Re: Ich bin vorsichtig optimistisch! (Allgemeines Forum)

Chrispy, Samstag, 15.01.2011, 13:11 (vor 5569 Tagen) @ Henrik

Hallo Henrik

Er bewältigt Steigungen bis zu 10% und geht auch eleganter durch die Kurven, da machen Höhenunterschiede einfach weniger Probleme.

Dafür bräuchten tunnel dann einen viel grösseren Querschnitt, denn nicht überall kommt man mit 10% Steigung drüber.

Da hast du recht. Die geschwindigkeit wird sich nur auf grossen Distanzen auszahlen.


nicht nur, sondern auch.

Das sehe ich anders. Warum sollt man einen TR mit v_mittel=400km/h auf 30km fahren lassen? Fahrzeit 4.5min im vergleich zu v_mittel=200km/h 9min. Man spart also 4.5min und hat viel teurere Infrastruktur (schon alleine weil für die höhere Geschweindigkeit kompromissloser gebaut werden muss).

Der TR hat ja auch sehr gute Beschleunigungswerte.

Nun, der TR in Shanghai kommt auf einen mittleren Beschleunigungswert von ca. 0.6m/s^2. Finde ich nicht Wahnsinnig atemberaubend. (3.5min bis 430km/h in 12.5km).

Ich kenne keine einzige HGV-Studie, nach der HGV im allgemeinen bzw. TR im speziellen defizitär im Betrieb wäre.

Nun das gegenteil wird es wohl auch nicht geben oder?

Nahverkehr dagegen ist höchst defizitär, insofern ergibt Deine Schlussfolgerung überhaupt keinen Sinn.

Nun den NF kann man auch als zubringer zum FF verstehen. Zudem ist NV eine Verkehrspolitisches Ding. Die Frage die sich dabei stellt ist nicht nur der Preis, sondern ob man den Strassenverkehr in den innenstädten noch beweältigen kann. Darum verstehe ich nicht, weshalb man den nahverkehr dann auch noch mit maglevs abwickeln sollte (bezieht sich auf dein: "nicht nur, sondern auch" von vorhin).

Der Betrieb ist nicht teurer als R/S. Mit TR ist man hingegen Stunden eher am Ziel, was ein erheblich höheres Potenzial an Fahrgästen anzieht und somit einen höheren Gewinn erzielen lässt.

Nun, wenn dem so wäre, hätte China sicher nur noch auf TR gesetzt. Weslhalb baut man denn dort über 1000km lange R/S mit v_max an die 400km/h, wenn doch der TR viel billiger und höheres Potenzial hätte?

.....ja und weiter?
Die Aussage dessen hab ich nicht ganz verstanden und was das mit einer Anfälligkeit zu tun haben soll. Dass die Regelungstechnik prinzipiell nicht grundlegend unterschiedlich ist bei Maglev/RS hast Du gut erkannt. Beim TR sitzen die i.a. 4 Umrichter in den Unterwerken und bespeisen beidseitig einen Antriebsabschnitt. Beim ICE sitzen die 4 Umrichter im Zug.

Genau, nun braucht man um Energie zu sparen und viele Züge fahren zu lassen kurze Abschnitte -> viele Abschnitte -> viele Unterwerke. Um einen Stau zu vermeiden, wird die Anzahl Unterwekre immer mindestens doppelt so hoch sein wie die Ahnzahl Fahrzeuge auf der strecke.

Auch nicht, dass der TR besonders anfällig sei. Die Statistik des SMT spricht eine ganz andere Sprache. Kennst Du auch nur irgendein RS-System weltweit, das eine noch höhere Verfügbarkeit aufweist?

SMT betreibt eine 30km Strecke. Da steigt die verfügbarkeit aufgrund veringerter Risiken. Wenn man mal eine mehrere 100km lange strecke bauen würde, frage ich mich, ob die Zuverlässigkeit noch so hoch ist.

Anstatt sich immer Herstellerseiten anzuhören, würde ich eher Fachliteratur empfehlen. Von der TU Dresden ist da so einiges vorhanden, aber auch aus Berlin.

Vielen dank für die Empfehlung. Werde ich bei gelegenheit lesen.

1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden

Muss sie das? Nein, muss sie nicht.

Müssen vielleicht nicht. Jedoch muss die Fahrbahn tief Verankert werden um eine Veränderung der Fahrbahn zu verhindern. In China werden dafür sogar Hydraulische stützen verwendet um kleinste Unebenheiten auszugleichen.


Ist das wieder so ein "müssen vielleicht (doch) nicht"?! - ! -

Ich hab da nicht sehr viel gedacht dabei. Wieso wieder? Meine Aussagen sind keine Dogmen (sie repräsentieren nur meine Meinung).

Ich weiß nicht, was Du mit "Hydraulische stützen" genau meinst.

Die von Shanghai sind verstellbar um Veränderungen der Fahrbahnlage wieder auszugleichen. (War von meiner Seite zu wenig ausführlich formuliert.)

Beim Bau wird beim TR bei den Fahrwegträgern eine schärfere Toleranz gefordert (l/4000) als bei RS-Brückenbauwerken (l/600).
Das ist Faktor 6,7 - das geht...

Es bleibt jedoch das Fakt, dass Maglev viel geringere Toleranzen bei der Fahrbahnposition hat als jegliche R/S-Systeme. Eine Verformung an den Geleisen, kann besser ausgeglichen werden als an der TR-Strecke. Der TR schwebt nunmal auf einem Magnetfeld und dieses dämft Schwingungen nicht so gut (es sei denn man verwendet einzeln ansteuerbare magnete (teuer)) wie mechanische Dämpfer. Zudem ist der TR schneller, was den Effekt noch verstärkt. Ich spreche hier von Vertikalen abweichungen. Die toleranzen hinzukriegen ist das eine, sie über jahrzehnte zu halten (Setzungen vermeiden etc.) ist nicht einfach.

die statischen aber auch vor allem die dynamischen und die Einwirkungen im Lasteintragungsbereich von Brücken:
78 kN/cm² bei RS ... 0,007 kN/cm² bei TR,
Unterschied von ca. 10.000 - das sind Dimensionen.

wobei die das Eigengewicht der Brücke dominiert!

Dass in China die einzige TR-Strecke steht, ist doch überhaupt kein Indiz dafür, dass es sich dort um Prestige handelt. Der Zusammenhang besteht doch überhaupt nicht.

Ich spreche von Indizien und nicht von Beweisen! Ein weiteres Indiz dafür ist, dass SMT defizitär ist.

Wie gesagt handelt es sich dort zweifelssohne um Prestige wie sämtliche andere HGV-Projekte dort auch und es war dort so auch nicht als ein vordergründig wirtschaftliches Projekt gedacht.

??? Hat du nicht gerade gesagt, dass es kein Indiz ist und dass es sich nicht um Prestige handelt? Welche Meinung hast du denn jetz über diesen Punkt?

Ums Geld ging es dort nie bzw. das war immer reichlich vorhanden, es handelt sich um die Schweiz! ^^
Es ging einfach nur um die Technik an sich.

OT: Ich weiss jetzt nicht so recht, ob ich mich als Schweizer über dein Schweizbild aufregen oder lachen soll. Ich lasse dieses Klischee mal so im Raum stehen.

LOL! Also ist ja wohl der grösste Witz. Ein feuchter Traum von so nem Studientypen...

Ich weiss vermutlich besser, welches Projekt hierzulande auf Resonanz stösst als du. Der Typ ist ein anerkannter Verkehrsplaner. Im gegensatz zu den Swissrapide leuten.

OT: Also falls Du es noch nicht mitbekommen hast, die Amis waren wirklich auf dem Mond. Das war doch kein Fake.

OT: Ja das weiss ich. :-D Doch es gab wieder ein neues Mondprogramm (als vorstuffe zum Marsprogramm). Dieses wurde zusammengestrichen.

Gruss
Christoph


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