Bessere Fahrgastrechte sind machbar (Aktueller Betrieb)

Berliner65, Berlin, Montag, 25.11.2013, 16:36 (vor 4517 Tagen) @ Mario-ICE

Die Frage ist halt wer die Bahn in deinen Augen ist, weil die Bahn es so nicht mehr gibt.

Ach Gottchen, wie niedlich. Wenn wir über Verspätungen im ÖPFV reden, dann entspricht "die Bahn" den Unternehmen, die als EVU ÖPFV-Verbindungen anbieten (aks DB Fernverkehr). Das war aus dem Kontext ersichtlich - warum die Nachfrage? Rhetorik? Vom Thema abzulenken?

[Randbemerkung: so lange die DB AG der Volk verkaufen will, dass "Eisenbahn in Deutschland" nur mittels eines integrierten Konzerns möglich ist, darf der geneigte Kunde von "die Bahn" sprechen. Jederzeit. bei allen Themen.]

Weitere Frage kann/sollte die Bahn dafür verantwortlich gemacht werden, dass im Durchschnitt 3 Leute ...

Das ist nicht das Thema. Bitte nicht ablenken. Es geht [zumindest mir in diesem Thread] um die ganzen Verspätungen / Ausfälle / Schlechtleistungen, die durch Unternehmensverschulden entstehen.

Meine letzten Fahrten und die damit verbundenen Negativerfahrungen waren nicht dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn wegen externer Einflüsse nicht liefern konnte (kein Selbstmörder, auch nicht als Folgeerscheinung / kein Sturm / kein Hochwasser / kein Schnee). Die Bahn führt täglich ca. 1.300 Fernverkehrsfahrten durch (Quelle: wikipedia). Mit steigender Tendenz sind diese problembelastet. Und mehrheitlich liegt eigenes Verschulden vor. Für "Zug fällt aus wegen zu starkem Sturm" habe ich Verständnis, dass ist höhere Gewalt!

Kein Verständnis gibt es für
"Zugausfall wg fehlendem Tfzf",
"50% der First-Plätze wg Wagenausfall nicht vorhanden (in derselben Garnitur mehrere Tage nacheiannder!)",
"Zug kann am Startbahnhof nicht bzw. nur stark verspätet bereitgestellt werden",
"Reservierungen können nicht angezeigt werden",
"immer mehr Toiletten unbenutzbar",
"die Speisekarte im Resto ist ein Traum mit nur geringem Realitätsbezug" etc.

[Grüße an den User henrik: es wäre schön, wenn Du die vorstehende Auflistung nicht mit "sind nur Einzelfälle" beantwortest. Danke.]

Das Ganze wird getoppt von
"nicht ausreichend geschultem Personal (an einigen Positionen)".
Bevor mir wegen des vorhergehenden Satzes die Steine um die Ohren fliegen ergänze ich: IN den FV-Zügen erlebe ich fast imemr motiviertes, freundliches, fachkompetentes Personal. Für die diversen Counter erlaube ich mir ein negativeres Urteil.

Der Verspätungsgründe gibt es viele, nicht alle sind bei der Bahn als Verursacher zu sehen.

Ich habe gelernt zu unterscheiden.
Mich ärgern nur die, die "die Bahn" (sic!) zu vertreten hat.
Und zwar gewaltig - weil es immer mehr werden!

Damit wir uns nicht falsch verstanden, Entschädigungen sind gut und richtig, nur lässt sich eine 100%-Pünktlichkeit in einem komplexen System Bahn nicht realisieren.

Berliner: "Warum fahren Ihre Züge nicht so pünktlich wie in der Schweiz?"
Bahnsprecher: "Das kann man nicht vergleichen. Die Schweiz ist klein - Deutschland ist groß. Die Schweiz ist ja quasi nur ein etwas zu groß geratenes S-Bahn-System. Da ist etwas anderes möglich als im DB-Langstreckenverkehr."
Berliner: "Ach so. Das liegt an der Netzgröße? Okay. Warum ist das Berliner S-Bahn-Netz binnen zehn Jahren mehrfach kollabiert?"
Bahnsprecher: "Tja, ... äh ... ach was fragen Sie mich denn - ich gehöre zu DB Fernverkehr!"

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