Amsterdam-Hamburg via Groningen vs. Osnabrück vs. Duisburg (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 13.04.2011, 21:06 (vor 5481 Tagen) @ rotfuxx

Hallo rotfuxx,

Zum Glück betreibt ein deutsches Unternehmen (Arriva) schon die Regionalbahnen rundum Groningen

Aber die Vergangenheit lehrt immer wieder, dass die Deutsche Bahn deutlich mehr Engagement an den Tag legt, wenn es sich um ausländische oder grenzüberschreitende Aktivitäten handelt.

Die Provinz Groningen versucht inzwischen, zusammen mit Arriva zumindest die Strecke nach Drachten und Heerenveen wieder neues Leben zu geben. Es war nämlich unsere Nationalregierung, die die Zuiderzeelinie ablehnte, obwohl die nördlichen Provinzen die Linie gerne haben möchten.

Es scheint wohl eindeutig in Richtung internationalen ICE-Verkehr "via Arnhem"-Verkehr zu gehen, der dann abwechselnd nach Berlin oder Frankfurt geschickt wird.
Definitiv keine schlechte Idee, denn so erhöht sich wenigstens die Chance, dass wenigstens eine Deutschland-Verbindung mit der Zeit deutlich ausgebaut wird. Für mich als Norddeutscher ist es natürlich schade, dass diese so weit südlich liegt.

Wie ich "fjk" schon erklärt habe, soll man bei solchen Sachen wie "ICE International" groß denken, grenzenlos denken.
Wenn man die Achse Amsterdam-Osnabrück-Hannover ICE-fähig macht, profitieren nur die dortigen Züge.
Wenn man dasselbe aber mit Amsterdam-Duisburg-Hannover macht, profitiert auch der ICE International nach Frankfurt, die ICEs NRW-Berlin und der IC250 NRW-H-Leipzig. Mit einem Nord-West-Bypas von Hannover und der noch zu bauen Y-Trasse durfte NRW-HH via Hannover-Bypass sogar schneller sein als via Bremen.

Das soll übrigens nicht heißen, das DO-MS-OS-HB-HH vom Fernverkehr befreit wird. Hier kann man nach wie vor mit IC250 fahren. Münster, Osnabrück und Bremen sind nach wie vor sehr wichtig und kann man so anbinden. Dasselbe gilt dann für eine Strecke Amsterdam-Groningen-Bremen. Diese Strecke ist vor allem für Groningen und Bremen wichtig, und dafür reicht IC250 aus.

a. RE 5 nach Arnhem verlängern
b. RE 5 belassen, NS-IC 30 (teilweise) nach Köln verlängern (Halte in Emmerich und Wesel, ggf. Zevenaar)
c. RE 5 belassen, statt ICE International stündlich IC250 Köln-Amsterdam (Halte in Emmerich und Wesel, ggf. Zevenaar)
d. RE 5 belassen, stündlich ICE International Köln-Amsterdam

Ich nehme d). Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass mir das dortige "Niemandsland" so fern ist, dass ich deren Bedürfnisse einfach unter den Tisch kehren kann. Auch erscheint mir die Chance, dass es wirklich beschleunigte Verbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden gibt, nur realistisch, wenn sich zwei prestigträchtige Blockbuster-Linien die gleiche Strecke teilen.

d. finde ich zumindest für NRW-Randstad übertrieben. Die Sache ändert aber, wenn man auch die Weiterführung nach Frankfurt in Berlin betrachtet. Aber dann müßte man auch a. durchsetzen, damit Nordrhein auch eine regionale Anbindung mit NL hat. Hier sehe ich noch deutlich Verbesserungsbedarf. Insgesamt entsteht so eine stündliche schnelle und eine stündliche regionale Anbindung NRW-NL.

Mit c. hat Nordrhein auch noch was davon und ist man trotzdem schnell. Dann reist man z.B. ab Dinslaken mit dem RE 5 nach Wesel und steigt dort um auf den IC250 nach Amsterdam.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum