieser Zug soll nicht schneller als 160 km/h fahren.
Nach dem Ausscheiden der V250 kommt kurz-/mittelfristig nur mehrspannungsfähiges Altmaterial im Frage. In den nächsten Jahren werden aufgefrischte ICR mit Loks der Reihe 186 zum Einsatz kommen, schneller als 160 km/u geht es dann eben nicht. Schnellere und komfortabelere Eurofimas für Tempo 200 wären ggf. zu haben gewesen, mangels NL-Zulassung der Reihe 182 bzw. 1116/1216 wüsste ich allerdings keine passende Loks.
b. Fahrtrichtungswechsel in Breda
Kann man dadurch lösen, dass der Noorderkempen-Shuttle nicht mehr in Noorderkempen endet, sondern in Breda.
Welches Problem löst man damit? Mit Halt in Breda kann den HSL nur mit Fahrtrichtungswechsel befahren werden. Alternativen: ohne Halt in Breda durchfahren (dann wird das östliche Teil der Niederlande weitgehend abgehängt) oder wie gehabt über die Altstrecke fahren mit Halt in Roosendaal.
Könnte man natürlich machen aber dann hat man nicht den potenziellen Fahrzeitvorteil der HSL. Man ist natürlich in der geplanten Situation nur 5 Minuten schneller. Aber wenn man das Steuerwagenproblem (ICR-Steuerwagen funktionieren nicht zuverlässig mit eingesetzten Loks) löst oder wie beim ICD geplant mit zwei Loks fährt kann man 15-20 Minuten schneller sein.
Zum aktuellen Fahrplan des Beneluxzuges sei noch gesagt, dass mit dem gleichen Wagenmaterial über die selbe Strecke (außer Halt am Brüsseler Flughafen) bereits erheblich schneller gefahren wurde: etwa 2:50 Stunden gegen 3:20 heute.
Der Halt am Flughafen ist doch sinnlos. Bei meinen Fahrten sind da immer nur 1-3 Leute ausgestiegen. Das Problem ist hier der doch sehr teure Diabolo-Zuschlag. Aber die NMBS will den Halt eben unbedingt haben. Da hat die NS keinen grossen Einfluss drauf.Denn die NS würde auch so wie man bis 2012 fuhr (ohne Antwerpen-Berchem,Brüssel-Flughafen und Nord) fahren.
HSL-Zuid Seifenoper (178): noch schnell+billig nach Belgien?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 03.11.2015, 13:22 (vor 3845 Tagen) @ thelasse
4652:
Reservierungspflicht ist halt ein Merkmal des Thalys-Konzeptes. Wenn ein ICE fahren würde, hätte man dieses Problem nicht gehabt. Das bisherige Konzept des Beneluxzuges ohne jegliche Zugbindung und (seit einigen Jahren) auch ohne Reservierungsmöglichkeit wäre im ICE allerdings wohl auch nicht beibehalten.
Bin ich mir nicht sicher.
Im ICE hätte man eine Reservierungsmöglichkeit, schlimmstenfalls eine Reservierungsempfehlung für internationale Reisen. Das hätte Jan wohl akzeptiert.
Das Fyra-Konzept hatte ja auch jeweils einen Wagen pro Wagenklasse wo man Sitzplätze reservieren konnte. Die restlichen 6 Wagen pro Garnitur waren etwa genauso wie bei den Inlands-"IC"s.
thelasse:
Aber das war ja im Fyra nicht anders. Und das fanden die Fahrgäste nicht gut und sind eben auf Stoptrein und Auto umgestiegen.
Nope, der satte 7,40 Euro Aufpreis war der Knackpunkt. Jan wollte keine 7,40 Euro extra drauflegen für eine Reise Amsterdam-Rotterdam, und erst recht nicht in einem Surrogatzug. Ich berichtete schon eher, Folge 13 in der Seifenoper (1-40).
4652:
Schnellere und komfortabelere Eurofimas für Tempo 200 wären ggf. zu haben gewesen, mangels NL-Zulassung der Reihe 182 bzw. 1116/1216 wüsste ich allerdings keine passende Loks.
Denkbar wäre Siemens Vectron + NMBS-I11. So, wie im IC Oostende-Welkenraedt.
Bin mir aber nicht sicher ob die I11 problemlos an NL-Bahnsteigen halten können (die ewige 55 vs. 76 cm Diskussion).
gruß,
Oscar (NL).
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
HSL-Zuid Seifenoper (178): noch schnell+billig nach Belgien?
Markus-P, Sonntag, 01.11.2015, 22:02 (vor 3847 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo,
ich hin heute mit dem Benelux IC von Antwerpen nach Rotterdam gefahren. Auch da erlebt man keinen Geschwindigkeitsrausch. Der Zug war aber gut besetzt. Allerdings schien mir ein großer Teil der Reisenden in Rotterdam auszusteigen.
Kurz vor dem IC fuhr der Thalys in Antwerpen ab. Der war maximal zu 40 % belegt. Es gab aber nie die Möglichkeit für diesen Zug günstige Tickets zu kaufen. Und 60 € ist für die Strecke Antwerpen Rotterdam doch etwas teuer.
--
Semper fi!
160 km/h / 200 km/h
numi, Sonntag, 01.11.2015, 23:41 (vor 3847 Tagen) @ Oscar (NL)
d. vmax 160 km/h
Sollte man doch auf 200 km/h anheben.
Da stellt sich bei mir natürlich erstmal die Frage, wie teuer die 200 km/h Fahrzeuge im Vergleich wären. Ich nehme an, dass die 160 km/h noch mit normalem Druckschutz machbar sind, während man für mehr dann doch druckertüchtigte Züge benötigen würde. Damit wären die Sprungkosten natürlich enorm hoch.
Wenn diese Annahme richtig ist, dann könnte man die neuen Fernverkehrszüge für 160 km/h auf Basis der selben Plattform bestellen wie auch die neuen NV-Züge (also Stadler Flirt oder CAF Civity). Damit hätte man dann auch die Problematik mit den behindertengerechten Einstiegen gelöst. Wenn man die Fahrzeuge mit genügend Türen ausstattet (was hier ja recht einfach geht), könnte ein Teil der Fahrzeitverlängerung durch kürzere Standzeiten sogar schon wieder eingespart werden. Das gilt natürlich auch für die Beschleunigungsstärke der aus dem Nahverkehr abgeleiteten Triebzüge. Je nachdem ob die Züge jetzt auch in Breda und/oder in Noorderkempen halten, könnte sich der Zeitverlust eventuell sogar komplett aufheben.
Dafür könnte man natürlich kräftig sparen. Sowohl bei der Anschaffung der Züge, sowie natürlich auch im Betrieb bei den Energie- und Wartungskosten. Auch der Streckenverschleiß und die Lärmentwicklung wären geringer (allerdings kenne ich jetzt das Niederländische Bahnsystem zu schlecht um beurteilen zu können, ob das einen finanziellen Unterschied macht). Insbesondere die Forderung nach einer "bezahlbaren" Verbindung unterstützt das natürlich.
Ich persönlich bin ein recht großer Freund der Idee, auch langsamere und damit preiswertere Züge über HGV Strecken fahren zu lassen. Der Zeitverlust ist meist gering, jedoch wird die teure Infrastruktur nun auch für Reisende mit kleinerem Geldbeutel nutzbar. Bei Geschwindigkeiten um 160 km/h ist die Bahn ein enorm energie- und kosteneffizientes Verkehrsmittel. Diese Vorteile darf man meiner Ansicht nach ruhig nutzen.
160 km/h / 200 km/h
MartinN, Fricktal, Schweiz, Dienstag, 03.11.2015, 10:20 (vor 3845 Tagen) @ numi
Hallo zusammen
d. vmax 160 km/h
Sollte man doch auf 200 km/h anheben.
Da stellt sich bei mir natürlich erstmal die Frage, wie teuer die 200 km/h Fahrzeuge im Vergleich wären. Ich nehme an, dass die 160 km/h noch mit normalem Druckschutz machbar sind, während man für mehr dann doch druckertüchtigte Züge benötigen würde. Damit wären die Sprungkosten natürlich enorm hoch.Wenn diese Annahme richtig ist, dann könnte man die neuen Fernverkehrszüge für 160 km/h auf Basis der selben Plattform bestellen wie auch die neuen NV-Züge (also Stadler Flirt oder CAF Civity). Damit hätte man dann auch die Problematik mit den behindertengerechten Einstiegen gelöst. Wenn man die Fahrzeuge mit genügend Türen ausstattet (was hier ja recht einfach geht), könnte ein Teil der Fahrzeitverlängerung durch kürzere Standzeiten sogar schon wieder eingespart werden. Das gilt natürlich auch für die Beschleunigungsstärke der aus dem Nahverkehr abgeleiteten Triebzüge. Je nachdem ob die Züge jetzt auch in Breda und/oder in Noorderkempen halten, könnte sich der Zeitverlust eventuell sogar komplett aufheben.
Den Flirt gibt es ja auch Versionen mit Höchstgeschwindigkeit von 200Km/h. MTR Express in Schweden und die NSB in Norwegen haben solche Fahrzeuge im Einsatz.
Dafür könnte man natürlich kräftig sparen. Sowohl bei der Anschaffung der Züge, sowie natürlich auch im Betrieb bei den Energie- und Wartungskosten. >
Die Anschaffungskosten für einen 200Km/h schnellen Flirt werden schon höher sein, schon wegen des zusätzlichen Antriebes in der Mitte, haben aber den Vorteil, dass sie über Niederflureinstieg verfügen.
Ausserdem wäre der EC250 von Stadler natürlich noch eine Option, allerdings fehlen hier natürlich noch Erfahrungswerte weil es ihn ja gar noch nicht gibt und nach dem Debakel mit den Fyrazügen wird sich die NS wohl nicht noch einmal auf die Äste lassen und teurer wären sie auch.
Ich persönlich bin ein recht großer Freund der Idee, auch langsamere und damit preiswertere Züge über HGV Strecken fahren zu lassen. Der Zeitverlust ist meist gering, jedoch wird die teure Infrastruktur nun auch für Reisende mit kleinerem Geldbeutel nutzbar. Bei Geschwindigkeiten um 160 km/h ist die Bahn ein enorm energie- und kosteneffizientes Verkehrsmittel. Diese Vorteile darf man meiner Ansicht nach ruhig nutzen.
Das stimmt ja schon was du sagst aber dann hätte man sich ja auch die Kosten für eine HGV Strecke sparen können. Wenn man schon eine Hochgeschwindigkeitsstrecke hat, dann sollte man dies auch nutzen.
160 km/h / 200 km/h
numi, Dienstag, 03.11.2015, 11:41 (vor 3845 Tagen) @ MartinN
Den Flirt gibt es ja auch Versionen mit Höchstgeschwindigkeit von 200Km/h. MTR Express in Schweden und die NSB in Norwegen haben solche Fahrzeuge im Einsatz.
Daher meine Anfangsfrage zur Druckproblematik. Dürfte man mit einem solchen Zug auf der HSL Zuid fahren? Ich kann das nur sehr schwer einschätzen, da ich mit den Niederländischen und Belgischen Regularien nicht vertraut bin.
Bei einem 200 km/h Flirt wären die Sprungkosten wohl tatsächlich recht gering. Das gilt natürlich auch für andere Fernverkehrstriebzüge die auf Nahverkehrsplattformen basieren, wie beispielsweise den Alstom Coradia Liner. Der EC250 jedoch ist ein komplett anderes Fahrzeug aus einer anderen Produktklasse. Alleine bei der Anschaffung würde dieser Zug gut doppelt so viel kosten.
Der 160 km/h Zug hätte den großen Vorteil, dass wirklich eine der neuen Sprinter Plattformen nahezu unverändert genutzt werden könnte. Damit gäbe es wohl auch positive Effekte bei der Instandhaltung. Auch wären die Fahrzeuge wohl sehr schnell verfügbar und eben allgemein sehr preiswert. Mit Halt in Breda würde der 160 km/h Zug gegenüber dem 200 km/h Zug wohl etwa 4 Minuten verlieren. Auf der Gesamtstrecke wäre der 160 km/h "NV-Zug" dank besserer Beschleunigung und höherer Fahrgastwechselkapazität wohl gleich schnell wie ein typischer 200 km/h Zug mit IC-Wagen.
Das stimmt ja schon was du sagst aber dann hätte man sich ja auch die Kosten für eine HGV Strecke sparen können. Wenn man schon eine Hochgeschwindigkeitsstrecke hat, dann sollte man dies auch nutzen.
Jedoch hat man ja die Thales Züge welche die Höchtgeschwindigkeit durchaus ausnutzen. Wichtiger als die Geschwindigkeit ist aber doch, dass überhaupt Züge fahren. Wenn langsamere Züge dies wirtschaftlich machen, dann spricht doch eigentlich nichts dagegen, diese auch einzusetzen.
langsame Züge auf schnellen Strecken
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 05.11.2015, 09:32 (vor 3843 Tagen) @ numi
Hallo numi,
Den Flirt gibt es ja auch Versionen mit Höchstgeschwindigkeit von 200Km/h.
Daher meine Anfangsfrage zur Druckproblematik. Dürfte man mit einem solchen Zug auf der HSL Zuid fahren?
Das weiss ich nicht.
Bei einem 200 km/h Flirt wären die Sprungkosten wohl tatsächlich recht gering...
Der 160 km/h Zug hätte den großen Vorteil, dass wirklich eine der neuen Sprinter Plattformen nahezu unverändert genutzt werden könnte. Damit gäbe es wohl auch positive Effekte bei der Instandhaltung. Auch wären die Fahrzeuge wohl sehr schnell verfügbar und eben allgemein sehr preiswert.
Nur schade, dass ein FLIRT200 auch bei uns extra Kriterien zu erfüllen hat, z.B. Kompatibilität mit ERTMS Level 2. Und beim "Ambrüx" betrifft das sowohl das NL- als das BE-Dialekt des ERTMS Level 2. Folge 133.2.
Trivia: es hat bereits einen FLIRT auf der HSL-Zuid gefahren. Der Zug absolvierte Störstromfahrten auf der Strecke.
Das stimmt ja schon was du sagst aber dann hätte man sich ja auch die Kosten für eine HGV Strecke sparen können. Wenn man schon eine Hochgeschwindigkeitsstrecke hat, dann sollte man dies auch nutzen.
Bin ich mir nicht sicher.
Bei einer Schotterbahn wäre es bei 140-160 km/h wohl Schluss gewesen. Wenn man schneller fahren möchte, wäre man wohl zur festen Fahrbahn gezwungen: der Boden ist ja butterweich (für die Stabilisierung der HSL-Zuid war eine sechsstellige Zahl an Betonpfeilern notwendig).
Andererseits wären der Kostenunterschied zwischen 160 km/h und 300 km/h fester Fahrbahn relativ klein.
Jedoch hat man ja die Thalys Züge welche die Höchtgeschwindigkeit durchaus ausnutzen.
Thales ist der Hersteller unserer OV-Chipkartensoftware...:)
Wichtiger als die Geschwindigkeit ist aber doch, dass überhaupt Züge fahren. Wenn langsamere Züge dies wirtschaftlich machen, dann spricht doch eigentlich nichts dagegen, diese auch einzusetzen.
Das ist richtig.
Auf Amsterdam-Rotterdam-Breda dominiert der Inlands-IC-Verkehr. Erst auf Rotterdam-Antwerpen wird der HGV-Marktanteil grösser. Nicht umsonst haben die Belgier auf einer Rennbahn Antwerpen-Brüssel komplett verzichtet.
Diese Situation ist kommplett unterschiedlich von z.B. der Rennbahn K-F, wo vor allem Langstrecken-Rennzüge fahren. NRW-München, NRW-Basel und so. Der Marktanteil Köln-Siegburg/Bonn-Montabaur-Limburg-Mainport-Frankfurt durfte klein sein, sonst hätte dort schon stündlich ein IC-würdiger Zug mit allen Halten gefahren.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
160 km/h / 200 km/h
ITF, Mittwoch, 04.11.2015, 14:03 (vor 3844 Tagen) @ numi
Das Rumgeeier der NS finde ich nur noch peinlich.
Das Fyra Debakel ist nun mal passiert, da kann man nichts mehr machen. Aber dass sich seit Jahren nichts mehr tut finde ich nicht hinnehmbar. Die NS muss endlich eine neue Bestellung für einen mindestens 200km/h schnellen Zug aufgeben.
Um die teuere Infrastruktur ideal zu nutzen, sollten folgende Linien eingerichtet werden:
- Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brussel Noord - Brussel Midi - Lille
- Eindhoven - Tilburg - Breda - Norderkempen - Antwerpen - Mechelen - Brussel Noord - Brussel Midi
Die Verlängerung nach Lille sähe ich als interessanten Zusatznutzen, um auch zwischen diesen zwei Städten eine schnelle Verbindung anzubieten. Bisher ist Lille nach Norden eher mäßig angebunden und die eigentlich sich anbietende Nutzung des Eurostar nach Brüssel ist auch viel zu kompliziert. Zudem hätte man von Holland und Belgien so einen sehr guten Anschluss an die Vielzahl der TGV Interconnex-Züge von Lille
Die Linie von Eindhoven bindet auch die nicht von der Amsterdam Linie erfassten Teile der Niederlande an Brüssel und Antwerpen an. Derzeit ist der Zug von Eindhoven nach Belgien leider nicht konkurrenzfähig.
Den Haag braucht aus meiner Sicht keinen eigenen Zug nach Brüssel. Vielmehr sollten die Inlandszüge Den Haag - Venlo zwischen Rotterdam und Breda auch die Schnellstrecke nutzen. Dann hätte man von Den Haag entweder einen guten Umstieg in Rotterdam oder Breda nach Belgien.
160 km/h / 200 km/h
thelasse, Utrecht(NL), Mittwoch, 04.11.2015, 22:28 (vor 3844 Tagen) @ ITF
Das Rumgeeier der NS finde ich nur noch peinlich.
Das Fyra Debakel ist nun mal passiert, da kann man nichts mehr machen. Aber dass sich seit Jahren nichts mehr tut finde ich nicht hinnehmbar. Die NS muss endlich eine neue Bestellung für einen mindestens 200km/h schnellen Zug aufgeben.
Ich finde es nicht unbedingt peinlich. Was man einfach sehen muss ist das sich die Situation verändert hat. Der Fernbusverkehr hat zugenommen und auch Thalys hat seine Fahrten und Ziele ausgebreitet.Insofern ist es sinnlos zu fordern das man jetzt einen schnellen Zug schaffen muss weil man das 2012 so geplant hatte.Das sich nichts getan hat stimmt ja nicht die NS hat Plannungen für ein neues Konzept aufgestellt und diese auch umgesetzt (ob diese Plannungen jetzt gut sind ist Ansichtsache).
Die NS sieht eben ihre Aufgabe darin einen billigen dafür aber langsamen IC zu betreiben. Die Auslastung ist gut und der Zug gilt als zuverlässig also scheint eindeutig Nachfrage für einen solchen Zug da zu sein auch wenn er nur 160km/h fährt. Ich stimme dir aber zu das der Zug durchaus 200km/h fahren könnte wenn die Preise nicht hochgehen dafurch.
Ein wirklicher HGV-Zug macht keinen Sinn weil Thalys und in Zukunft auch Eurostar diesen Markt nunmal abdecken. Beide zusammen werden einen 60-Minuten Takt Amsterdam-Brüssel bilden. Ein 30-Minuten Takt macht beim besten Willen keinen Sinn.
Um die teuere Infrastruktur ideal zu nutzen, sollten folgende Linien eingerichtet werden:- Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brussel Noord - Brussel Midi - Lille
Dann kann man gleich in Breda halten weil man wenn man über die HSL fährt in Breda Kopf machen muss. Wenn man über die Altstrecke fährt kann man sich die neuen Fahrzeuge sparen weil die Strecke nur für 130/140kn/h zugelassen ist.
- Eindhoven - Tilburg - Breda - Norderkempen - Antwerpen - Mechelen - Brussel Noord - Brussel Midi
Könnte schwierig mit der Trasse Eindhoven-Breda werden(Oscar?).Aber sonst eine gute Idee. Vielleicht kann man mit zwei Zugteilen bis Breda fahren und dann fährt einer nach Den Haag und der andere nach Brüssel.
Die Verlängerung nach Lille sähe ich als interessanten Zusatznutzen, um auch zwischen diesen zwei Städten eine schnelle Verbindung anzubieten. Bisher ist Lille nach Norden eher mäßig angebunden und die eigentlich sich anbietende Nutzung des Eurostar nach Brüssel ist auch viel zu kompliziert. Zudem hätte man von Holland und Belgien so einen sehr guten Anschluss an die Vielzahl der TGV Interconnex-Züge von Lille
Es gibt doch bereits 2 Thalys Verbindungen Amsterdam-Lille und die Auslastung soll eher mäßig sein(?).Was vielleicht aber auch mit den teilweise doch recht hohen Thalys Preisen zusammenhängen könnte.
Die Linie von Eindhoven bindet auch die nicht von der Amsterdam Linie erfassten Teile der Niederlande an Brüssel und Antwerpen an. Derzeit ist der Zug von Eindhoven nach Belgien leider nicht konkurrenzfähig.Den Haag braucht aus meiner Sicht keinen eigenen Zug nach Brüssel. Vielmehr sollten die Inlandszüge Den Haag - Venlo zwischen Rotterdam und Breda auch die Schnellstrecke nutzen. Dann hätte man von Den Haag entweder einen guten Umstieg in Rotterdam oder Breda nach Belgien.
Das ist geplant aber nur Eindhoven-Den Haag. Venlo bekommt dann einen IC nach Amsterdam.
160 km/h / 200 km/h
ITF, Donnerstag, 05.11.2015, 07:05 (vor 3843 Tagen) @ thelasse
Das Rumgeeier der NS finde ich nur noch peinlich.
Das Fyra Debakel ist nun mal passiert, da kann man nichts mehr machen. Aber dass sich seit Jahren nichts mehr tut finde ich nicht hinnehmbar. Die NS muss endlich eine neue Bestellung für einen mindestens 200km/h schnellen Zug aufgeben.
Ich finde es nicht unbedingt peinlich. Was man einfach sehen muss ist das sich die Situation verändert hat. Der Fernbusverkehr hat zugenommen und auch Thalys hat seine Fahrten und Ziele ausgebreitet.Insofern ist es sinnlos zu fordern das man jetzt einen schnellen Zug schaffen muss weil man das 2012 so geplant hatte.Das sich nichts getan hat stimmt ja nicht die NS hat Plannungen für ein neues Konzept aufgestellt und diese auch umgesetzt (ob diese Plannungen jetzt gut sind ist Ansichtsache).>
Naja, sie haben gerade mal hinbekommen, dass der Verkehr, der seit Jahren in Form der Benelux-Züge fuhr wieder fährt. Das ist für mich eher eine Natmaßnahme denn ein Plan.
Die NS sieht eben ihre Aufgabe darin einen billigen dafür aber langsamen IC zu betreiben. Die Auslastung ist gut und der Zug gilt als zuverlässig also scheint eindeutig Nachfrage für einen solchen Zug da zu sein auch wenn er nur 160km/h fährt. Ich stimme dir aber zu das der Zug durchaus 200km/h fahren könnte wenn die Preise nicht hochgehen dafurch.>
Für so etwas setzt der Staat aber keine Milliardenteure HGV-Strecke unter den Meeresspiegel. Als Steuerzahler würde ich erwarten, dass aus der teuren Investition auch der maximale Nutzen herausgeholt wird. Und das kann nicht sein mit 160er Fahrzeugen über die Altbaustrecke zu tuckern. 200er Fahrzeuge mögen in Holland noch eine Rarität sein, in anderen kleinen Ländern (Belgien, Schweiz, Österreich) fahren derartige Fahrzeuge seit Jahren in nationalen IC-Diensten landauf landab.
Ein wirklicher HGV-Zug macht keinen Sinn weil Thalys und in Zukunft auch Eurostar diesen Markt nunmal abdecken. Beide zusammen werden einen 60-Minuten Takt Amsterdam-Brüssel bilden. Ein 30-Minuten Takt macht beim besten Willen keinen Sinn.>
Thalys und Eurstar sind wegehn ihrer Reservioerungspflicht auf völlig andere Kundengruppen zugeschnitten. Ein schneller IC über die HGV hätte da sicherlich seinen eigenen Marrkt.
Um die teuere Infrastruktur ideal zu nutzen, sollten folgende Linien eingerichtet werden:
- Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brussel Noord - Brussel Midi - Lille
Dann kann man gleich in Breda halten weil man wenn man über die HSL fährt in Breda Kopf machen muss. Wenn man über die Altstrecke fährt kann man sich die neuen Fahrzeuge sparen weil die Strecke nur für 130/140kn/h zugelassen ist.
- Eindhoven - Tilburg - Breda - Norderkempen - Antwerpen - Mechelen - Brussel Noord - Brussel Midi
Könnte schwierig mit der Trasse Eindhoven-Breda werden(Oscar?).Aber sonst eine gute Idee. Vielleicht kann man mit zwei Zugteilen bis Breda fahren und dann fährt einer nach Den Haag und der andere nach Brüssel.
Die Verlängerung nach Lille sähe ich als interessanten Zusatznutzen, um auch zwischen diesen zwei Städten eine schnelle Verbindung anzubieten. Bisher ist Lille nach Norden eher mäßig angebunden und die eigentlich sich anbietende Nutzung des Eurostar nach Brüssel ist auch viel zu kompliziert. Zudem hätte man von Holland und Belgien so einen sehr guten Anschluss an die Vielzahl der TGV Interconnex-Züge von Lille
Es gibt doch bereits 2 Thalys Verbindungen Amsterdam-Lille und die Auslastung soll eher mäßig sein(?).Was vielleicht aber auch mit den teilweise doch recht hohen Thalys Preisen zusammenhängen könnte.>
Da ist wieder das Thhalys-Problem mit der Reservierung etc. Die beiden Großräume mit jeweils über 1 Mio. Einwohner brauchen einen schnellen IC zwischeneinander. Da beitet sich eine Verlängerung des IC von Amsterdam an.
Die Linie von Eindhoven bindet auch die nicht von der Amsterdam Linie erfassten Teile der Niederlande an Brüssel und Antwerpen an. Derzeit ist der Zug von Eindhoven nach Belgien leider nicht konkurrenzfähig.Den Haag braucht aus meiner Sicht keinen eigenen Zug nach Brüssel. Vielmehr sollten die Inlandszüge Den Haag - Venlo zwischen Rotterdam und Breda auch die Schnellstrecke nutzen. Dann hätte man von Den Haag entweder einen guten Umstieg in Rotterdam oder Breda nach Belgien.
Das ist geplant aber nur Eindhoven-Den Haag. Venlo bekommt dann einen IC nach Amsterdam.
160 km/h / 200 km/h
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 05.11.2015, 11:36 (vor 3843 Tagen) @ ITF
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 05.11.2015, 11:40
thelasse:
Die NS sieht eben ihre Aufgabe darin einen billigen dafür aber langsamen IC zu betreiben.
Dabei gibt es einen Unterschied zwischen a. einem langsamen IC und b. einem absichtlich verlangsamten IC.
a. wäre ein 160 km/h IC Amsterdam-Brüssel auf direkter Weg.
b. wäre der vorgesehene Benelux Plus, der langsamer ist als ein Fernbus.
ITF:
Für so etwas setzt der Staat aber keine Milliardenteure HGV-Strecke unter den Meeresspiegel.
Angeblich doch.
Anfangs war man in NL zu viel auf die Anbindung an Paris fokussiert. Aber: Jean-Pierre und Josephine wollten schnell nach Amsterdam; Jan und Petra fanden die vorhandene Verbindung nach Paris schnell genug.
Mit der HSL-Zuid hatte man in NL allerdings endlich die Chance, die Verkehre Amsterdam-Den Haag v.v. und Amsterdam-Rotterdam v.v. zu trennen. Das hatte man ja auf der Strasse bis heute nicht hingekriegt.
Man hätte die Strecke als Schotterbahn bauen können. Dann wäre es bei 140 km/h Schluss. Grund dafür ist der butterweiche Boden. Wenn man also schneller fahren möchte, musste eine feste Fahrbahn her. Dann macht es m.W. wenig Unterschied, ob man eine 160 oder 300 km/h Strecke baut.
Als Steuerzahler würde ich erwarten, dass aus der teuren Investition auch der maximale Nutzen herausgeholt wird. Und das kann nicht sein mit 160er Fahrzeugen über die Altbaustrecke zu tuckern.
Das hatte die NS-Tochter damals doch vor? Nebst Thalys sollte halbstündlich Amsterdam-Rotterdam, halbstündlich Amsterdam-Breda, stündlich Amsterdam-Brüssel (direkt) und zweistündlich Den Haag-Brüssel (via Breda) angeboten werden. Alles mit 250 km/h schnellen Triebwagen.
Mit der Auslastung der Strecke war also wenig schief, vielleicht war das Angebot auf Rotterdam-Breda-Antwerpen etwas karg. Kritikpunkt meinerseits war nur, dass der vorgesehene Betrieb ein Inselbetrieb wäre = es gab keine Verlängerungen über die Strecke hinaus, ins Kernnetz. Aber HS Hispeed durfte das nicht, weil das Kernnetz in der Hand von NS Reizigers war. Und wenn doch, dann wären viel mehr V250-Triebwagen notwendig.
200er Fahrzeuge mögen in Holland noch eine Rarität sein, in anderen kleinen Ländern (Belgien, Schweiz, Österreich) fahren derartige Fahrzeuge seit Jahren in nationalen IC-Diensten landauf landab.
Richtige Stellungnahme, verbesserungswürdige Argumentation.
Ich stimme Dir zu, dass für Inlands-ICs auf der HSL-Zuid 200 km/h notwendig ist. Es geht allerdings nicht darum, was sonstwo landauf landab fährt, sondern was für unser Land nötig ist!
Aktuell verkehren die IC Direkt mit 160 km/h. Ab 2016 (2017?) soll das dann ein 15-Minutentakt auf beiden Streckenabschnitten werden:
a. halbstündlich Amsterdam-Rotterdam
b. halbstündlich Amsterdam-Rotterdam-Breda
c. halbstündlich Den Haag-Eindhoven, Rotterdam-Breda via HSL-Zuid
Tatsächlich ist es möglich, zwischen den 4 IC160 pro Stunde einen Thalys zu planen, der auch noch seine 300 km/h vmax ausfahren kann.
Wenn man aber irgendwann den Betrieb Amsterdam-Rotterdam auf 10-Minutentakt verdichten möchte, ist das bei der 160er Konstellation definitiv nicht mehr möglich. Bei der 200er Konstellation durfte man genau die Minuten gewinnen, mit denen ein Thalys mit vmax 300 km/h geht.
ITF vs. thelasse:
- Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brussel Noord - Brussel Midi - Lille
Dann kann man gleich in Breda halten weil man wenn man über die HSL fährt in Breda Kopf machen muss. Wenn man über die Altstrecke fährt kann man sich die neuen Fahrzeuge sparen weil die Strecke nur für 130/140kn/h zugelassen ist.
Von dieser Kopfmacherei in Breda halte ich nicht viel. Es gibt drei Verkehre:
a. Rotterdam-Antwerpen
Wer Rotterdam-Antwerpen fährt, braucht nicht in Breda zu halten. Hier empfehle ich einen stündlichen IC Amsterdam-Brüssel(-Lille?) auf direkter Weg.
b. Rotterdam-Breda
Hier soll ein 15-Minutentakt kommen, bestehend aus IC Amsterdam-Breda und IC Den Haag-Eindhoven.
c. Breda-Antwerpen
Stundentakt IC Breda-Brüssel mit verlängertem Noorderkempen-Shuttle.
- Eindhoven - Tilburg - Breda - Noorderkempen - Antwerpen - Mechelen - Brussel Noord - Brussel Midi
Könnte schwierig mit der Trasse Eindhoven-Breda werden(Oscar?).Aber sonst eine gute Idee.
Wenn schon Trasse, dann ist das Problem Breda-Tilburg, nicht Breda-Eindhoven.
Auf Breda-Tilburg verkehrt ja auch noch der "IC" 36nn Roosendaal-Zwolle. Ab Tilburg fährt dieser Zug nach Den Bosch weiter. Denkbar wäre Aufteilung dieser Relation:
a. Zwolle-Nijmegen (Zwolle-Arnhem als "IC", Bedienung aller Halte Arnhem-Nijmegen)
b. Arnhem-Brüssel (ab Breda also stündlich auf die HSL-Zuid)
c. "Sprinter" Utrecht-Breda wird nach Roosendaal verlängert
Eindhoven hat ja bereits eine Fernbusanbindung mit Antwerpen; ein IC Eindhoven-Breda-Antwerpen wäre bestenfalls nur geringfügig schneller.
Das Problem ist allerdings auch Fahrzeugmaterial. Sprich: NS-Wagenzugallergie. Es wäre eine Idee, die belgischen M6-Dostogarnituren mit Siemens Vectron zu bespannen und diese in die Niederlande zu schicken. Das sieht NS aber nicht gerne. Auch stellt man sich die Frage, ob die M6-Dostos im NL-Lichtraumprofil passen und ob sie mit NL-Bahnsteigen von 76 cm zurechtkommen. Dann beschafft NS lieber eine Reihe nagelneuen Triebwagen.
Für die internationale Relation sind Mehrsystemtriebwagen notwendig, die nur ein paar Dutzend km in Belgien verkehren. Deswegen auch die Aufteilung des "IC" 36nn in Arnhem/Nijmegen.
Vielleicht kann man mit zwei Zugteilen bis Breda fahren und dann fährt einer nach Den Haag und der andere nach Brüssel.
Das setzt allerdings einen relativ hohen Aufkommen Eindhoven-Breda und relativ niedrigen Aufkommen Breda-Brüssel und Breda-Den Haag voraus.
Leider ist vor allem Breda-Den Haag sehr stark besetzt, mehr noch als Breda-Eindhoven.
Den Haag braucht aus meiner Sicht keinen eigenen Zug nach Brüssel.
Verkehrstechnisch gebe ich Dir recht. Den Haag-Rotterdam ist nicht weit und es verkehrt jede 5-6 Minuten ein "IC". In Deutschland sind Wiesbaden und Mainz ja auch Landeshauptstädte, aber es fahren viel mehr Fernzüge nach Mainz, weil Mainz eine größere verkehrstechnische Bedeutung hat als Wiesbaden.
Aber auch bei uns spricht die Politik einiges mit.
Vielmehr sollten die Inlandszüge Den Haag - Venlo zwischen Rotterdam und Breda auch die Schnellstrecke nutzen.
Ist geplant, allerdings Den Haag-Eindhoven. Die Frage ist allerdings: was passiert mit Dordrecht? Wenn man Den Haag-Eindhoven auf die HSL-Zuid verlagert, entfällt die "IC"-Verbindung Dordrecht-Breda (Dordrecht-Rotterdam ist weniger das Problem, dort gibt es bereits 15-Minutentakt "IC" nach Den Haag HS und Leiden).
NS möchte Den Haag-Eindhoven in 15-Minutentakt anbieten. Dordrecht findet Den Haag-Eindhoven jede 15 Minuten OK, allerdings halbstündlich schnell (wie geplant) und halbstündlich langsam (wie heute).
Aufgrund Vollknoten Eindhoven wird es dann 15-Minutentakt Eindhoven-Breda. Wenn man aber abwechselnd via HSL-Zuid und Dordrecht fährt, entsteht auf Rotterdam-Den Haag einen 25-5 Takt, und bei 200 km/h sogar einen Trassenkonflikt (Zeitunterschied HSL-Zuid vs. via Dordrecht ist dann etwa 15 Minuten). Verkehrstechnisch wäre dann IC Eindhoven-Den Haag in 15-Minutentakt besser. Der IC Amsterdam-Breda endet dann in Rotterdam.
Für Dordrecht könnte man den 15-Minutentakt Leiden-Den Haag-Rotterdam-Dordrecht abwechselnd nach Vlissingen und Breda verlängern. Eine Verknotung in Breda wir dann schwer, aber Richtung Tilburg fahren dann 4 IC, 2 "IC" und 2 RB. Man hat also relativ schnell wieder einen Zug für die Weiterfahrt.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
160 km/h / 200 km/h
ITF, Donnerstag, 05.11.2015, 19:27 (vor 3843 Tagen) @ Oscar (NL)
Da scheinen wir uns doch ziemlich nache in der Sache zu sein. Im Grunde fordere ich auch nur, dass sich NS endlich Schritte unternimmt, damit sie wieder Richtung des Ursprungskonzeptes mit Fyra kommt.
Statt zweistündlich von Den Haag via Breda würde ich halt stündlich von Eindhoven sinnvoller finden.
Die Durchbindung nach Lille ist so eine Idee, weil ich finde es braucht einen schnellen IC zwischen beiden Städten, und da passt der Umlauf von Amsterdam halt gerade recht.
Aus meiner Sicht müsste alle halbe Stunde eine Trasse um 16/46 ab Eindhoven frei sein (3 Minuten vor dem RE um 19/49 nach Nijmegen). Ab Tilburg wäre man dann zwischen dem IC von Zwolle ab 37 und dem RE von Utrecht ab 45 eingeklemmt und würde dem IC im 3-4 Minutenabstand folgen.
Für Einhoven-Antwerpen käme ich dann auf eine Fahrzeit von 1:09 (Auto 1:10) und Eindhoven-Brüssel Nord 1:39 (Auto 1:38). Das wäre also ganz ok im Vergleich zum Auto.
Bei der Diskussion zwischen 160 und 200 möchte ich zu bedenken geben, dass der Abschnitt Rotterdam-Antwerpen mit etwa 90km schon lang genug ist, als dass sich der Fahrzeitunterschied zu den 300er Thalys-Zügen negativ bemerkbar machen würde. Für die je 40km NBS nördlich und südlich von Rotterdam bis Schiphol bzw. Breda dürfte es hingehen keinen großen Unterschied machen. Trotzdem ist man mit 200 auf der sicheren Seite was mögliche Trassenkonflikte angeht, und so riesig sind die Sprungkosten zwischen 160 und 200 dann auch wieder nicht.
Eine Durchbindung nördlich von Amsterdam könnte Sinn machen, wenn man in Zukunft 200 auf der Flevoline fahren will. Im bisherigen Fahrplan sehe ich weder von Rotterdam noch von Breda - trotz Nutzung der NBS - beim Umweg über Amsterdam einen Fahrzeitvorteil gegenüber zum direkten Weg via Utrecht bzw. Arnheim.
160 km/h / 200 km/h
numi, Freitag, 06.11.2015, 00:09 (vor 3843 Tagen) @ ITF
Bei der Diskussion zwischen 160 und 200 möchte ich zu bedenken geben, dass der Abschnitt Rotterdam-Antwerpen mit etwa 90km schon lang genug ist, als dass sich der Fahrzeitunterschied zu den 300er Thalys-Zügen negativ bemerkbar machen würde.
Ich habe das mal grob überschlagen.
Auf der Strecke Rotterdam-Antwerpen wäre ein 200 km/h Flirt (Vgl. NSB, MTR) ohne Zwischenhalt etwa 6,5 Minuten langsamer als der Thalys. Ein typischer 160 km/h Flirt bräuchte weitere 5 Minuten mehr (wäre also etwa 11,5 Minuten langsamer als der Thalys).
Auf dem Abschnitt Amsterdam-Rotterdam bräuchte der 200 km/h Flirt 3 Minuten mehr als der Thalys, der 160 km/h Flirt verliert weitere 3 Minuten (wäre also 6 Minuten langsamer als der Thalys).
Insgesamt auf Amsterdam Centraal - Bruxelles-Midi bräuchte der 200 km/h Zug also knapp 10 Minuten länger als der 300 km/h Thalys, beim 16o km/h Zug beträgt der Unterschied weitere 8 Minuten, also insgesamt 18 Minuten. Da die Beschleunigung sowie auch die Fahrgastwechselkapazität der auf Nahverkehrsplattformen basierenden Züge etwas höher ist (kommt natürlich auch auf die Zahl der Türen an), würde ich bei diesen Zügen noch jeweils 1 Minute je Halt abziehen. Damit wäre der 200 km/h Zug insgesamt 8 Minuten langsamer als der Thalys, der 160 km/h Zug 15 Minuten.
Der Thalys benötigt aktuell 1h50 für die Fahrt Amsterdam Centraal - Bruxelles-Midi. Mit dem 200 km/h Zug wären also wohl 1h58 machbar, mit dem 160 km/h Zug sind es 2h05.
NL: Eindhoven-Antwerpen.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 06.11.2015, 10:22 (vor 3842 Tagen) @ ITF
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 06.11.2015, 10:23
Hallo ITF,
Statt zweistündlich von Den Haag via Breda würde ich halt stündlich von Eindhoven sinnvoller finden.
Sehe ich auch so, allerdings dann ab Arnhem statt Eindhoven.
Aus meiner Sicht müsste alle halbe Stunde eine Trasse um 16/46 ab Eindhoven frei sein (3 Minuten vor dem RE um 19/49 nach Nijmegen). Ab Tilburg wäre man dann zwischen dem IC von Zwolle ab 37 und dem RE von Utrecht ab 45 eingeklemmt und würde dem IC im 3-4 Minutenabstand folgen.
Nur schade, dass diese Trasse zur Zeit nicht frei ist = sie ist dann für Cargos vorgesehen.
Solange zwischen Arnhem und Oberhausen gebaut wird, wird diese Cargotrasse benötigt sein.
Wenn die Trasse freikommt, durfte es in Eindhoven um '15/'45 genau passen:
Gleis 1 = IC 35nn Schiphol-Heerlen
Gleis 2 = RB 96nn Den Bosch-Deurne
Gleis 3 = IC von Antwerpen
Gleis 4 = IC nach Antwerpen
Gleis 5 = IC 35nn Heerlen-Schiphol
Gleis 6 = RB 96nn Deurne-Den Bosch
Problematischer wird's in Tilburg. RB 52nn Eindhoven-Tilburg Uni erreicht Tilburg um '05/'35. Ein 15 Minuten verschobener IC Eindhoven-Breda wäre um '08/'38 da. Der IC 19nn Den Haag-Eindhoven fährt um '07/'37 los, so auch der IC 36nn Zwolle-Roosendaal.
Wir haben also 4 Züge in Tilburg, aber leider nur 3 Gleise... und leider auch keine a/b Trennstelle wie in Den Bosch...:(
Gleisplan Tilburg (Tb, mittig)
Gleisplan Den Bosch (Ht, mittig)
Aber auch wenn das passen würde (wenn z.B. Tilburg ein viertes Bahnsteiggleis bekommt), wird NS diese Trasse lieber für eine Taktverdichtung Eindhoven-Den Haag verwenden. Es ist ja die einzige Strecke Randstad-Eindhoven, die noch nicht in 15-Minutentakt ist.
Eine Durchbindung nördlich von Amsterdam könnte Sinn machen, wenn man in Zukunft 200 auf der Flevoline fahren will. Im bisherigen Fahrplan sehe ich weder von Rotterdam noch von Breda - trotz Nutzung der NBS - beim Umweg über Amsterdam einen Fahrzeitvorteil gegenüber zum direkten Weg via Utrecht bzw. Arnheim.
Verkehrstechnisch sehe ich da auch keine Vorteile. Rotterdam-Zwolle gibt es schon halbstündlich in 1:37 mit einem direkten IC via Utrecht. Rotterdam-Amersfoort in genau 1:00. Damit ist das komplette nordöstliche Hinterland (Leeuwarden, Groningen, Enschede) abgedeckt.
Umlauftechnisch ist es aber vielleicht interessant, einen auf ICE International umgestellter Zug Berlin-Amsterdam via HSL-Zuid nach Brüssel zu verlängern. Aus DB Sicht: Anbindung von Rotterdam und Antwerpen ans ICE-Netz.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
NL: Eindhoven-Antwerpen.
thelasse, Utrecht(NL), Sonntag, 08.11.2015, 13:05 (vor 3840 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar
Umlauftechnisch ist es aber vielleicht interessant, einen auf ICE International umgestellter Zug Berlin-Amsterdam via HSL-Zuid nach Brüssel zu verlängern. Aus DB Sicht: Anbindung von Rotterdam und Antwerpen ans ICE-Netz.
So ein Zug ist sicher toll für Hochgeschwindigkeits-Fans. Würde denn Zug an sich aber für einen großen Teil der jetzigen Fahrgäste unattraktiv machen. Denn auf dem jetzigen Benelux-IC sind in Belgien die ganzen Pässe der NMBS gültig wie Go Pass,Rail Pass,Go Unlimited und so. Das macht den Zug vorallem für junge Leute attraktiv(und billig)und mit einem ICE würde man diese Gruppe wahrscheinlich so gut wie komplett verlieren.
NL: Eindhoven-Antwerpen.
ALR997, Sonntag, 08.11.2015, 13:16 (vor 3840 Tagen) @ thelasse
Hallo Oscar
Umlauftechnisch ist es aber vielleicht interessant, einen auf ICE International umgestellter Zug Berlin-Amsterdam via HSL-Zuid nach Brüssel zu verlängern. Aus DB Sicht: Anbindung von Rotterdam und Antwerpen ans ICE-Netz.
So ein Zug ist sicher toll für Hochgeschwindigkeits-Fans. Würde denn Zug an sich aber für einen großen Teil der jetzigen Fahrgäste unattraktiv machen. Denn auf dem jetzigen Benelux-IC sind in Belgien die ganzen Pässe der NMBS gültig wie Go Pass,Rail Pass,Go Unlimited und so. Das macht den Zug vorallem für junge Leute attraktiv(und billig)und mit einem ICE würde man diese Gruppe wahrscheinlich so gut wie komplett verlieren.
Innerbelgisch ist der ICE ja zuschlagpflichtig, wenn ich mich nicht irre. Für die Nutzer stellt sich die Frage, ob der Zuschlag die kürzere Reisezeit zwischen Antwerpen und Brüssel rechtfertigen würde.
Ob für Interrail-Nutzer ein ICE-Zuschlag vonnöten ist weiß ich nicht. Diese könnten dann ohne Zuschlag aber praktisch Hengelo - Brüssel ohne Problem durchfahren - bzw. um in gängigeres Beispiel zu nennen: Amsterdam - Brüssel.
Andererseits wäre das die erste direkte ICE-Verbindung Berlin - Brüssel, mit bescheidenen Fahrzeiten von rund 8 Stunden, dafür natürlich bequemer als mit dem (erstaunlicherweise sogar relativ großzügigen) Umstieg in Köln.
Da es ohnehin nur um einen einzelnen Zug pro Tag geht, vermutlich zu, für die Zielgruppe die du ansprichst, ungünstigen Uhrzeiten, würde ich mir darum nun weniger einen Kopf machen.
160 km/h / 200 km/h
thelasse, Utrecht(NL), Donnerstag, 05.11.2015, 11:37 (vor 3843 Tagen) @ ITF
Das Rumgeeier der NS finde ich nur noch peinlich.
Das Fyra Debakel ist nun mal passiert, da kann man nichts mehr machen. Aber dass sich seit Jahren nichts mehr tut finde ich nicht hinnehmbar. Die NS muss endlich eine neue Bestellung für einen mindestens 200km/h schnellen Zug aufgeben.
Ich finde es nicht unbedingt peinlich. Was man einfach sehen muss ist das sich die Situation verändert hat. Der Fernbusverkehr hat zugenommen und auch Thalys hat seine Fahrten und Ziele ausgebreitet.Insofern ist es sinnlos zu fordern das man jetzt einen schnellen Zug schaffen muss weil man das 2012 so geplant hatte.Das sich nichts getan hat stimmt ja nicht die NS hat Plannungen für ein neues Konzept aufgestellt und diese auch umgesetzt (ob diese Plannungen jetzt gut sind ist Ansichtsache).>
Naja, sie haben gerade mal hinbekommen, dass der Verkehr, der seit Jahren in Form der Benelux-Züge fuhr wieder fährt. Das ist für mich eher eine Natmaßnahme denn ein Plan.
Man hat einen Plan aufgestellt wie man die HSL besser auslasten kann(z.B. mehr ICD-Züge) und man hat den Benelux Plus geplant. Das es nunmal etwas länger dauert hängt einfach damit zusammen das man es eben nicht allein entscheiden kann sondern beim Benelux auch Belgien mit einbeziehen muss.
Die NS sieht eben ihre Aufgabe darin einen billigen dafür aber langsamen IC zu betreiben. Die Auslastung ist gut und der Zug gilt als zuverlässig also scheint eindeutig Nachfrage für einen solchen Zug da zu sein auch wenn er nur 160km/h fährt. Ich stimme dir aber zu das der Zug durchaus 200km/h fahren könnte wenn die Preise nicht hochgehen dafurch.>
Für so etwas setzt der Staat aber keine Milliardenteure HGV-Strecke unter den Meeresspiegel. Als Steuerzahler würde ich erwarten, dass aus der teuren Investition auch der maximale Nutzen herausgeholt wird. Und das kann nicht sein mit 160er Fahrzeugen über die Altbaustrecke zu tuckern. 200er Fahrzeuge mögen in Holland noch eine Rarität sein, in anderen kleinen Ländern (Belgien, Schweiz, Österreich) fahren derartige Fahrzeuge seit Jahren in nationalen IC-Diensten landauf landab.
Ich habe ja auch gesagt das ich 200km/h Fahrzeug gut fände aber eben keine 250km/h Züge oder mehr. Ich denke man muss auf jeden Fall die Fahrzeit von 2012 wieder schaffen und das kann man denke ich nur mit 200km/h Fahrzeug denn die Belgier wollen eigentlich keinen Halt aufgeben. Wahrscheinlich kann man mit der HSL und 200km/h Fahrzeugen sogar eine Fahrzeit von 2:30 Stunden schaffen. Das ist meiner Ansicht nach durchaus annehmbar.
Ein wirklicher HGV-Zug macht keinen Sinn weil Thalys und in Zukunft auch Eurostar diesen Markt nunmal abdecken. Beide zusammen werden einen 60-Minuten Takt Amsterdam-Brüssel bilden. Ein 30-Minuten Takt macht beim besten Willen keinen Sinn.>
Thalys und Eurstar sind wegehn ihrer Reservioerungspflicht auf völlig andere Kundengruppen zugeschnitten. Ein schneller IC über die HGV hätte da sicherlich seinen eigenen Marrkt.
Um die teuere Infrastruktur ideal zu nutzen, sollten folgende Linien eingerichtet werden:
- Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brussel Noord - Brussel Midi - Lille
Dann kann man gleich in Breda halten weil man wenn man über die HSL fährt in Breda Kopf machen muss. Wenn man über die Altstrecke fährt kann man sich die neuen Fahrzeuge sparen weil die Strecke nur für 130/140kn/h zugelassen ist.
- Eindhoven - Tilburg - Breda - Norderkempen - Antwerpen - Mechelen - Brussel Noord - Brussel Midi
Könnte schwierig mit der Trasse Eindhoven-Breda werden(Oscar?).Aber sonst eine gute Idee. Vielleicht kann man mit zwei Zugteilen bis Breda fahren und dann fährt einer nach Den Haag und der andere nach Brüssel.
Die Verlängerung nach Lille sähe ich als interessanten Zusatznutzen, um auch zwischen diesen zwei Städten eine schnelle Verbindung anzubieten. Bisher ist Lille nach Norden eher mäßig angebunden und die eigentlich sich anbietende Nutzung des Eurostar nach Brüssel ist auch viel zu kompliziert. Zudem hätte man von Holland und Belgien so einen sehr guten Anschluss an die Vielzahl der TGV Interconnex-Züge von Lille
Es gibt doch bereits 2 Thalys Verbindungen Amsterdam-Lille und die Auslastung soll eher mäßig sein(?).Was vielleicht aber auch mit den teilweise doch recht hohen Thalys Preisen zusammenhängen könnte.>
Da ist wieder das Thhalys-Problem mit der Reservierung etc. Die beiden Großräume mit jeweils über 1 Mio. Einwohner brauchen einen schnellen IC zwischeneinander. Da beitet sich eine Verlängerung des IC von Amsterdam an.
Was ich damit meinte war auch eher die Frage ob hier Nachfrage da ist. Wenn man den bestehenden Takt beibehält würde man stündlich
nach Lille fahren. Ich meine ob es nicht ausreicht nur einen Teil der Züge nach Lille durchzubinden man hat ja schließlich auch die Umsteigeverbindung in Antwerpen.
Die Linie von Eindhoven bindet auch die nicht von der Amsterdam Linie erfassten Teile der Niederlande an Brüssel und Antwerpen an. Derzeit ist der Zug von Eindhoven nach Belgien leider nicht konkurrenzfähig.Den Haag braucht aus meiner Sicht keinen eigenen Zug nach Brüssel. Vielmehr sollten die Inlandszüge Den Haag - Venlo zwischen Rotterdam und Breda auch die Schnellstrecke nutzen. Dann hätte man von Den Haag entweder einen guten Umstieg in Rotterdam oder Breda nach Belgien.
Das ist geplant aber nur Eindhoven-Den Haag. Venlo bekommt dann einen IC nach Amsterdam.