Die Preissystemkritik ist aber etwas weltfremd ... (Fahrkarten und Angebote)

Barzahlung, Dienstag, 13.07.2021, 13:59 (vor 1702 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Barzahlung, Dienstag, 13.07.2021, 14:02

Das Preissystem ist also so, wie es ist, völlig in Ordnung. Ich würde sogar noch viel weiter gehen und auch im Nahverkehr viel mehr Möglichkeiten einführen. Warum z.B. keine Verbundfahrscheine mit Zugbindung?

Das sehe ich jetzt als schwierig an. Ich würde bei Einzelfahrkarten mehr nach Tageszeiten im Preis differenzieren. Viele Verbünde bieten keine Zeitkarten mit eingeschränkter Gültigkeit an: 9 Uhr Karten oder Tickets die nur nachts und an Wochenenden gültig sind.
Da gibt es auch Student A, der ganz selbstverständlich das Semesterticket kauft, weil er das Geld hat und die Flexibilität haben will, obwohl er die Bahn nur fürs Wochenendpendeln braucht. Das macht Student B auch. Der ist aber geizig und nutzt dafür die Abendregelung, für die er bereits mit dem Semesterbeitrag bezahlt hat, und die bereits über 50% der Zeit abdeckt.
Gleiche Beförderung, zwei Preise, alle glücklich, in Verbünden aber leider eine Ausnahmeerscheinung und der sinnlose Trend heißt leider "Vereinfachung".

Denn der Denkfehler ist derselbe, dem auch der bekannte Herr Lammpe im Nachbarforum immer unterliegt: Preispolitik ist nie rational, sondern immer emotional. In der Regel weiß der Kunde ja gar nicht, was der günstigste Preis gewesen wäre

was v.a. für Abokunden gilt. In vielen Fällen wäre der Kunde mit Einzelfahrkarten und Bahncard günstiger unterwegs. Ich kenne niemanden (Heavy-User inbegriffen), bei dem sich die BC100 wirklich rechnet, aber glücklich sind sie trotzdem. Viele meinen sogar mit der BC100 Geld zu sparen, weil sie bei jeder Fahrt den BC50-Flexpreis ansetzen (so Sachen wie eCoupons oder Freifahrten unberücksichtigt).
Man könnte auch günstiger mit 200 Sparpreisen pro Jahr pendeln.


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