Maßnahmen Hamm-Hannover (Allgemeines Forum)

sappiosa, Montag, 30.08.2010, 11:06 (vor 5784 Tagen) @ Lumi25

Hallo Lumi,

grundsätzlich einverstanden mit Deinem Konzept. Aber schauen wir uns das doch mal im Einzelnen an:

1.Ertüchtigung der Gz-Gleise Hamm-Minden für den Nahverkehr (Vmax. 160 km/h)

Einverstanden. Neben der Geschwindigkeits-Ertüchtigung heißt das aber vor allem, dort Bahnsteige hinzubauen.


2.Ertüchtigung der Ferngleise zwischen Hamm und Bielefeld auf 230 km/h mit gleichzeitigem Abriss der Bahnsteige. In Gütersloh Bau eines Seitenbahnsteiges pro Richtung.

Wieso die Bahnsteige abreißen? Ist doch schön, wenn der Nahverkehr die Wahl zwischen Fern- und Gütergleisen hat. Vorbeifahrt am Bahnsteig mit 230 km/h geht auf Hamburg-Berlin jetzt schon, und wenn man das partout vermeiden will, kann man immer noch auch an den übrigen Bahnhöfen Seitenbahnsteige bauen (Prinzip Montabaur).


3.Bau einer kurzen NBS Porta Westfalica - Bückeburg für 230 km/h damit einhergehend Ertüchtigung des Streckenabschnitts Löhne - Porta Wesrfalica auf 230 km/h.

Ich weiß nicht, ob Löhne-Porta Westfalica das hergibt. Die Kurven östlich Bad Oeynhausen und südlich Porta Westfalica könnten dafür zu eng sein.
Ich denke eigentlich, dann kann man die NBS ruhig gleich bis Bielefeld durchziehen. Zum Beispiel so trassiert:

Das hätte zusätzlich den Vorteil, dass man sich offenhält, irgendwann für Sprinterlinien doch noch eine Umfahrung von Bielefeld entlang der A2 nachzuziehen. Im Hinblick darauf kann man die NBS auch auf höheres Tempo als 230 auslegen.


4.Viergleisiger Ausbau des Streckenabschnitts Bückeburg - Haste und zwar im Richtungsbetrieb damit in Minden (Westf) haltende Fernzüge niveaufrei auf die Ferngleise in Bückeburg einfädeln können. Ertüchtigung der Ferngleise auf 230 km/h.

OK (fast*). Ich weiß allerdings nicht, ob die Ortsdurchfahrten das ohne größere Umbauten hergeben. Wie der Oberrhein zeigt, ist viergleisiger Ausbau keineswegs immer einfach.

Alternative wäre ebenfalls eine NBS. Die kann man dann frei um die Orte herum trassieren, auch für höheres Tempo - vielleicht entlang des Mittellandkanals? Nachteil wäre dann natürlich, dass man sich vieler Möglichkeiten zur Konfliktlösung beraubt, insbesondere zwischen Nah- und Güterverkehr. Siehe oben Punkt 2.
Hier wäre m.E. angebracht, sich vorher ein Fahrplankonzept samt zeitlicher Einbettung in die Knoten zu überlegen und dann zu prüfen, welche vmax man dafür braucht.


5.Kurze NBS Haste - Seelze (ist glaube ich eh geplant) für 230 km/h.

Ja, ist geplant, zusammen mit Punkt 4 (Quelle). Der bisherige Fortschritt ist mit Null recht gut angenähert.


Ich halte das ganze für realisierbar. Die Punkte 1 und 4 sollten als erstes angegangen werden. Danach Punkt 5 sowie 3 und 2. Jeder realisierte Punkt wird effektiv was bringen im Gegensatz zu einer langen NBS die erst in 20-30 Jahren was bringen würde.

Im wesentlichen einverstanden. Es ist schon besser, wenn wir Änderungen so angehen, anstatt uns in Träumen zu ergehen.

Schöne Grüße
Daniel

*"Niveaufrei" ist ein niveaufreies Wort :-)) . Was Du meinst, ist kreuzungsfrei. Das Gegenteil heißt "niveaugleiche Kreuzung", daher wohl das Missverständnis.


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