Rennbahn und Rheinbahn vs. ITF (Allgemeines Forum)

sappiosa, Freitag, 01.08.2008, 17:35 (vor 6348 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar,

Das ist also ein Musterbeispiel, wie schwierig die Einführung eines ITFs in Deutschland ist.
Die 45 Minuten für K Hbf-Mainport sind zu verspätungsanfällig.
Dagegen ist eine Systemzeit von 60 Minuten eine Zeitverlängerung, weil die ICEs der Linie 42/43 die Strecke schon in 57 Minuten schaffen.

Nun ja: Man kann ITF auch übertreiben. An Mainport treffen sich m.E. nicht so viele Linien, als dass dort ein ITF-Knoten hingehörte. Einzelne Anschlüsse kann man auch ohne ITF optimieren.

ITF-Knoten müssten aber Köln Hbf (oder Deutz?) und Frankfurt Hbf sein. Die ursprünglich mal kommunizierten 58 Minuten wären dafür perfekt. Wenn man in Köln die SFS bis Deutz durchzieht und in Frankfurt die zusätzliche Fernverkehrsstrecke von Stadion zum Hbf baut, wären die zu machen, allerdings mit arg wenig Fahrzeitreserven.

Aber ITF-Knoten brauchen ja alle Linien zur ITF-Zeit. Es nützt daher wenig, einzelne Strecken auf ITF hin zu optimieren, wenn man es nicht auch bei den übrigen tut. Nötig ist hier schon ein Gesamtkonzept, ein "Bahn2030" (Zitat Fabi).

(F Hbf, auf Dauer wohl F Süd = "Frankfurt ICE")

Da allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass das auch auf Dauer nicht passieren wird.
Und zwar weil in F Süd (im Gegensatz zu Köln-Deutz) der Anschluss zum Nahverkehr in den umliegenden Ballungsraum weit schlechter ist als im Hbf. Für die meisten Menschen der Region würde sich deshalb der Fernverkehrsanschluss erheblich verschlechtern. Nein, das möchte auch die DB nicht; einzelne Linien vielleicht, aber der zentrale ICE-Bahnhof von Rhein-Main wird Ffm Hbf bleiben.
In den Planungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Rhein-Main war die Verlagerung denn auch nie Thema. Auch nicht nach der Beerdigung von Frankfurt 21.

Tot ziens
Daniel (aka Sappiosa)


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