Gute Entscheidung (Allgemeines Forum)

Henrik @, Mittwoch, 10. Juli 2019, 13:57 (vor 133 Tagen) @ Alibizugpaar

Nein, ich bin definitiv kein Hochbauingenieur.

Aber warum das Aufstellen der paar letzten Stahlstreben 9 Monate bei Vollsperrung hätte dauern sollen, das will mir jetzt nicht einleuchten. Sperrung von 4 Wochen zum Einheben der schweren Bauteile okay. Aber für die filigranen Glasarbeiten hätte es doch ein abgedecktes Baugerüst mit zusätzlichen Sicherheitsnetzen über dem laufenden Betrieb getan.

So spricht zumindest mein Bauchgefühl zu mir.

Entsprechende Bauarbeiten unter laufendem Bahnbetrieb wären allerdings nicht möglich, da oberhalb des freizuhaltenden Lichtraumprofils der Gleise und der Dachunterkante nicht genügend Platz für notwendige Schutz- und Traggerüste sei. Derartige Gerüste müssten ferner auf dem Gleisbett abgestützt werden, da die schlanken Bahnsteigkonstruktionen nicht für derartige Lasten ausgelegt seien. Für die Montage des Daches auf der Westseite käme demnach nur eine Montage auf den Bahnanlagen in Frage. Dazu wäre eine Vollsperrung der Stadtbahn über mehr als sechs Monate erforderlich. Auf der (kürzeren) Ostseite wäre hingegen eine Vormontage neben dem Bahnhof und ein Einheben über Großkräne möglich. In diesem Abschnitt wäre eine Vollsperrung über maximal drei Monate erforderlich. Bei den oben genannten geschätzten Kosten von 53 Millionen Euro entfallen 37 Millionen Euro auf die Baumaßnahmen und 16 Millionen Euro werden die Folgekosten aus der Störung des Bahnbetriebs beziffert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_Hauptbahnhof#Verkürzung_des_West-Ost-Daches


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