Re: Ich bin vorsichtig optimistisch! (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 13.01.2011, 15:22 (vor 5581 Tagen) @ Chrispy

Hi,

Auf Schienen wird man dem Flugzeug keine große Konkurenz machen können. Hier könnte der Transrapid mal richtig zeigen was er drauf hat. Die Strecken über oder durch die "Rocky Mountains" nach Kalifornien, machen das Projekt aber sehr teuer. Darum finde ich, sollte erstmal ohne Kalifornien geplant werden.

Da braucht es nicht einmal die Rocky Mountains dazwischen damit der Transrapid teuer wird ;-).

Jedes HGV-System ist teuer - das ist also trivial ;-).
Berge machen den Transrapid eher deutlich billiger im Vergleich zu anderen Systemen (vgl. Teneriffa, Brasilien).

Die Rocky Mountains sehe ich da aber jetzt nicht direkt im Wege....

Ich glaube nicht, dass sich Maglev technologie auf langen Strecken durchsetzen wird.

Wenn denn doch eher auf längeren Strecken und da bietet sich USA an.

Es sind vorallem die Bau und Unterhalts-Kosten die schlicht zu hoch sind.

Mag sein, dass sich Maglev nicht durchsetzen wird,
wenn nicht, dann scheitert das aber auf keinen Fall an den Bau- und Unterhaltskosten,
die entweder kaum höher sind als bei R/S oder bei Unterhalt sogar eher prinzipiell bedingt erheblich geringer als bei R/S (kein mechanischer Verschleiß!).

1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden

Muss sie das? Nein, muss sie nicht.

2. Der halbe Elektromotor befindet sich an der Strecke

Die Statorpakete beim Transrapid, das ist ja grade der prinzipielle Vorteil, ja.

3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb

wenn man 300 km/h fahren will und schneller, dann sollte da schon eine gewisse Genauigkeit vorhanden sein,
egal ob nun eine Kontaktfläche in Größe eines Fingernagels zu den Schienen besteht
oder ein Abstand von etwa 10 cm zum Fahrweg.
In NYC wird grad das OWTC mit einer Höhe von 1776 Fuß gebaut, die Amis können mit Stahl & Beton genau bauen.

Bis jetzt wurde eine komerzielle Strecke nur in einem nichtdemokratischen Land als Prestige-objekt errichtet.

...in China, Shanghai

Das ist aber weniger das Problem, sondern gut,
problematisch ist eher, dass es im Entwicklerland keine Einsatzstrecke gibt,
aus bekannten politischen Gründen.
Gab keine Regierung die über eine Planungs- und Baulänge konstant & überzeugt hinter einem TR-Projekt hier in Deutschland stand.
In China sah das anders aus und die Zeiten waren kürzer, was nicht direkt unbedingt mit dem politischen System zusammenhängen muss.
Prestigeobjekte sind in China alle HGV-Projekte, Flughafenprojekte und so etliches weiteres.
Es ging darum, den Transrapid ins Land zu holen, die Technik zu haben, zu ertesten etc.
Das war alles sehr erfolgreich.
Die haben inzwischen ihren eigenen Transrapid-Klon erschaffen.

Die S1-Linie in Shanghai wird grade als Maglev errichtet.
Im japanischen Nagoya verkehrt der Linimo, wenn auch am Rande der Stadt.
In Korea gibts den Rotem.

Zudem in einer nicht kritischen Klimazone (kein Schnee) und nur 30km langen strecke. Dies lässt auch nicht unbedingt auf eine Preiswerte lösung schliessen.

Da ist ein "nicht" zuviel?! Sonst macht ja auch Deine Schlussfolgerung keinen Sinn.
Es ist eine kritische Klimazone, entsprechend dahingehen mussten die Fahrwegträger entwickelt werden
und auch sehr tief gegründet werden, was in der Lage begründet ist - im Landesinneren sähe das anders aus.
In China geht es auch nicht so sehr um den Preis ;-)
....eher um Preisverhandlungen.^^

In der Schweiz wollte man mit dem Projekt Swissmetro sogar einen Schritt weiter gehen. Doch es wurde auf Eis gelegt (zu teuer).

Nee, am Geld mangelte es dort nie.... Schweiz, SCHWEIZ, Schweiz!^^
Es ging eher um die Technik,
und da schauten sie schon sehr auf den großen Nachbarn, der grade nicht weit ab eine TR-Strecke plante.
Die scheiterte........

Beachten sollte man dort jetzt eher http://www.swissrapide.ch

Die USA "könnten" sich sowas jetzt sowieso nicht leisten.

neeeeeee, bestimmt nicht.
Fliegen zum Mond, bald zum Mars, sind in der halben Welt in Krisengebieten drin,
aber so was läppisches wie spurgeführte Verkehrssysteme im HGV könnten sie sich nicht leisten...., die sich zudem im Betrieb auch noch selbst rentieren.
Genau deswegen postete Oscar ja auch grad einen Thread vor paar Tagen,
wie sich Hillary Clinton mit ihrem japanischen Kollegen getroffen hatte, zwecks japanischer Maglev (die um Dimensionen teurer ist als TR) zwischen Washington und Baltimore.
http://www.nhk.or.jp/daily/english/08_03.html
Leisten könnten die sich das allemal.

Wenns um "sich leisten können" ginge und um "pro Kopf....." z.B. BIP/Einkommen,
dann hätte Spanien in letzten Jahren nicht so viele HGV-Strecken bauen können
und China schon erst recht nicht.


Gruß
Henrik


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