? Nutzung des NRW-Einfach-Weiter- /VRS-Anschlußtickets ... (Fahrkarten und Angebote)

Bahngenießer, Freitag, 22.11.2019, 18:04 (vor 2318 Tagen) @ Tobs

... innerhalb des VRR/VRS-Überlappungsgebiets mit VRR-Zeitkarten

Hallo,

mir geht es um zwei Fälle, einer davon ab Düsseldorf (Hbf.) nach Köln. Hier gilt ja grundsätzlich der VRS-Tarif (Grenzverkehr). Mit einem VRR-Zeitticket hätte man m. E. Anspruch auf das "Einfach-Weiter-Ticket", was im konkreten Fall mit 6.80 € (?) günstiger ist als ein Einzelticket des VRS (Preisstufe 4 à 8.20 €; ab Langenfeld sieht das natürlich anders aus).
Oder wäre hier, da es gewissermaßen innerhalb des VRS ist, auch das "VRS Anschlußticket" eine Alternative?

Nehmen wir - der Einfachheit halber - noch die Relation Remscheid >< Köln, die tariftechnisch voll in den VRS integriert ist. Wäre hier das "VRS-Anschlußticket" oder das "Einfach-Weiter-Ticket" für einen VRR-Zeitfahrkarteninhaber zu lösen?

Vielen für jeglichen Klärungversuch in dieser Grundsatzfrage.

Es muss als "Punkt" eine Grenzhaltestelle bzw. einen Grenzbahnhof geben, die zum Geltungsbereich beider Fahrkarten gehört.

Wer von Düsseldorf bis Köln fahren möchte und ein bis Langenfeld gültiges VRR-Ticket (Zeitkarte) besitzt, darf das VRS-AnschlussTicket (für die Weiterfahrt ab Langenfeld) nicht hinzulösen, da das VRS-AnschlussTicket (laut VRS-Tarifbestimmungen) nur in Verbindung mit einer VRS-Zeitkarte gültig ist. Umgekehrt gilt das VRR-ZusatzTicket auch nur in Verbindung mit VRR-Zeitkarten.

Im konkreten Fall darf also für die Weiterfahrt ab Langenfeld Richtung VRS entweder das reguläre VRS-EinzelTicket der entsprechenden Preisstufe (Expertenregelung) gekauft werden oder man kauft ein EinfachWeiterTicket zum Pauschalpreis.

Hat natürlich jemand eine VRS-Zeitkarte für die Fahrt von Düsseldorf nach Leverkusen und möchte ausnahmsweise mal weiterfahren bis Köln oder Bonn, kann er selbstverständlich das VRS-AnschlussTicket hinzukaufen.

Meine Anmerkung zu diesem Thema: Seitens der Kölner Verkehrsbetriebe wies man mich übrigens einst in Bezug auf das "City-Ticket" der Deutschen Bahn hin, dass ich die Straßenbahn beim letzten Halt auf Kölner Stadtgebiet aussteigen müsste, erst mit dem folgenden Zug weiterfahren dürfte und dann auch noch für den verbleibenden Kölner Bereich bis zur Stadtgrenze zahlen müsste. Im Endeffekt also den gleichen Preis wie ab Hbf., so dass ich nie wirklich davon profitieren konnte. Genauso verhält es sich ja mit dem NRW-Länderticket, so dass man von Hessen aus kommend zwar bis zur Grenze kommt, jedoch für den Abschnitt der NRW-Landesgrenze - keine Bundesgrenze (!) - bis zum ersten/letzten Haltepunkt/Bahnhof in NRW kein Ticket ausstellen konnte und so doppelt für den Abschnitt vom ersten/letzten Haltepunkt/Bahnhof in Hessen bis zur hessischen Landesgrenze gezahlt werden musste. Bis heute eine klaffende Lücke im Tarifnetz.

Für das City-Ticket der DB gibt es offenbar leider gar keine Regelung, die eine Anrechnung des City-Tickets erlaubt, wenn man über den City-Bereich hinausfährt, zumal es sich auch nicht um eine Zeitkarte handelt.
Mit anderen Worten: Wenn als Zielbahnhof Köln + City vermerkt ist und der Fahrgast möchte gerne nach der Ankunft seines Zuges am Kölner Hauptbahnhof mit der Straßenbahn bis Bensberg weiterfahren, kann er seine DB-Fahrkarte eigentlich vergessen und muss den vollen VRS-Einzelfahrpreis von Köln Hbf bis Bensberg zahlen.


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