Donau–Moldau–Bahn (Allgemeines Forum)

caboruivo, CH, Sonntag, 09.03.2014, 13:09 (vor 4413 Tagen) @ Splittergattung

Hallo

Man denkt da allerdings auch über eine NBS nach, die die Fahrzeit wäre bei 200 km/h dann etwa eine Stunde. Die NBS ist für den BVWP angemeldet

Es gibt ja das Projekt namens Donau-Moldau-Bahn mit einer Verbindungskurve bei Schwandorf und einem Tunnel zwischen Furth im Wald und Česká Kubice. Wird diese Planung noch weiter verfolgt?

Denn dann würde man München–Regensburg–Furth im Wald–Pilsen–Prag fahren. Mit einer optimal ausgebauten Strecke würde man wieder schneller als via Erfurt–Dresden werden.


Dann landen wir also für München - Erfurt - Dresden - Prag bei einer reinen Fahrzeit von 5,5 Stunden, also immer noch schneller als heute direkt. Allerdings kommen noch die Umsteigezeiten dazu, momentan existiert bei der DB kein CZ-zugelassenes HGV-Material.

Die Frage ist, ob in der Sächsischen Schweiz noch mehr Züge möglich sein werden. Ein Fernverkehrs-Stundentakt Prag–Dresden mit alternierender Weiterführung nach Berlin und München wäre keine schlechte Idee, doch man sollte die Donau–Moldau–Bahn nicht vergessen.

Für ICE München–Ingolstadt–Nürnberg–Erfurt–Leipzig–Dresden–Prag sprechen die bereits vorhandene (oder alsbald vollendete) Infrastruktur, jedoch muss insbesondere zwischen München und Ingolstadt alle zwei Stunden eine entsprechende Trasse gefunden werden. Zudem gäbe es hier die Renaissance der direkten Fernverkehrsverbindung Nürnberg–Dresden, auch wenn Hof, Plauen, Chemnitz, und Zwickau aussen vor bleiben. Ich denke jetzt nicht, dass das Potential nach einer schnellen Verbindung Dresden–Nürnberg grösser sein wird, als dasjenige einer langsamen IC-Linie via Chemnitz und Zwickau. Nur hat die DB bereits mit dem IRE Miese gemacht, was solche Planungen nicht gerade fördert.

Für ICE München–Landshut–Regensburg–Furth im Wald–Pilsen–Prag würden bei erfolgter Vollendung der DMB neu erschlossene Fernverkehrsrelationen sprechen. So erhält Landshut beispielsweise den Fernverkehr zurück, während man in Regensburg einen Knoten mit der ICE-Linie Frankfurt–Wien schaffen kann. Dagegen würde sprechen, dass hier eine Direktverbindung Nürnberg–Prag zusätzlich eingeführt werden muss, die Vogtlandbahn betrieb ja ein paar Zugspaare, die aber mittlerweile leider eingestellt wurden. Es müssen auch noch grosse Teile der Strecke elektrifiziert werden. Bis das so weit ist, wird man wohl über grenzüberschreitendes Material gedacht haben. Die Frage ist dann, ob der Verkehr München–Prag von Seiten der CD wieder in Zusammenarbeit mit der DB geführt wird oder man die Kooperation mit Netinera fortsetzt. In letzterem Falle würde die DB weitere Konkurrenz im Fernverkehr erhalten, mit den Konsequenzen für die Fahrgäste, dass diese Linie nicht optimal ins restdeutsche Fernverkehrsnetz eingebunden sein wird.

Gruss

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Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive


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