Mehr Geld ist nicht die Lösung - weniger Stunden auch nicht (Allgemeines Forum)

gnampf, Montag, 22.01.2024, 19:14 (vor 805 Tagen) @ Der Blaschke

Nochmals und nochmals: bei Wahlmodellen entscheiden sich sehr viele Mitarbeiter für mehr Freizeit statt für mehr Geld.

Tun sie das? Nein, tun sie nicht. Sie haben bereits jetzt die Wahl ihre Arbeitsstunden zu reduzieren, auf 35 oder auch noch weniger wenn sie das möchten. Genutzt wird es aber wohl kaum, denn: es wird auch das Gehalt entsprechend gekürzt. Es geht somit also schonmal nicht um die 35 Stunden, denn die können sie schon haben, sondern am Ende doch wieder ums Geld. Zumindest für Weselky. Ob es den Lokführern wirklich auch darum geht? Da habe ich anderes mitbekommen, da klint es als ob ihnen planbare Schichten, nicht ständig wechselnde Arbeitszeiten und ähnliches wichtiger wären.
Warum die DB trotzdem nicht einfach sagt "klar, alle bekommen 35h, wir müssen nur noch übers Geld reden"? Ganz einfach, weil die DB dann wieder mit jedem verhandeln muß damit er doch mehr als 35h macht, bei mehr Gehalt. So hingegen muß der Arbeitnehmer eben aktiv werden. Und dazu sind die meisten dann eben doch wieder zu faul. Ist wie mit der elektronischen Patientenakte, oder den Diskussionen um Orgenspende wenn man nicht explizit verweigert. Man setzt halt einen Standardwert und erlaubt Abweichungen, wohlwissen das die meisten zu faul sind was am Standard zu ändern. Wäre die GDL ehrlich würde sie einfach all ihre Mitglieder auf die Wahlmöglichkeit hinweisen und sich einfach in Gespräche übers Gehalt begeben, worum es der GDL ja am Ende also geht. Oder aber sie würden sich wirklich mal anhören worum es ihren Mitgliedern geht und das gegenüber dem Arbeitgeber durchsetzen, das hätte dann wohl wirklich nicht mehr so viel mit Geld zu tun.

Die Mitarbeiter an der Front haben die Nase voll von den menschenverachtenden Schichtplänen. Kein Mitarbeiter der Chefetage würde manch Dienstplan auch nur einen Monat fahren. Der wäre weit vorher krank.

Und kein Mitarbeiter an der Front würde den Posten der Chefetage auch nur eine Woche durchhalten. Menschen sind nunmal verschieden, was gut so ist.
An den "menschenverachtenden Schichtplänen" ändert die GDL mit ihren Forderungen wie gesagt rein gar nichts. Im Gegenteil, die werden womöglich sogar noch schlimmer dadurch.

Dumpf mehr Geld zahlen zu wollen ist da kein Zeichen von Wertschätzung, sondern das genaue Gegenteil. "Halt die Klappe, maloche gefälligst und hier bekommste noch ein paar Euro mehr (Peanuts ggü. den Vergütungen der Plüschetage)."

Und warum fordert die GDL dann ausschließlich mehr Gehalt, auch wenn sie diese Forderung künstlerisch anders verpackt?

Mehr Geld führt also nicht zu höheren Bewerberzahlen und nicht zu höherer Motivation und nicht zu sinkendem Krankenstand. Die Züge fallen also auch dann aus.

Genauso wie eine 35h Woche nicht dazu führt.

Aber vermutlich wirst du weiterhin leugnen das bereits jetzt jeder DB-Mitarbeiter die Möglichkeit hat auf 35h zu reduzieren, und es somit gar nicht um die Stunden geht. Denn das wurde ja schon mehrfach im Forum aufgeführt.


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