Infrastrukturerhalt ist Daueraufgabe. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 14.02.2024, 00:13 (vor 943 Tagen) @ ICETreffErfurt

Moin.

Mittelfristig sollte man wenigstens wieder in die 80+%-Region kommen.

Mit welcher Begründung? Was ist mittelfristig? Wieviele Jahre kommen dir da in den Sinn?

5-10 Jahre wäre in meinen Augen "mittelfristig".

Also die nächsten 10 Jahre bei 80% rumdümpeln ...

Das Netz ist bis dahin nicht mal ansatzweise runderneuert. Und das, was jetzt bald schön neu gebaut wird, muss in 10 Jahren ganz sicher das erste Mal saniert werden.

Weil zur Erreichung von 90+ % eine komplette Erneuerung der Infrastruktur notwendig ist.

Infrastruktur ist nie 'komplett erneuert'. Was heute neu gebaut wird, ist 2040 längst wieder alt.

Infrastrukturerhaltung ist eine kontinuierliche Daueraufgabe.

Allein deswegen wird alles scheitern, weil man ja immer nur in Projekten denkt.

Und weil es Unsinn ist, zu glauben, man sei jemals fertig mit der Erneuerung der Infrastruktur. Deswegen ist auch dieses Deutschlandtakt-Gebrabbel so ein Unfug - weil immer irgendwo in geößerem Umfang gebaut werden muss und wird, werden auf ewig Kompromisse mit halbgaren Lösungen notwendig sein.

Und es wird ewig technischen Fortschritt geben. Wenn im Jahr 2135 auch der letzte Dorfbahnhof ETCS hat, dann ist das System längst veraltet und es gibt längst was neues. Wahrscheinlich führt man dann wieder Stellwerke vor Ort ein mit Hebelbank, Drahtseilen und Formsignal. Den Deutschlandtakt gibt's bis dahin allerdings immer noch nicht.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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