Mitführpflicht Ausweis (Allgemeines Forum)

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 16. Januar 2019, 08:22 (vor 310 Tagen) @ JanZ

Auf diese Ergänzung habe ich gewartet :-). Geht der Führerschein (so vorhanden) nicht auch?

Da scheiden sich die Geister. Im Zivilrecht wird er oft akzeptiert, wobei ich nicht weiß, ob das einfach nur aus Kulanz geschieht oder rechtlich so abgesichert ist. Bei Bankgeschäften beispielsweise wird er meiner Erfahrung nach nicht akzeptiert. Zumal ich mir darauf so gar nicht mehr ähnlich sehe. Das Foto darauf dürfte irgendwas um die 22-23 Jahre alt sein.

In Dortmund war der eigentliche Studentenausweis inkl. Semesterticket nur ein Abschnitt eines solchen Blattes.

Letztlich war es bei uns auch nur Teil eines A3-Bogens, den man selbst ausschneiden mußte (mit dem Effekt, daß die Dinger bei jedem etwas abweichende Größen hatten). Ansonsten war auf dem Bogen halt noch alles andere an Bescheinigungs-Tralala, ber ein paar Immatrikulationsbescheinigungen zu anderem Kram, den ich schon lange wieder vergessen habe.

In einer transparenten Hülle hat der problemlos ein Semester durchgehalten. Verboten war es nur, ihn einzulaminieren, eben um Fälschungen besser erkennen zu können.

Für das Format, das die bei uns hatten, gab es keine passenden Hüllen. Man hätte also immer eine A4-Klarsichthülle ins Portemonnaie knittern müssen. (Oder eine exotischere A5-Hülle, die immer noch, wenn auch weniger, geknittert hätte werden müssen.)

Laminiert haben ihn damals bei uns einige, was auch über zwei oder drei Jahre problemlos akzeptiert wurde, bis irgendwann die Schaffner anfingen zu meckern. Allerdings frage ich mich, wie man eine Fälschung hätte erkennen wollen, wenn keine entsprechenden Merkmale auf dem Ausdruck waren. Es war einfacher Farblaserdruck auf Normalpapier. Teilweise auch mit abweichenden Farbnuancen, ich weiß nicht, ob da mehrere Drucker parallel liefen, oder sich innerhalb eines Drucklaufs aufgrund von Tonerverbrauch, Temperatur oder Druckerverschleiß die Farbzusammensetzung geändert hat. (Okay, heute könnte man vermutlich über die yellow dots zumindest erkennen, ob es einer der offiziellen Drucker war, über den sie gedruckt wurden, aber erstens war das damals noch nicht üblich und zweitens hat kaum ein Zub dafür passende Analysetechnik dabei.) Ehrlich gesagt gibt es Fahrkartenfälscher, die in höherer und konsistenterer Qualität arbeiten als die Originale damals. (An elektronische Merkmale wie einen Aztec- oder sonstigen Datencode hat damals noch keiner gedacht, es fehlte auch an Kontrollmöglichkeiten. Mehr als Name, Matrikelnummer, Gültigkeitszeitraum war da an individuellen Daten nicht drauf.)

Ein Mitstudent, dessen Vater Anwalt ist, hat dann beschlossen, Papa das Thema "laminieren" mal ausfechten zu lassen. Wie es ausgegangen ist, weiß ich leider nicht, mein Studium war zu dem Zeitpunkt schon abgeschlossen, und kurz danach hat man dort wohl laut Arbeitskollegen, die nach mir an der gleichen Hochschule waren, auf Plastikkarten umgestellt, womit das Thema sich eh erledigt hatte.

Die freie Fahrt im gesamten RMV-Gebiet vermissende Grüße
der Colaholiker

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