Mehr Geld ist nicht die Lösung - weniger Stunden auch nicht (Allgemeines Forum)

sibiminus, Montag, 22.01.2024, 21:44 (vor 806 Tagen) @ gnampf

Tun sie das? Nein, tun sie nicht.

Das kann ich mit meinen Beobachtungen so nicht bestätigen.

Sie haben bereits jetzt die Wahl ihre Arbeitsstunden zu reduzieren, auf 35 oder auch noch weniger wenn sie das möchten. Genutzt wird es aber wohl kaum, denn: es wird auch das Gehalt entsprechend gekürzt.

Es gibt durchaus genügend Kollegen, die auf 90 oder 80% abgesenkt haben, um mehr Freizeit zu haben und diesen Tausch von Geld gegen Zeit bewusst in Kauf nehmen. Darüber hinaus ist die Besondere Teilzeit im Alter höchst beliebt bei den erfahrenen Kollegen. Natürlich gibt es auch Kollegen mit dem umgedrehten Tausch über 100% hinaus für mehr Geld. Wie kommst du darauf, diese Möglichkeiten werden kaum genutzt?

Es geht somit also schonmal nicht um die 35 Stunden, denn die können sie schon haben, sondern am Ende doch wieder ums Geld. Zumindest für Weselky. Ob es den Lokführern wirklich auch darum geht?

Arbeitszeitabsenkung bei vollem Lohnausgleich mit Plus auf die Tabellenentgelte erfüllt doch beides: Mehr Freizeit und mehr Geld. So ist's ja auch gefordert.

Da habe ich anderes mitbekommen, da klint es als ob ihnen planbare Schichten, nicht ständig wechselnde Arbeitszeiten und ähnliches wichtiger wären.

Themen, die durch den Jahresschichtrasterplan schon geregelt sind. Ich persönlich finde den höchst unübersichtlich, man kann von ihm halten was man will. Den Zweck der Planbarkeit und Kontinuität der Schichten erfüllt er aber. Bereits seit Jahren.

An den "menschenverachtenden Schichtplänen" ändert die GDL mit ihren Forderungen wie gesagt rein gar nichts. Im Gegenteil, die werden womöglich sogar noch schlimmer dadurch.

Schau dir bitte mal die Forderungen genau an. Durch den angesprochenen Jahresschichtrasterplan ist Planbarkeit und Kontinuität bereits gegeben, jetzt geht es um mehr Freizeit. Dazu gehören die 35-h-Woche, die 5-Schichten-Woche und die Abschaffung der 36-h-Ruhe.

Und warum fordert die GDL dann ausschließlich mehr Gehalt, auch wenn sie diese Forderung künstlerisch anders verpackt?

Stimmt halt nicht. https://youtu.be/hkL_mAVEkdE Ab Minute 30 kann sich jeder die Vorstellung der GDL-Forderungen selber ansehen.

Aber vermutlich wirst du weiterhin leugnen das bereits jetzt jeder DB-Mitarbeiter die Möglichkeit hat auf 35h zu reduzieren, und es somit gar nicht um die Stunden geht. Denn das wurde ja schon mehrfach im Forum aufgeführt.

Der Punkt ist doch ein anderer, nämlich dass erstens mit abgesenkter Jahresarbeitszeit die Abschaffung besagter 36-h-Ruhe und damit mehr Freizeit möglich wird. Und das, ohne Entgelteinbußen - was ein Mehr an Attraktivität bedeutet und somit Quell jeder Gewerkschaftsarbeit sein sollte.

Wow, ich hätte mir nie vorgestellt mal GDL-Gewerkschaftsarbeit hier im Forum zu verteidigen, zumal ich noch nicht mal deren Mitglied bin. Insbesondere im Hinblick auf die wirklich kritikwürdigen Themen bei der GDL.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar


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