(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:11 (vor 4995 Tagen)
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:13

-> http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Radikaler-Schnitt-bei-ICE-geplant-Nur-no...

Ein tagesfüllender Parallelbetrieb des Fernverkehrs im Saaletal, der sich ohne Zuschüsse tragen muss, lohnt sich den Angaben zufolge nicht.

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.

Nur in Tagesrandlagen plant die Bahn Verbindungen: Morgens sollen zwei Züge nach Berlin fahren, abends zwei von Berlin zurück. Nach OTZ-Informationen sollen diese ICE gegen 5.30 Uhr und 7.30 Uhr in Jena starten und die Hauptstadt gegen 8 Uhr und kurz nach 10 Uhr erreichen. Einer der Züge soll bis Hamburg durchfahren. Rückfahrten sollen gegen 19 Uhr und gegen Mitternacht in Jena eintreffen.

Das entspricht der Zeitlage der aktuellen ICE 1515/1614. Die anderen beiden Zeitlagen wären neu.

Die Bahn selbst geht von einem geringen Interesse an diesem Angebot aus. Sie schätzt, dass die Zahl der Reisenden im Abschnitt zwischen Leipzig und Jena unter 100 pro Zug liegen wird, will das Angebot aber offenbar unterbreiten, um guten Willen zu zeigen.

Ist wohl klar, da eine Vielzahl von Leuten doch lieber am Tag fährt. Zudem haben Umsteiger auf die Regionalzüge schon Probleme um 5 Uhr in Jena zu sein bzw. kommen um Mitternacht nicht mehr aus Jena weg.

Ob die Züge in Saalfeld oder Jena-Göschwitz enden, steht noch nicht fest. Schnellzüge aus dem Saaletal in Richtung München sind dem Konzept zufolge gar nicht mehr geplant.

Hauptsache keine Konkurrenz für die NBS....

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen verweist darauf, dass Kunden ab 2018 schneller als heute in die bayrische Landeshauptstadt kommen, selbst wenn sie nach Erfurt fahren und dort in den ICE einsteigen müssen. Die höheren Ticketpreise, die Bahnkunden wegen des Umweges zahlen, erwähnt die NVS nicht.

Ich glaube, dass spricht für sich.

Wesentlich verbessern soll sich den Plänen zufolge die Situation auf der Mitte-Deutschland-Schiene. Wie es aus Bahnkreisen heißt, sieht das Konzept drei Zugpaare täglich zwischen Gera und dem Ruhrgebiet vor. Die Doppelstock-Intercity mit gut 450 Plätzen sollen in Gera beginnen und jeweils Regionalexpress-Züge ersetzen. Dafür gelten bis Erfurt Nahverkehrsfahrscheine. Das Land soll für diese Tariföffnung einen Ausgleichsbeitrag an die Bahn entrichten. Ob eine Unterstützung rechtlich möglich ist, müssen die Fachleute noch prüfen.

Das gleiche Prinzip wie in Niedersachsen.

Falls der Abschnitt zwischen Gera und Weimar elektrifiziert wird und viele Kunden einsteigen, sollen sogar vier IC pro Tag und Richtung möglich sein. Die Bahn erwägt in diesem Fall einen Vier-Stunden-Takt.

Das entspricht etwa den Erwartungen von Naseweiß und mir aus den fiktiven Fahrplanentwürfen.


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