Reiseberichte "9-Euro-Ticket" - SA/TH/SN (Reiseberichte)

Christian_S, Samstag, 27.08.2022, 13:16 (vor 1300 Tagen) @ Administrator

Hallo!

Als Berufspendler zwischen Naumburg und Leipzig war das 9€-Ticket auch für mich eine Herausforderung, zugleich aber natürlich äußerst günstig statt der sonst doch recht üppigen MDV-Preise.

Zusammenfassend kann ich folgendes berichten: die RB20 war vor allem im Juni oft sehr voll, mitunter bekam man beim Zustieg in Naumburg am Vor- und Nachmittag längst keinen Sitzplatz mehr und musste bis Leipzig stehen. Auch in der Gegenrichtung musste man spätestens 15 min vor Abfahrt einsteigen, um noch einen Platz zu bekommen.
Dies hat sich ab ca Juli komplett gewandelt. Seither habe ich auf der RB20 selten einen wirklich vollen Zug erlebt, fand immer einen Sitzplatz. Dies mag auch mit der Brechung der Linie zwischen Weimar und Erfurt wegen der dortigen Bauarbeiten zu tun haben.

Das genaue Gegenteil ist der RE42 (Leipzig-Nürnberg). Ok, die Züge waren auch im Juni schon voll, wurden es im Juli und August aber immer mehr. Selbst morgens um 05:58 ab Leipzig sind mitunter die Sitzplätze schon knapp, mittags/nachmittags kommt man in Naumburg quasi gar nicht mehr rein und selbst in Leipzig hatte man oft schon 5 min vor Abfahrt kaum noch eine Chance zum Zustieg. Diese Züge wurden halt oft für Fernreisen genutzt, kann man mit dieser Variante mit relativ wenigen Umstiegen von Berlin bis München oder Stuttgart gelangen.

Einzelne Ausflugsfahrten machte ich auch, stets mit meiner Tochter im Kinderwagen. Mit der RB25 und Umstieg in Merseburg auf die RB nach Mücheln war sonntags platzmäßig gar kein Problem, auch zurück nicht. Der RE18 zwischen Halle und Jena hatte zwar oft hohe Auslastungen ab Halle, aber meist nur bis Merseburg oder Weißenfels und auch nie so, dass man keinen Sitzplatz mehr gefunden hätte.

Richtig voll waren auch immer die RE7 Würzburg-Erfurt und RE1 Glauchau-Göttingen mit dem Anschluss beider in Neudietendorf. Da kam es aufgrund der großen Nachfrage oft zu Haltezeitüberschreitungen.
Aber auch diese Variante ist halt eine Fern-Distanz: mit nur 1x Umsteigen halbwegs schnell von Würzburg bis nach Göttingen.

Mein Fazit: im klassischen Nahverkehr bis auf Ausnahmen durchaus erträgliche Auslastungen, bei langlaufenden RE dagegen quasi permanente Überfüllungen.


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