Re: Eine Idee bedingt ja nicht zwangsweise eine Verschwörung (Allgemeines Forum)

fjk, Dienstag, 22.06.2010, 15:10 (vor 5790 Tagen) @ Jogi

Ich bin ja für vieles offen, aber dieser Verschwörungsquatsch nimmt in diesem Fall absurde Züge an. Nicht immer, wenn die Bahn kurzzeitig was einstellt, will sie sich davon zurückziehen.

Ist ja schon gut, man wird doch noch ein bißchen ph/fantasieren dürfen.

Dann sollte die Formulierung mehr nach Vermutung denn nach Feststellung klingen.
Mir geht halt langsam dieses fast schon prinzipielle Unterstellen bei der Bahn auf den Keks, wenn sie irgendwas macht, egal ob sie Bauarbeiten an der Strecke durchführt, neue Kaffeeautomaten bestellt oder mit einem neuen Fahrplan auf die Anforderungen der entfallenden ICE-Neigtechnik reagiert. Was da in der Leipziger Volkszeitung an Weltuntergangsszenarien herbeigesponnen wurde... meine Güte.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen, zu penetrant vorgetragenes Gedankengut solcher Art geht einem (obwohl man wohl typabhängig nicht davor gefeit ist, solches selber abzusondern) zumindest in persönlichem Kontakt ja auch gerne auf die Nerven, ...

Ich wollte (und will) Dir aber keinesfalls was unterstellen, Dich blöd anmachen oder sonst was! Wenn es als Überreaktion rüberkam, entschuldige ich mich dafür!

... mit dem Vorteil, dass es da (typabhängig) auch sofort ab- und/oder richtiggestellt werden kann. Was bei textueller Kommunikation immer ein bißchen mehr Erläuterung bedarf. In diesem konkreten Fall etwa so: Entschuldigung war nicht nötig, aber Gegenrede kam hoffentlich auch nicht so drastisch rüber. Wenn doch, dann Entschuldigung dafür.

Abgesehen davon, dass man sich kaum vorstellen kann, Hamburg nach Süden hin völlig vom IC-Verkehr zu trennen, solange noch IC nach Westerland (da wollen ja nicht nur Leute aus Münster und Berlin hin) fahren und Flachland-Fahrräder in den Schwarzwald. Von der Anbindung der 101 ans Werk ganz zu schweigen (die gehören doch nach Hamburg?).

Man kommt doch noch relativ problemlos nach Hamburg. Einschneidend ist halt die Fahrzeitverlängerung, aber das lässt sich bei Bauarbeiten nun mal nicht vermeiden - außer wir ziehen die Baustellendauer extrem in die Länge.
Was die Werksanbindung angeht - es dürfte das kleinste Problem sein, die nach Hamburg zu überführen. Die 101er, die von mir aus die Linie Oldenburg - Leipzig - Köln bespannen, kommen ja auch irgendwann in irgendeine Werkstatt ;)

Nämlich, weil sie dann K-HH fahren? Könnt man ja mal nachschauen, aber...

Abgesehen von einigen IC-Zügen in der HVZ (und dem dauerhaften IC-Ersatz Hamburg-Stuttgart) werden nur Verbindungen mit Umstieg in Bremen angezeigt.

Realistischer ist aber vielleicht (eben auch wegen des ausgedünnten Verkehrs) einen bahnsteiggleichen Umstieg zu gewährleisten für die Zeit des Baustellenfahrplans? Immerhin ist doch wahrscheinlich mit erhöhtem Fahrgast- und unpraktischem-Gepäck (vor allem mit Rädern dran, s.o.) zu rechnen?!?

Du spielst auf die entfallende Fahrradmitnahme durch den weitgehenden Wegfall der IC-Züge an? Das wären dann höchstens 16 Räder pro Stunde, die werden doch bestimmt in den Mehrzweckbereich der ME-Dostos passen?

Zusammen mit den ohnehin drinsteckenden Rädern, Rollstühlen, Kinderwägen und "Reisenden mit Traglasten". Naja, eigentlich habe ich (zu?) laut drüber nachgedacht, was den armen HH-H-Reisenden während der Bauerei so zugemutet wird und wie man diese Zumutungen zumindest erträglicher gestalten könnte. Und ein "Alleinstellungsmerkmal" der wegfallenden IC, und damit die einschneidenste Zumutung, ist nun mal das Fahrradabteil. Aber es stimmt: wem es im ME zu voll ist, der kann ja immer noch IC über Bremen fahren. Ist wegen des Umstiegs genauso unbequem; Platz hingegen sollte wohl sein, schließlich haben die "echten" ICs gelegentlich sogar zwei Fahrradabteile - und man hat ja eine IC-Fahrkarte. Gilt die denn während der Baustelle über Bremen?

Alles in allem hast Du natürlich recht: wo gehobelt wird, da fallen Späne und wo gebaut wird Züge aus. Und an die meisten Forenspinnereien werden auch "die Planer" schon gedacht haben, zumal Baustellenplanungen im Vergleich zum alltäglichen Notfallprogramm meist tatsächlich auch durchdacht rüberkommen. Trotzdem bieten "die Planer" die irgendwas im Hinterstübchen ausbaldowern natürlich ideale Angriffspunkte für (hoffentlich manchmal auch amüsante) Verschwörungstheorien aller Art... oder die Gelegenheit seine eigenen Ideen auf eine möglichst allgemeinverdauliche Art irgendwie in Umlauf zu bringen.

In der Hoffnung, irgendwann die Waage zwischen beidem zu finden schließt
fjk


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