Sehr nur drei Möglichkeiten (Allgemeines Forum)

rotfuxx, Sonntag, 20.02.2011, 10:30 (vor 5571 Tagen) @ Abi

Ich halte den Sitzplatzbereich für das am schlechtesten gelöste Bonus von bahn.comfort.

Die dem bisherigen Prinzip zu Grunde liegende "Fahrkartenkontrolle durch den Fahrgast" ist einfach Banane.

Grundsätzlich gilt bei mir die Maxime "Ich vertreibe keinen, aber bin froh, dass mich keiner vertreiben kann".

Allerdings bin ich bereits zwei Mal von dem Prinzip abgewichen, indem ich bei Leuten, die sich gerade einen Sitzplatz sichern wollten, nachgefragt habe, ob sie eine die Berechtigung haben und dann an deren Stelle den Platz genommen habe.

Ich sehe eigentlich nur drei Wege, um diese für beide Seiten unangenehme Situation zu lösen:

1) Bahn.comfort auf die harte Tour

Es bedarf einer deutlich sichtbarere Abgrenzung des Sitzplatzbereichs über die Kopfbereichbezüge. Dazu zumindest freundliche und deutliche Hinweise des Kontrolleure, dass Personen in einem Sitzplatzbereich sitzen, der Statuskunden vorbehalten ist. Hinweis reicht meiner Ansicht vollkommen aus (statt Verweis). Da so die umliegenden Bahnfahrer wissen, dass die Person darauf angesprochen wurde und man so als bahn.comfort-Fahrer aus einer ganz anderen Warte nachfragen kann. Zudem gibt es genügend Leute, die sich aufgrund solch eines Hinweises (wie schon gesagt, nicht anklagend sondern freundlich auf die Sachlage hinweisend) in Zukunft andere Plätze suchen.

2) Bahn.comfort auf die indirekte Tour

Sitzplatzbereichberechtigung? Warum überhaupt so ein komisches Konstrukt? Menschen befolgen transparente Regeln. Mit 1. und 2. Klasse ist klar festgelegt, wo jemand während Fahrt herumstrolchen darf (auch wenn die Pinguin-Stampede vor dem Frankfurter Hauptbahnhof den Eindruck macht, als seien die größten Anhänger der klassenlosen Gesellschaft in der mittleren Management-Ebene deutscher Banken). Und entweder hat er in diesem Bereich eine Platzreservierung oder eben nicht. Wer Statuskunden einen Vorteil geben will, macht es eben über andere Reservierungskonditionen wie:

- Privileg der Spontanreservierung (haben wir schon, könnte vielleicht mit Smartphone buchbar zu den normalen Kosten angeboten werden)

- Gutscheincodes für X kostenlose Normal-Reservierungen am Automaten

- Generelle kostenlose Normal-Reservierung (teuer für die Bahn und zu große Gefahr ungenutzter Reservierungen)

3) Das Sitzplatzangebot schlichtweg abschaffen

Besser gar kein Bonus, als einer, der für Unmut sorgt. Die Annehmlichkeiten für Statuskunden konzentrieren sich einzig und allein auf Geschehen außerhalb des Zuges. Es gibt keine Gleicheren in den jeweiligen Klasse. Für jeden gelten die gleichen Spielregeln. Statt Geld für spezielle Sitzplatzbereiche oder generösen Reservierungsvorteile zu verschwenden, werden mehr Bahnhöfe mit Lounges ausgestattet, um die Umstiege für Status- und 1. Klasse-Kunden zu versüßen (das ist dann der vorzeigbare Vorteil fürs Marketing).


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