Ja, das gab es in der langen Geschichte des Streikrechts! (Aktueller Betrieb)

GUM, Mittwoch, 15.10.2014, 11:47 (vor 4192 Tagen) @ Nordy

Schon mal überlegt, wenn das so wäre, würde jeder Arbeitgeber 0,01% Erhöhung anbieten und jeder Streik wäre rechtswidrig nach deiner Rechtsauffassung.

Interessanterweise gab es das vor zig Jahren schon mal. Dort gingen die Arbeitgeber mit einem Angebot von 0%-Lohnsteigerung in die Verhandlungen, weil ein Konjunkturabschwung drohte. Und der Erhalt des Unternehmens Vorrang hatte.

Auch da gab es die klassischen Eskalationsstufen der Verhandlungen, eines kleinen Warnstreiks und erst dann eines Flächenstreiks.

Das was die GDL macht ist einzigartig: Sie erklärt selbst die Alleinzuständigkeit für neue Berufsgruppen und möchte sich nicht den bisherigen Verhandlungsritualen "unterwerfen".

Meiner Meinung nach herrscht deshalb bis zu richtigen Verhandlungen und der Nennung eines Schlichters tatsächlich eine Friedenspflicht.

Wie würde denn die GDL reagieren, wenn der Arbeitgeber mit einer angekündigten ebenso flächendeckenden Aussperrung reagieren würde?

Der DB Bahn trickst, siehe Kommentar dazu in der Presse hier: http://www.fr-online.de/wirtschaft/kommentar-deutsche-bahn-die-deutsche-bahn-trickst,14...

Das ist kein "tricksen", sondern wenn die Fakten stimmen sollten, reine Notwehr der Bahn. Letztendlich stehen wir vor einer Konjunkturabschwächung und eigentlich braucht man ja Ruhe im Konzern.

Für die GDL wäre es wesentlich besser, das Thema der Beschäftigungssicherung anzusprechen und eine fünfjährige Outsourcing-Sperre für IC Busse und ähnliche Gefährte auszuhandeln. Kann ja nicht sein, dass ein Bus München->Prag unter DB Logo und ausländischem Kennzeichen fährt.

Das wäre ein bedeutendes Thema. Nicht Forderungen aufstellen wo der Konzern eh kein Geld hat.

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