Auto um ein VIELFACHES zuverlässiger ... (Aktueller Betrieb)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 22.10.2021, 07:12 (vor 1804 Tagen) @ Christian_S

Huhu.

Mit dem Auto kann natürlich gaaaar nix passieren, ne? ;-)

Doch. Aber DEUTLICH seltener.

Bedingt durch meine Pillenfahrerei habe ich ja einen Vergleich zur Eisenbahn. Und da schneidet die Bahn im direkten Vergleich schlichtweg KATASTROPHAL ab!

Und bevor wieder wer mit Stau kommt und so: die sind in vielen Fällen sehr zuverlässig. Und wer das einkalkuliert seriös, der kommt zuverlässig ans Ziel. Oder nur mit geringer Verspätung. Das sieht bei Bahnens ganz anders aus. Erst recht, wenn umgestiegen werden muss. Oder die Fahrzeiten auch im dicksten Berufsverkehr nicht angepasst werden, weil alle dem ITF und dem Takt-Wahn verfallen sind. Und selbst die übliche Pünktlichkeit von was bei 80% im FV heißt ja, dass von 10 Zügen 2 unpünktlich sind. Wer also Mo bis Fr pendelt, kommt jede Woche(!) einmal morgens zu spät zur Arbeit und einmal abends zu spät nach Hause. Völlig indiskutabele Quote.

Und wenn ich meine Verspätungen nur über 30 Minuten in 11 Jahren Pkw-Kurierdienst denen der bei der Eisenbahn über 1 Std Erlittenen gegenüber stelle: da ist der Abstand und Vorsprung des Autos zur Bahn so groß wie der des FC Bayern zu 1860 München.

Und derzeit bessert sich die Lage auch nicht, sondern ist aktuell nur noch mit 'unterirdisch' zu bezeichnen. Störungen, wohin das Auge reicht. Dazu die ganzen Baustellen mit offenkundig nicht funktionierenden Baustellenfahrplänen. Man kann nur froh sein, dass Corona den Kundenandrang mächtig gebremst hat - sonst gäbe es jeden Abend einen ARD-Brennpunkt mit Zahlen der Infiziert.., äh, heute Gestrandeten.

Frag mal die Personale, mit welcher Freude die gerade zur Arbeit gehen. Wie sagte mir neulich ein Schaffner des Fernverkehrs: Spannend ist, wie lange es bis zur ersten Unregelmäßigkeit dauert ... Er sei nur gefrustet, wenn schon direkt zum Dienstantritt wieder nix klappt. Und das sei auch kein Einzelfall mehr.

Der Laden ist nunmal am Ende. Aber okay, das ist kein Einzelfall. Bei der Zeitungszustellung hat ein Leser Bezugsunterbrechung und ich frage mangels sonst üblicher Information der Zentrale an, ob ich die Briefzustellung wie sonst auch unterbrechen soll. Und schicke die Briefe zurück ans Depot. Am nächsten Tag bekomme ich die Briefe zurück. Mit Zettel angeheftet: beliefern, Unterbrechung war Anfang September (stimmt auch) und sei lange beendet (stimmt auch - nur hat das ja mit dem Kundenurlaub Ende Oktober nichts zu tun). In derselben Posttasche war dann gleichzeitig eine Information für mich: Kunde bitte nicht beliefern; der ist in Urlaub. Was soll man zu solcher Organisation noch schreiben ... Das ist moderne Unternehmensführung und -kommunikation: ALLES versinkt in einem riesigen Chaos. ÜBERALL.

Schöne Grüße von jörg


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