Preiserhöhungen werden mehr und mehr versteckt (Fahrkarten und Angebote)

bahnsocke, Flensburg, Donnerstag, 13.10.2011, 12:56 (vor 5487 Tagen) @ funthomas

Die wesentlich wichtigere Nachricht ist für mich an sich nicht die Preiserhöhung im Fahrpreis, sondern das fortführen des erhöhen der Reservierungsentgelte. Auch wenn es für einige Kundengruppen nun etwas günstiger ist, denke ich hatten die meisten bisher Online oder am Automaten reserviert bei gleichzeitigen Kauf einer Fahrkarte. So dass pro getätigter Reservierung sicherlich noch ein Betrag von etwa 1€ als zusätzliche Marge, im Vergleich zum Status Quo, hängen bleibt. Da kommt dann auch einiges über das Jahr zusammen.

Bisher hat man uns ja immer versucht zu erklären, dass Reservierungsgebühren eine Art Schutzgebühr darstellen sollen. Damit nicht irgendwelche Wucherer im großen Stiel für stark augelastete Züge viele Reservierungen tätigen um darauf zu spekuliern im Zug oder auf dem Bahnhof diese Plätze an platzlose teuer zu verkaufen. Dieses Erklärungsmuster können die ständigen Preisrunden an der Reservierung nicht standhalten. Da wird ganz klar versucht Preiserhöhungen durchzudrücken wo sie nicht so auffallen. Das Prinzip ist aus der Luftfahrt ja bereits bestens bekannt wo auch für alles mögliche Gebühren erfunden werden.

Der Pfad ist aber ein sehr zweischeidiges Pferd. Wenn die Erhöhung jetzt dazu führt, dass mehr und mehr Kunden keine Reservierung mehr tätigen steigt die Kundenunzufriedenheit bei überfüllten Zügen was insgesamt sehr großen Kollateralschaden für die Bahn bedeuten kann. Ich würde es eher befürworten, wenn die Bahn Reservierungen nicht als rentierende Zusatzeinnahme ansehen würde, sondern ein Serviceangebot mit dem sich Fahrgäste einigermaßen Sicher fühlen können einen Platz zu bekommen und so eine angenehme Reise zu erleben. So hatte ich das früher bei Preisen von ich glaube 1€ auch aufgefasst.

Ps: Reise schon lange nicht mehr mit Reservierung


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