Re: Ich bin vorsichtig optimistisch! (Allgemeines Forum)

Mario, Samstag, 15.01.2011, 19:26 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy

Dafür bräuchten tunnel dann einen viel grösseren Querschnitt, denn nicht überall kommt man mit 10% Steigung drüber.

Der Unterschied ist nur, dass man so beim Transrapid weniger bzw. erheblich weniger Tunnel braucht als mit R/S-Technik, was das ganze wieder relativiert.

Nun, der TR in Shanghai kommt auf einen mittleren Beschleunigungswert von ca. 0.6m/s^2. Finde ich nicht Wahnsinnig atemberaubend. (3.5min bis 430km/h in 12.5km).

Der ICE3 benötigt in der Ebene 5,4 Minuten und 18km Strecke, um auf 300km/h zu kommen, was einer Beschleunigung von nur knapp 0,26m/s² entspricht. Und dann ist er wie gesagt erst auf 300 anstatt auf 430km/h. Mit seinen ca. 0,6m/s² braucht der Transrapid auf 300km/h übrigens nur ca. 2,3 Minuten, was weniger als die Hälfte dessen ist, was der ICE3 dafür braucht! Da ist er Transrapid also schon ne ganze Ecke schneller als der ICE3.

SMT betreibt eine 30km Strecke. Da steigt die verfügbarkeit aufgrund veringerter Risiken. Wenn man mal eine mehrere 100km lange strecke bauen würde, frage ich mich, ob die Zuverlässigkeit noch so hoch ist.

Also streitest du die hohe Verfügbarkeit bei der SMT nicht ab, oder? Nur weil es sich hier um eine kurze Strecke handelt und der Zug hier sehr zuverlässig fährt, heißt das im Umkehrschluss nämlich nicht, dass er er gleich viel anfälliger und schlechter wird, wenn er auf einer längeren Strecke fährt. Der Shinkansen hat ebenfalls eine sehr hohe Zuverlässigkeit und das obwohl er in einem sehr komplizierten Fahrplangebilde mit drei verschiedenen Zuggattungen ber hunderte von Kilometer fährt. Die Streckenlänge und die Zugdichte sagen also nichts über die zu erwartende Zuverlässigkeit aus, da diese maßgeblich von anderen Faktoren abhängen.

Ich spreche von Indizien und nicht von Beweisen! Ein weiteres Indiz dafür ist, dass SMT defizitär ist.

Nochmal: SMT war nie dazu gedacht, wirklich Gewinn zu erwirtschaften, denn sonst hätte man die Strecke nicht am Stadtrand verrecken lassen, was ja sehr untypisch für China ist (Da wird auf dem Weg in die Stadt normal einfach alles abgerissen!). Wer etwas weiter denken kann der erkennt, dass es hier schlichtweg um das Einverleiben der Technoloie ging um sie dann selber nachzubauen und selber zu nutzen. Die Kosten für diese kurze Strecke waren im Vergleich zu den Gesamtausgaben für neue HGV-Strecken in China weniger als Peanuts und damit eine locker hinzunehmende "Bildungsausgabe".

OT: Ja das weiss ich. :-D Doch es gab wieder ein neues Mondprogramm (als vorstuffe zum Marsprogramm). Dieses wurde zusammengestrichen.

Vielleicht weil man sich um derzeit wichtigere Dinge wie neue Verkehrsinfrastruktur kümmern muss?


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