niederländische Aushangfahrpläne den "normalen" überlegen (Allgemeines Forum)

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 06.07.2010, 23:28 (vor 5843 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Fabian318, Dienstag, 06.07.2010, 23:33

Interessant! Hast Du ein Bild davon?

Leider nein, nur den Link zu den Original-Tabellen: http://www.ns.nl/cs/Satellite?c=Menu_C&childpagename=NS2007/Menu_C/StationsVoorzien... Einfach Bahnhof eingeben und dann findet man ganz unten die Abfahrtstafeln.

Was genau ist eine Richtung, die Endhaltestelle?

Eine Strecke, die ab dem Bahnhof abgeht.

Dann sehe ich gewisse Probleme: Wenn man zu einer Haltestelle will, welche als Zwischenstation von mehreren Linien bedient wird, dann muss man mehrere Abfahrtstafeln durchlesen, um herauszufinden, wann der nächste zu dieser Zwischenstation fährt.

Diesen Fall gibt es dadurch, dass die Tabellen nach Strecken und nicht nach Endzielen sortiert sind, sehr selten. Tritt er doch auf (zum Beispiel Amsterdam Centraal: Strecken nach Utrecht und Amersfoort verzweigen erst in Amsterdam Muiderpoort oder Strecken nach Schiphol und Alkmaar verzweigen erst in Amsterdam Sloterdijk) gibt es eine Übersichtstabelle mit allen Zügen, die zu diesem Bahnhof fahren.

Weiterer Nachteil: Mit der normalen Sortierung nach Abfahrtszeit kann man sehr schnell feststellen, ob ein Zug in die richtige Richtung in sehr bald losfährt: Er müsste dann ganz oben sein. Mit wenig Leseaufwand stellt man daher fest, ob man Zeit hat, sich den Rest der Tafel in Ruhe anzuschauen.

Dafür gibt es in den Niederlanden die Abfahrtsbildschirme. Dort stehen außerdem Verspätungen und Gleisänderungen. Da die Streckenrichtungen ganz fett oben drüber stehen, findet man diese sehr leicht.

Letztes Problem: Wenn man die genaue Abfahrtszeit kennt, aber nicht das Gleis (bei mir der Normalfall: Ich überprüfe immer noch das Gleis), dann ist die klassische Abfahrtstafel meiner Meinung nach überlegen: In der sortierten Liste der Abfahrtszeiten findet man den eigenen Zug sehr schnell, und kann dann nur noch die Gleisnummer ablesen.

Auch dafür gibt es auf den großen Bahnhöfen Bildschirme.

Für kleinere Bahnhöfe ist das holländische System wohl gut geeignet, aber bei grossen hab ich meine Zweifel.

s.o.

Definitiv sinnlos ist das englische System: Eine eigene Anzeigetafel pro Gleis, auf welcher der Zug auch noch relativ kurz vor der Abfahrt auftaucht. Es stehen also alle in der Halle rum und lesen dauernd alle Anzeigetafeln durch.

Ist das nicht in FR auch so?

Das deutsche/belgische/Schweizer/usw. System ist zwar gut, wenn man die unaktuelle Gleisinfo eines bestimmten Zuges finden will. Gerade aber auf großen Bahnhöfen ist es für den ungeübten Nutzer aber sehr schwer einen Zug zu finden, der ihn zu seinem Ziel bringen soll (wenn er nicht weiß, wann der abfährt). Außerdem verschweigt "unser" System gerade bei den Nahverkehrszügen die genauen Zwischenstationen, das muss man einfach wissen. In diesem Belang ist das niederländische System haushoch überlegen, da alle Zwischenstationen genannt sind.

Den einzigen Kritilpunkt (Sortierung Via - Ziel - Zuggattung) statt Zuggattung - Ziel - Via habe ich bereits genannt. Also im Prinzip alles so, wie die internationalen Aushangfahrpläne der Niederlande.


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