[Welt:] Mit langsamen Zügen lässt sich nicht viel einsparen (Allgemeines Forum)

JW, Freitag, 01.01.2021, 21:12 (vor 1919 Tagen) @ Lumi25

Hallo Lumi25,

Hast Du Beispiele? Immerhin passen in einen sechteiligen Dostotriebzug 500 Sitzplätze in Fernverkehrsaustattung rein (Westbahn-KISS) und das auf 150m.

Es geht mir außerdem nicht um den Ersatz aller ICE-Linien sondern vor allem um die B-Verkehre welche mit ICE-Zügen derzeit erbracht werden.

Es gibt wenige öffentlich einsehbare Preise. Ein Beispiel war die Ausschreibung der Hochgeschwindigkeitszüge durch die Renfe, wo man erkennen konnte, das die 300km/h-Züge der ersten Generation wie Velaro und TGV wesentlich teurer sind als neuere Konstruktionen.
Nicht umsonst sollen die Nachfolger Velaro Novo und Alstom Horizon ja drastisch niedrigerer Kosten (jeweils sowohl Kaufpreis als auch Betriebskosten) aufweisen.

- Teilweise handelt es sich um die gleichen Fahrzeugplatformen, die sich nur in wenigen Ausrüstungselementen unterscheiden, wie der Talgo 230 (ECx) dessen Wagons sich nachträglich auf 330km/h aufrüsten lassen.

Das bezweifle ich mal.

Das soll beim den von der DB bestellten Talgo230 genauso wie bei diesen hier gehen: https://www.railjournal.com/rolling-stock/renfe-awards-contract-to-convert-night-trains...

3.) Von langsamen Zügen braucht man mehr Einheiten, denn sie sind länger unterwegs.

Es geht hier um B-Verkehre. Ob man jetzt einen ICE von Hamburg nach Frankfurt mit den ehemaligen IR-Halten und über Marburg schickt oder ob das ein separates B-Produkt tut dürfte ziemlich egal sein.

Es geht hier nicht um die Sprinterleistungen. Diese sollten natürlich weiterhin mit ICE-Zügen erbracht werden.

Im Ursprungsbeitrag ging es aber um eine Reduktion der ICE-Flotte, zugunsten langsamerer Züge. Wenn Züge länger für eine Verbindung brauchen, braucht man mehr Züge. Zum Kaufpreis kommen Kosten für zusätzliche Instandhaltungswerke und das zusätzliche Zugpersonal hinzu. Auf der anderen Seite werden die langsameren Züge einen etwas niedrigeren Anschaffungspreis haben.
Im Einzelfall muss man Verschleiß und Energieverbrauch vergleichen. Der kürzen Route ohne radverschleißende Kurven über eine NBS stehen ein niedrigere aerodynamische Energieverluste und weniger geschwindigkeitsbdingter Verschleis (sofern gleiches Fahrzeuggewicht/-fahrwerk) gegenüber.

Gruß Jörg


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