3 Wochen Tagespendeln später (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 30.09.2022, 08:52 (vor 1268 Tagen) @ J-C

10 Minuten verspätet ist mein Railjet, das ist innerhalb der gewohnten Spanne und tolerabel.

Ich tippe diese Zeilen im Ruhebereich, den ich in erster Linie deswegen aufsuche, weil spätestens in Österreich man hier das Licht so schön runterdimmt.

Draußen regnet es, der Himmel ist grau, auf einer Seite sieht man die Streifen von den Regentropfen, die auf diese prasseln.

Der luftgefederte Wagen bietet bei den hier gefahrenen 120 km/h eine angenehme Laufruhe. Etwas besser als im InterPanter bei 160 km/h.

Gestern habe ich in der Gegenrichtung noch eine Vorlesung nachgehört. Dank WLAN könnte ich auch auf meinem Laptop Videos schauen... oder ich schreibe eben diesen Beitrag.

Nach 3 Wochen fast täglichen Tagespendelns (zwischendurch muss ich noch in Wien meinen Umzug durchführen muss ich sagen, dass diese 2 Stunden und 25 Minuten nicht wirklich lang und anstrengend sind, eher entspannt und erfüllend. Ich meine, ich habe auch nicht wirklich ein Problem gehabt, für einen Monat jeden Morgen werktags um 4:20 aufzustehen, als ich in Wien die Post austrug und vorher noch am Bahnhof beim Bäcker mein Frühstück besorgt hab.

Und vor allem, als jemand, der Bahnfahren liebt, ist das einfach eine schöne Zeit. Man fährt in dem Verkehrsmittel, in dem man sehr gerne einen Teil seiner Lebenszeit verbringt. Wenn ich wollte, könnte ich auch im Speisewagen frühstücken. Allerdings werde ich den eher sparsam nutzen, ich könnte mir eine tägliche Nutzung des Speisewagens gar nicht leisten. Hmm. Ironisch. Jetzt fahr ich viel öfter per Bahn, nutze aber den Speisewagen seltener als zuvor.

Vermutlich werde ich es eher am Rande erleben, wenn eines der Züge auf meiner Relation ab Juni 2023 auf SBB-Wagen umgestellt wird. Wobei ich ja dann die Kapazitäten hätte, mal damit nach Krakau zu fahren.

Naja, grade überquere ich schon die Donau in Wien am Praterkai, bald ist mein Ziel erreicht.

Faszinierend. Als ich den Beitrag begonnen habe, war ich noch etwas entfernt von Wien...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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