Nachtzüge in der DDR (Allgemeines Forum)

Breisgau-S-Bahn, Freiburg/Gera, Sonntag, 21.07.2019, 18:00 (vor 2499 Tagen) @ Alibizugpaar

Mangels eigenen Erlebens (zu jung und aus dem anderen Teil Deutschlands stammend) kann ich nicht mit Erfahrungsberichten punkten. Ich habe mich allerdings auch schon gefragt, was man wohl um 04:00 morgens am Ostseebahnhof gemacht hat und bin auf folgenden Beitrag gestoßen:

Ich bin 1987 die Verbindung (Meiningen) - Suhl - Barth im Liegewagen gefahren. An die genaue Ankunft kann ich mich nicht mehr erinnern, es war aber etwa 05:30 Uhr. Mein FDGB- Quartier war in Zingst, jedoch nicht im FDGB- Ferienheim, sondern in einer Privat- Unterkunft.
Als der Zug in Barth ankam, mussten natürlich erst mal alle Leute aussteigen, das dauert schon mal etwas ..... Dann wurde erst mal ne Rede gehalten, was man für ein Glück hatte, dass die DDR den Werktätigen so schöne Urlaubsplätze anbot. Danach wurden die unterschiedlichen Gruppen von Urlaubern zusammen gestellt und per Bus zu den entsprechenden Orten gefahren. Da war es auch schon gegen viertel sieben.
Im Urlaubsort angekommen, ging es erst mal ins FDGB- Heim, wo wieder eine Rede gehalten wurde. Danach bekam jeder Urlauber entweder seine Zimmernummer im Ferienheim oder die Adresse seines Privat- Quartiers im Ort. Das Reisegepäck blieb dann erst mal im Foyer stehen und man ging zum ersten Frühstück, da war es schon etwa halb achte.
Ich musste danach noch mein Gepäck etwa 20 min durch den Ort zu meinem Quartier schleppen, die Quartiersleute zeigten mir dann das Zimmer und ich hatte erst mal meine Ruhe. In den Privat- Quartieren gab es keine Versorgung. Zu den Mahlzeiten musste man entweder ins Ferienheim oder in eine Gaststätte, die die Versorgung übernahm.

Quelle: https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=717916

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Für eine DB Lounge in Erfurt!


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