HSL-Zuid Seifenoper (162): Ausschreibung muss erneut? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 18.10.2013, 09:17 (vor 4623 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 18.10.2013, 09:18

Vorherige Folgen: 150, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 159, 160, 161.


Hallo ICE-Fans,


in Folge 161 habe ich die Vorhaben von NS 2014-2021 auseinandergesetzt. Für was es wert ist. Denn es hat sich wieder etwas getan.

In diesem Beitrag wird einiges an Komplottheorien getan. Verschiedene Leute, die behaupten das beste mit dem Fahrgast vorzuhaben, versuchen in Wirklichkeit NS aus dem Geschäft zu bewegen.

Als Mittel dazu dient die europäische Kommission. Diese untersucht, ob zur Zeit der HSL-Ausschreibung die staatliche Unterstützung der NS gesetzlich erlaubt war. Vorwürfe sind:

a. NS wurde staatlich unterstützt, Arriva und Veolia nicht. Das sei unfair.
Hmmm... Deutsche Bahn (a.k.a. Arriva) ist also kein Staatsunternehmen...?
b. Konzession wurde 2011 zwischenzeitlich geändert.
c. Leistungen in der Konzession werden von NS nicht geliefert, sowohl vor als nach der zwischenzeitlichen Änderung 2011.

Wäre diese Unterstützung gesetzwidrig, dann ist die ganze Ausschreibung zunichte und geht bezüglich Fahrzeugmaterial und Dienstleistung die Uhr 15 Jahre zurück. Auch die in Folge 161 beschriebene Vorhaben gehen dann in den Papierkorb.

Für mancher Beneluxpendler haben die Vorhaben sowieso nur Papierkorbwert. Hier ein Bild:

[image]

Dieser Zug stammt aus 1957 und bediente erstmals Amsterdam-Brüssel direkt, in einer Zeit als sogar der Shinkansen nur auf dem Reißbrett bestand. Er ist schneller als der Zug, der 2014 die Relation Amsterdam-Brüssel fahren soll. Dabei sei bemerkt, dass der 2014-Zug Rotterdam-Antwerpen via HSL fährt und somit eine kürzere Strecke fährt als der 1957-Zug.

Die ChristenUnie behauptet, dass die HSL-Zuid in Ordnung ist, nur abseits der Strecke zuviel Zeit verbummelt wird.
So ist Amsterdam-Schiphol bestenfalls mit 80 km/h befahrbar. Auch die Weiche, die Breda Richtung Antwerpen mit der HSL-Zuid verknüpft ist mit nur 80 km/h befahrbar. Das war ja billiger als eine 140 km/h Weiche. Hier wurde also klar an der falschen Stelle gespart.

Sollte NS nichtdestotrotz den Kampf gewinnen, dann wird die Markenname Fyra verschwinden. Die Surrogatzüge, welche zwischen Amsterdam-Breda verkehren, sollen umbenannt werden. Spekulationen gibt es viele: IC Maxima, IC Direkt, IC Plus. Bestätigt wurde noch nichts.

Arriva hat eine alternative Planung erfaßt. Diese ist in diesem PDF zu finden. Wenn Zeit es zuläßt, werde ich beide Vorschläge (NS/NMBS vs. Arriva/DB) nebeneinander legen.
So wie ich es sehen kann, zuerst 200 km/h DB-IC-Wagenzüge, dann 300 km/h "ICE International".
Hatte eher ICx-Triebwagen erwartet.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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