NL: "IC Maxima"...:) (Allgemeines Forum)
Von den 1957-er-Hundekop-Zügen sind sicher auch keine Bremsleitungen und Elektrokabel vom Unterboden abgefallen und keine Türen aus den Angeln gefallen und keine Achsen durchgerostet. Die hatten auch keine Elektronik, die Fehlermeldungen ausgab: "Kraftstofftank leer".
Früher hat man bei der Einführung neuer TFZ-Typen erst einmal mit Prototypen gearbeitet. Das war bei der DB bei der E 10 so, es gab 5 Prototypen mit verschiedenen Ausführungen der Steuerung und der Kraftübertragung. Diese Prototypen hat man erst einmal 4 Jahre getestet. Durchgesetzt hat sich das, was am wenigsten fehleranfällig war. Die Dinger fuhren z.T. über 50 Jahre. Man darf gespannt sein, ob die 101 so lange fahren wird, auch wenn die 101 beileibe keine schlechte Lok ist und viel leistungsfähiger als die E 10.
Auch beim ICE 1 hat es einen Prototypen gegeben, darüber hinaus hatte man bereits mit der 120 (die erste Drehstrom-Lok der DB) Erfahrungen mit der IGBT-Steuerung und den Drehgestellen gesammelt.
Beim ICE-Velaro dagegen wird man den Eindruck nicht los, dass die Prototyp-Phase teilweise in Richtung des Zulassungsverfahrens verschoben wurde.
Beim Ansaldobreda V250 sieht es noch ganz anders aus. Dort hat man nach jahrelanger Verzögerung so etwas wie einen Voraus-Prototypen geliefert, der dann jahrelang getestet und getestet und getestet und getestet wurde. Am Ende endloser "Testritten" hatte man dann so etwas wie einen endgültigen Prototypen, laut Gutachter jeder etwas anders gefertigt, und die Dinger wurden dann entgegen etlicher Bedenken und trotz Bauchgrimmen für den kommerziellen Verkehr freigegeben. Wohl nicht zuletzt auf politischen Druck: "Wie lange wollt ihr noch Testritten machen?" Dass das schiefgehen musste, war vorprogrammiert. Aber man war ja bereits in der Sackgasse.
Der Schock sitzt jetzt wohl so tief, dass die NS jetzt nicht mehr die geringste Lust auf Experimente hat. Daher erst einmal der Ankauf von Traxx-Loks, die fahren nur 160 km/h, aber von denen weiß man immerhin, dass sie fahren.
Ob es wirklich eine Neuausschreibung geben wird, das wage ich zu bezweifeln. Die Niederländer (bis in die hohe Politik) werden sich nach Leibeskräften dagegen sträuben, und Niederländer können glaube ich sehr hartnäckig sein. ;) Die werden wenn es sein muss 50 Rechtsverdreher beschäftigen, von denen mindestens einer einen juristischen Dreh finden wird, wie man aus der Sache am besten rauskommt. Auch das EU-Recht wird biegsam, wenn man nur lange genug mit dem Hintern drauf rum reitet.
Anschließend werden sie die Lösung wählen, die am wenigsten nach Experiment aussieht, und wahrscheinlich auch kostenbetont, weil die ganze Seifenoper ja schon genug Geld gekostet hat. Teure Extravaganzen werden die sich glaube ich nicht mehr leisten.
gesamter Thread:
- HSL-Zuid Seifenoper (162): Ausschreibung muss erneut? -
Oscar (NL),
18.10.2013, 09:17
- HSL-Zuid Seifenoper (162): Ausschreibung muss erneut? -
Tabernaer,
18.10.2013, 16:42
- NL: Benelux-Züge -
Oscar (NL),
18.10.2013, 17:08
- NL: Benelux-Züge -
Tabernaer,
19.10.2013, 11:08
- NL: Benelux-Züge (1957), Stichting Hondekop 4. - Oscar (NL), 19.10.2013, 13:38
- NL: Benelux-Züge -
Tabernaer,
19.10.2013, 11:08
- NL: Benelux-Züge -
Oscar (NL),
18.10.2013, 17:08
- HSL-Zuid Seifenoper (162): Ausschreibung muss erneut? -
ICE11,
18.10.2013, 18:16
- NL: "IC Maxima"...:) -
Oscar (NL),
18.10.2013, 20:05
- NL: "IC Maxima"...:) - Pantograph, 20.10.2013, 18:22
- NL: "IC Maxima"...:) -
Oscar (NL),
18.10.2013, 20:05
- HSL-Zuid Seifenoper (162): Ausschreibung muss erneut? -
Tabernaer,
18.10.2013, 16:42