Blaupause wie man seinen Arbeitgeber ruiniert.... (Aktueller Betrieb)

GUM, Mittwoch, 15.10.2014, 11:14 (vor 4191 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Die Pressemitteilung der Gewerkschaft ist ein beeindruckendes historisches Dokument.

Wer mal den Taschenrechner anstellt und überschlagsmäßig rechnet, der wird die Substantiiertheit der Forderungen in Abrede stellen:

+ Die Arbeitszeitverkürzung alleine kostet in Geldeinheiten gerechnet 5,4 %, da sich die Lokführer ja innerhalb der Beitragsbemessungsgrenzen bewegen und auf alle zusätzlichen Zahlungen auch Sozialversicherunngsbeiträge bezahlt werden.

Ebenso müsste die Bahn über Nacht einen um mindestens 6-9 % erhöhten Personalbestand an Lokführern haben, da die 2-stündige Verkürzung der Wochenarbeitszeit übertrieben gesprochen nicht dazu führen darf, dass ein ICE schon in München-Pasing endet, weil die neue Tagesarbeitszeit "rum" ist.

Mehrarbeit möchte die GDL ja auch nicht mehr haben!

Damit steigen auch die mit der Ausbildung (Trainer, Simulator, Prüfung) verbundenen Kosten beinahe linear um 6-9 %!

+ Die 60 Euro Zulage bei 30 Jahren Berufserfahrung sind grob geschätzt noch einmal knapp 2,N % des Grundgehaltes (Tarifvertragsfüchse werden den exakten Wert kennen).

+ Deckelung auf weniger als 1 Überstunde pro Woche wäre in der freien Industrie auch nicht denkbar. Steigert die Kosten der Personaldisposition und Reserven auch um einen kleinen einstelligen Prozentsatz.

+ Dann noch die 5%-Gehaltserhöhung.

Forderungssumme irgendwo zwischen 12-20 Prozent, die beim Arbeitgeber kostenwirksam aufschlagen.

Neben der "Unterwerfungsproblematik", die Herr Weselsky immer wieder betont, zeigt dies eine enorme Weltfremdheit.

Schließlich befindet sich die Bahn nicht in der Lage der "renommierten" Bekleidungs-"Luxus"-Hersteller die ostasiatiche Arbeit zu Butterbrotpreis einkauft und locker mal 10 Prozent Lohnerhöhung locker machen kann.

Wer also eine Blaupause braucht, wie man seinen Arbeitgeber zu ruinieren versucht, der wird bei Herr Weselsky fündig.

Heute abend gibt es dann auf dem Heimweg wieder einen kurzen Spaziergang zur Demokratie:

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